Archiv

Ars Electronica verfügt über eines der weltweit umfangreichsten Archive zur digitalen Medienkunst der letzten 30 Jahre. Es umfasst ein Archiv mit Dokumentationen zum Ars Electronica Festival seit 1979, das Archiv des Prix Ars Electronica mit den Einreichungen der KünstlerInnen, sowie Dokumentationen zu Projekten des Ars Electronica Futurelab und zu Ausstellungen des Ars Electronica Center und Export.

Ars Electronica Archive goes public! Nach einer Phase des intensiven Sammelns und Recherchierens von Daten und Beständen, Digitalisieren von physischen Medien und komplexen Migrationen von Datenbeständen sowie Dateikonvertierungen ist das Ars Electronica Archiv zurück im Netz, umfangreicher als je zuvor.

ONLINE ARCHIVE

Der Prix Ars Electronica Showcase ist eine Sammlung, innerhalb derer die Einreichungen der Künstler/innen zum Prix seit 1987 durchsucht und gesichtet werden können. Zu den Gewinnerprojekten liegen umfangreiche Informationen und audiovisuelle Medien vor, die gesichtet und gehört werden können. Alle weiteren Einreichungen sind mit den Basisdaten in Listenform rechcherchierbar.

Das Pic Archiv enthält eine umfangreiche Sammlung an Bildern von Festival, Prix, Center, Futurelab und Export. Die Bilder ab 2011 sind identisch mit dem Ars Electronica Flickr Account. Ältere Bilder stammen aus einer mittlerweile abgestellten Version eines selbst-entwickelten Bildablagesystems, das in die neue Struktur migriert wurde.

Das Print Archiv von Ars Electronica umfasst alle Katalogpublikationen seit 1979 aus den Bereichen Festival und Prix bzw. Cyberarts sowie die audiovisuellen Beilagen, Museum Folder und Updates und Sonderpublikationen. Alle Texte bzw. Artikel sind im Detail recherchierbar und lesbar. Die Festivalkataloge liegen seit 2000 im Original-Layout als PDF vor, für die Jahre davor wurden nur die OCR-Textinformation erhalten und sind aber genauso lesbar. Die Cyberartskataloge liegen komplett als PDFs vor, wobei die Kataloge vor 2005 nachdigitalisiert wurden, da die Druckdaten nicht mehr vorlagen.

QUERSCHNITT DER MEDIEN- UND DIGITALEN KUNST

Neben zigtausenden Video- und Audiomedien lagern zahlreiche Fotografien, Negative und Diapositive im Archiv, ebenso eine umfangreiche Sammlung an Printmaterialien mit Publikationen, Drucksorten, Plakaten und Presseunterlagen. Mit der Neueröffnung der Ars Electronica im Januar 2009 standen dem Archiv erstmals eigene klimatisierte Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen ca. 60.000 physische Archivalien an Dokumentationsmaterialien sowie Prix Einreichungen auf über 378 Laufmetern Platz finden.

Durch die laufenden Veranstaltungen der Ars Electronica wächst das Archiv jedes Jahr weiter an. Dadurch bietet es nicht nur einen repräsentativen Querschnitt des weiten Felds der Medien- und digitalen Kunst, sondern auch einen historischen Abriss ihrer Trägermedien und -formate, aus denen die Arbeiten vielfach ihre Erscheinungsform beziehen. Mit Beiträgen zu den Themenbereichen Computergrafik, Computeranimation, Computer- und digitale Musik, interaktive Kunst, Netzkunst, Software, Mixed Realities, Medien-Performance, Bio Art und Robotik werden sowohl explizit ästhetische Strategien als auch implizit die ihnen zu Grunde liegenden technischen Bedingungen dokumentiert.

Dies ist jedoch nicht nur von wissenschaftlich-historischem Interesse, sondern ein dringliches Aufgabengebiet im Hinblick auf die kurze Halbwertszeit der Datenträger. Bereits der Video-Bereich umfasst eine Vielzahl an Formaten, deren Lebensdauer begrenzt ist, genauso wie die Verfügbarkeit der Abspielgeräte zunehmend verschwindet. Gleiches gilt für Programmiersprachen, in denen Kunst-Projekte entwickelt werden, und die diversen Speichermedien, von der Diskette über CD bis hin zu Webseiten und deren Adressen.

OFFENES ARCHIV

Im Sinne eines lebendigen Archivs ist es nun möglich den Großteil des Bestandes des Ars Electronica Archivs öffentlich zugänglich zu machen. Demzufolge wurde ein serverbasiertes digitales Archiv entwickelt, das sich auf eine komplexe Datenbankstruktur mit umfangreichen Metadaten stützt. Mit Anfang Oktober 2013 umfasst es nun bereits über 152.304 Einträge mit einem Vielfachen an Dateien (3.920.631 verknüpfte Dateien) und einem Speichervolumen von 41 Terabyte von möglichen 60 Terabyte.
Nach mehreren Digitalisierungs- und Migrationsprojektenvon alten Datenstämmen können heute auch die gesamten Einreichungen zum Prix Ars Electronica des laufenden Jahres automatisch ins Archiv überführt werden. Digitale Fotografien werden direkt im Archiv angelegt und über eine Schnittstelle auf Social-Media-Plattformen publiziert. Das Archiv wurde damit zum Leben erweckt und bildet nicht mehr nur längst Vergangenes ab. Es bewahrt direkt alle aktuell veröffentlichten Fotos inklusive ihrer Metadaten und macht diese somit wieder recherchierbar. Die laufende und zeitnahe Eingabe von Daten und Medien durch MitarbeiterInnen gewährleistet, dass wichtige Informationen erhalten bleiben.