Der japanische Künstler Iori Tomita macht für seine Serie „Die neue Welt der transparenten Spezimen“ aus Meeresbewohnern „fantastisch-fremdartige“ Präparate.
Tomita lernte Techniken der Herstellung von Präparaten für wissenschaftliche Analyseprozesse als Student. Das Muskelgewebe der Tiere wird dabei durchscheinend gemacht, indem natürliche Eiweißstoffe aufgelöst werden. Die präzisen Formen der Natur werden von menschlicher Präparationstechnik erst freigelegt und dann eingefärbt. Die festeren Gewebeteile und die weicheren Gewebeteile (Knorpeln) werden dabei unterschiedlich behandelt. Der Prozess um ein Präparat herzustellen dauert bis zu sechs Monate, je nachdem wie groß ein Lebewesen ist.
Die Art und Weise wie Tomita arbeitet, ist ein Beispiel der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Mit Hilfe einer eigentlich wissenschaftlichen Analysemethode schafft er bizarre Skulpturen an denen nicht entscheidbar ist, ob sie Kunst oder Wissenschaft sind.
Credits: Iori Tomita