Wovon Maschinen träumen

Ehemalige Ausstellung
Beginn: 11.03.2011
Ende: 04.07.2013

Die ersten Maschinen verrichteten keine Schwerarbeit oder kamen im Krieg zum Einsatz. Sie waren in den Amphitheatern der antiken Griechen zuhause. „Deus ex machina“ (lat. „Gott aus der Maschine“) nannte man damals künstlich erzeugte Special Effects, die für die notwendige Action während der Vorstellungen sorgten.

WARUM BAUEN WIR ÜBERHAUPT MASCHINEN?

Seit tausenden von Jahren entwickeln wir Menschen nun schon Maschinen. Doch was treibt uns dabei an? Welcher Art sind unsere zeitlosen Motive all diese Automaten, Maschinen, Roboter und Androiden zu schaffen? Ist es unser Drang, die Natur und ihre Prozesse zu verstehen und nachzuempfinden? Ist es unser Streben, ja unsere Anmaßung, die Natur verbessern zu wollen? Oder sind wir einfach nur neugierig?

WOVON MASCHINEN WOHL TRÄUMEN MÖGEN?

Stellen Sie sich einmal kurz vor, Maschinen würden träumen können. Egal welche Bilder und Geschichten Ihnen dabei einfallen, sie alle handeln von Ihren Fantasien, Träumen und Ängsten rund um Fortschritt und technologische Entwicklung. Die Ausstellung „Wovon Maschinen träumen“ versammelt Kunst-Maschinen, die verglichen mit ihren Pendants aus Industrie und Wirtschaft rein gar nichts mit Rationalität und Perfektion zu tun haben. Maschinen, die von atemberaubender Schönheit sind und Sie verzaubern werden.

Exponate

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Lost

Ryota Kuwakubo lässt die Schatten ganz normaler Alltagsgegenstände Wände entlang tanzen, poetische Objekte und geheimnisvolle Landschaften ausformen. Ein schlichtes Nudelsieb verwandelt sich dabei in einen majestätischen Wolkenkratzer, eine Glühbirne in ein ganzes Kraftwerk. Ryota Kuwakubo verwendet ausschließlich Gegenstände, deren Wert und Sinn wir üblicherweise mit ihrer Funktionalität verknüpfen. Genau diese Verknüpfung löst Ryota Kuwakubo auf.

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Die Weltmaschine

Ein Traum und das Atomium der Brüsseler Weltausstellung inspirierten Franz Gsellmann zu einer „Weltmaschine“, an der er ganze 24 Jahre lang, bis kurz vor seinen Tod, arbeitete. Es war ein Projekt, das zu seinem Lebensinhalt wurde. Als Materialen dienten ihm dabei Objekte, die er auf Flohmärkten kaufte, die er geschenkt bekam oder auf Schrotthaufen fand.

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DEUS CANTANDO (God, singing) for computer-controlled piano and screened text

„DEUS CANTANDO“ ist ein Spiel mit der Interpretationsvermögen unseres Gehirns. Eine Transkriptionssoftware macht es möglich, das Frequenzspektrum eines gesprochenen Textes durch ein Klavier zu rekonstruieren. Die Maschine trägt die Proklamation des Internationalen Umweltgerichtshofes von 2009, der auf Initiative von Adolfo Pérez Esquivel und dem Dalai Lama beim World Venice Forum gegründet wurde.

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Schattenspirale

Inspiriert von jener Ära in der „die Bilder laufen lernten“, lässt Hans Polterauer einen einmaligen Film aus Licht und Objekten entstehen. Während dabei üblicherweise mit einer starren Lichtquelle und beweglichen Objekten gearbeitet wird, gerät bei Hans Polterauer die Lichtquelle in Bewegung, alle anderen Dinge verharren an der ihnen zugedachten Stelle.

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Stroboskopscheibe

Bis zu 16 Bilder pro Sekunde kann unser Gehirn als solche verarbeiten – jede schnellere Abfolge von Einzelbildern interpretieren wir als kontinuierliche Bewegung. Ein Effekt, auf dem sich der Erfolg von Kino und Film gründet und den sich auch Hans Polterauer bei seiner „Stroboskopscheibe“ zu Nutze macht.

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Geregelter Zufall

Zwischen Chaos und Ordnung spielt sich unsere Existenz laut Hans Polterauer ab. Und so entpuppt sich ein vermeintlicher Insektenschwarm erst mal als eine Ansammlung von Drähten, die einem kreisenden Magneten folgen. Letzterer bewegt sich gleichförmig, ruft aber scheinbar chaotische Bewegungen der Drähte hervor – scheinbar, weil in diesem Chaos doch Ordnung herrscht und die Drähte letztlich einen perfekten Kreis beschreiben.

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Influenz-Maschine

Die Influenz-Maschine macht das physikalische Phänomen der elektrostatischen Aufladung sichtbar.

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