ORIGIN – die Erforschung des Urknalls

geöffnet bis 20.5.2012

„Ich glaube, wenn wir aufhören zu forschen, dann sind wir eigentlich nicht mehr Mensch. Dann fehlt uns diese menschliche Neugier.“

Rolf-Dieter Heuer, Generaldirektor CERN

Die Suche nach dem Ursprung ist weit mehr als nur Grundlagenforschung. Sie ist das, was uns zu Menschen macht: der Wunsch, die Grenzen unseres Wissens zu verstehen und zu erweitern, damit Neues entstehen und daraus gesellschaftliche Dynamik entwickelt werden kann. Forschung und Kunst sind somit nicht mehr nur Ausdruck der menschlichen Sehnsucht nach Erkenntnis, sondern zeigen ihr Potenzial, die Offenheit und Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft zu fördern.

So widmet sich diese Ausstellung der spektakulären und faszinierenden Welt von Wissenschaft und Forschung. Der „puren Wissenschaft“ also, die mit dem CERN (Centre Européen pour la Recherche Nucléaire) und seinem globalen Wissenschaftsprojekt, dem LHC (Large Hadron Collider) – dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt –, einen Höhepunkt in der Teilchenphysik markiert.

Mit 10.000 ForscherInnen und Angestellten aus 80 Ländern sowie einem Jahresbudget von 1 Milliarde Franken ist das CERN so groß wie eine kleine Stadt und damit eines der größten Forschungszentren weltweit.

Doch das CERN steht nicht nur für die Suche nach dem hypothetischen Higgs-Teilchen, welches Masse erklären würde, sondern auch für Errungenschaften wie beispielsweise das World Wide Web, das unsere Gesellschaft so maßgeblich beeinfl usst. Das CERN ist somit nicht nur Ort neuer Erkenntnisse der Spitzen- und Grundlagenforschung, es ist vor allem Ort neuer Paradigmen und neuer Ideen.

ORIGIN – Die Erforschung des Urknalls beim Ars Electronica Festival 2011

Fotos auf flickr

kleiner Videorundgang durch die Ausstellung

Exponate

grid_100

Das Grid

Im “Grid” bewegen Sie sich wie die Protonen im Sensorengitter des LHC zwischen den Säulen und dringen mit jedem Text, Video und Bild tiefer ein in die Geschichte des CERN, in die Experimente mit dem LHC und in die bekannten und unbekannten Bereiche der Teilchenphysik.

Weiterlesen
BigBang_100

Big Bang Timeline

Die Zeitleiste fasst wichtige Punkte der Entwicklung unserer Erde – und der darauf lebenden Gesellschaft – vom Urknall bis heute zusammen.

Weiterlesen
kalypso_100

Kalypso

Probieren Sie selbst: Wenn Sie zwei Kugeln aufeinander zielen, ist es schwer, dass sich die beiden treffen. Aber wenn Sie ganz viele Kugeln losschießen, ist die Chance groß, dass zwei aufeinander prallen. Am CERN müssen Milliarden von Protonen beschleunigt werden, um einige wenige Kollisionen zu erzeugen. credit: Ars Electronica Futurelab

Weiterlesen
lift_100

Liftinstallation

Während Sie der Lift in die Ausstellung im 1. Obergeschoss bringt, erwächst direkt unter Ihren Füßen aus Antimaterie ein ganzes Universum: Aus der Riesenvergrößerung einer Teilchenkollision zoomen Sie sich durch den LHC hinaus in die Weiten unseres Universums. Es lohnt sich also auch über die Ausstellung hinaus mit dem Lift von ganz unten bis ganz [...]

Weiterlesen
exponate_100

Exponate aus dem CERN

Zwei Exponate sind als Leihgaben direkt aus dem CERN gekommen: Ein Querschnitt eines der Dipolmagneten, die im LHC benötigt werden, um die Protonenstrahlen in der Kreisbahn zu halten, und eine Wasserstoffgasflasche, die als Protonenquelle dient.

Weiterlesen
architektur_100

Ausstellungsarchitektur

In der Ausstellung bewegen Sie sich wie die Protonen durch das wabenartige Sensorengitter im LHC. Die Schieflage der Texttafeln entspricht der Rotationsachse unserer Erde, die um 23,4° zur Erdumlaufbahn geneigt ist. Die Ausstellungsarchitektur wurde vom Ars Electronica Futurelab entwickelt.

Weiterlesen