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RADICAL ATOMS – Die Dinge neu denken

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Foto: © 2012 Tangible Media Group / MIT Media Lab

Wie bekommen wir das Digitale (wieder) in die physische Welt? In enger Kooperation mit Professor Hiroshi Ishii vom MIT-Medialab wird in der Ausstellung „RADICAL ATOMS  – Die Dinge neu denken“ versucht diese Frage zu beantworten. Die „Radical Atoms“ stehen für eine Art digitale Kernschmelze, bei der sich Information und Materie verbinden: Die Information wird dabei von den Beschränkungen des Pixeluniversums befreit, die Atome aus ihrer Starre heraus und in Bewegung gebracht. Das Ergebnis ist eine smarte Materie, die sich immer wieder neu modellieren lässt. WissenschaftlerInnen und IngenieurInnen entwickeln daraus Hightechmaterialien mit völlig neuen Eigenschaften und Fähigkeiten. Eine wichtige Rolle dabei spielen Neuro- und Biotechnologien, Robotik sowie Hard- und Software genau wie alte Handwerkstraditionen.

Ein Hotspot dieser bahnbrechenden Entwicklungen ist das Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo Hiroshi Ishii mit seiner Tangible Media Group seit über 20 Jahren an solch neuen Interaktionsformen von Mensch und Maschine arbeitet. Welche bahnbrechenden Prototypen dabei bereits entstanden sind bzw. aktuell entstehen, zeigt diese Ausstellung.

„Jeder Pixel ist eine optische Täuschung, aber nichts Reales. Wir glauben jedoch an die ,Greifbarkeit‘. Hier kann man etwas direkt berühren, verändern und fühlen.“

Hiroshi Ishii, Leiter der Tangible Media Group des MIT Media Lab

 

This project is presented in the framework of the European Digital Art and Science Network and radco-funded by the Creative Europe program of the European Union.
In cooperation with GREINER GROUP.

Blog

Lesen Sie auf unserem Blog ein spannendes Interview mit Hiroshi Ishii über seine Vision der RADICAL ATOMS.

Exponate

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Perfect Red

Perfect Red ist ein tonähnliches Material, das so vorprogrammiert ist, dass es viele Merkmale von CAD (Computer Aided Design)-Software aufweist. Perfect Red ist ein fiktives Material , das wie Ton – mit der Hand oder mit Handwerkzeugen – bearbeitet werden kann und dessen Verhalten – wie etwa das Auflösen von Solids in ihre Bestandteile, boolesche Operationen und parametrisches Design – von CAD-Funktionen inspiriert ist.

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ZeroN

Was wäre, wenn Materialien der Schwerkraft trotzen könnten, sodass wir sie frei irgendwo in der Luft schweben lassen könnten? ZeroN ist ein neues physisches/digitales Interaktionselement, das schweben und sich frei bewegen kann, wobei es sowohl vom Menschen als auch vom Computer im dreidimensionalen Raum gesteuert wird.

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Topobo

Topobo

Mit dem 3-D-Baukastensystem Topobo haben Hiroshi Ishii und die Tangible Media Group 2004 einen wohl jahrhundertealten Kinder- und Konstrukteurswunsch erfüllt: aus einigen universellen Bauteilen nach Belieben Figuren bauen zu können, die sich nach ihrer Vollendung selbstständig zu bewegen beginnen.

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Sandscape

SandScape

Klicken, ziehen, klicken: Einige wenige Befehle genügen, um mit der Maus das Computermodell einer Landschaft am Bildschirm im Handumdrehen zu verändern. Welche Konsequenzen hat – oder besser: hätte – das für ein reales Terrain wirklich?

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MusicBottles

musicBottles

Zur Premiere der musicBottles 1999 wählte die Tangible Media Group eine Klaviertrio-Abfüllung. Jede der drei Flaschen enthielt den Klang einer Instrumentalstimme. Um Klavier, Cello und Violine zum Klingen oder Verstummen zu bringen, musste lediglich die entsprechende Flasche entkorkt bzw. wieder verschlossen werden.

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Lift-Bit

Lift-Bit

Da kommt Bewegung in die Sitzlandschaft: Lift-Bit ist das erste digital gesteuerte Sofa der Welt und damit wohl das erste Möbelstück im Internet der Dinge.

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LineForm

LineFORM

Aus Sicht eines Interaktions- bzw. Interface-Designers bringen Linien viele interessante Eigenschaften mit. Es lassen sich Daten veranschaulichen, Konturen ziehen und Bereiche abgrenzen. Nimmt die Linie dann noch die äußere Form von Seil, Kabel oder Schnur an, lädt sie geradezu zur Interaktion mit digitaler Information bzw. zur haptischen Auseinandersetzung ein.

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inForm

inForm

Durch Manipulation eines digitalen Modells können (auch tausende Kilometer) entfernte Objekte auf einer 3-D-Oberfläche aus dynamischen Bauteilen – motorgesteuerten physikalischen Pixeln – bewegt werden.

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PneUI

PneUI

PneUI bringt Rechenleistung mit Luft und damit mit einer Ressource zusammen, die weltweit im Überfluss zur Verfügung steht.

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jamSheets

jamSheets

Mit den jamSheets führt die Tangible Material Group ein neues, dünnes und mehrlagiges Material in das Interface-Design von morgen ein. Die herausragendste Eigenschaft ist die mühe- und stufenlose Kontrolle der Festigkeitsgrade, von vollkommener Weichheit und Flexibilität bis hin zu maximaler Steifigkeit.

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bioLogic

bioLogic

Mit bioLogic nutzt man dieses Anpassungstalent für smarte Textilien. Nattozellen aus dem Labor werden per Biodruckverfahren zu einer Art zweiter Haut verarbeitet.

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Rovables

Rovables

Folgt die technokulturelle Entwicklung des menschlichen Alltags den Ideen des EntwicklerInnenteams der Responsive Environments Group des MIT Media Lab und der Stanford University, kommen sich Mensch und Roboter noch ein gutes Stück näher als bisher.

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Active Wood

Active Wood Products

3-D- und 4-D-Druckverfahren für alle denkbaren Materialien, Erkenntnisgewinne in der Materialwissenschaft sowie deutlich leistungsfähigere Software haben den industriellen Traum vom smarten Material Wirklichkeit werden lassen…

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Drone-100

Drone 100

Seit 2012 forscht das Team des Ars Electronica Futurelab an den sogenannten Spaxels (Space Pixel) und entwickelt diese ständig weiter. In Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Futurelab hat Intel es geschafft und im November 2015 einen neuen Weltrekord in der Kategorie „Most Unmanned Aerial Vehicles (UAVs) airborne simultaneously“ aufgestellt.

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