Fluxuri

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Foto: Magdalena Sick-Leitner

„Fluxuri“ besteht aus einem neuartigen dünnen und flexiblen Oberflächenmaterial, das durch bloße Berührung bemalt werden kann. „Moment art“ – temporäre Kunst – lässt sich auf dieser innovativen Leinwand erschaffen und ganz einfach wieder wegwischen – das ermöglicht einzigartige haptische und visuelle Erfahrungen. Da beim Malen keine Werkzeuge benötigt werden, werden auch keine Rohstoffe verbraucht und es entsteht keinerlei Schmutz. Einzelne „Pixel“ werden durch „Umklappen“ sichtbar gemacht. Sie sind bistabil und reflektiv. Das bedeutet, dass sie ihren Bildinhalt ohne Energiezufuhr für immer beibehalten und nur das Umgebungslicht benötigen, um sichtbar zu sein.

„Fluxuri“ kann manuell – durch Darüberstreichen mit den Fingern oder Handflächen –, aber auch mechatronisch – beispielsweise durch den Einsatz spezieller Plotter oder Roboter – bemalt werden. In Zusammenarbeit mit dem Roboterlabor der Kunstuniversität Linz werden nun robotische Prozesse erforscht, die auf die Eigenheiten von „Fluxuri“ eingehen und daraus ein interaktives Display schaffen. Das Problem ist hierbei die Geschwindigkeit: Während ein Fernseher 60 Bilder pro Sekunde zeichnet, braucht ein Roboter 50.000 Mal länger. Somit liegt das Augenmerk auf dem ästhetischen Prozess und weniger auf der Effizienz, die in der Industrie sonst das höchste Gut der Robotik ist.

Credits: Marc Printz