Festival Ars Electronica

Die allererste Ars Electronica erblickte am 18. September 1979 das Licht der Welt. Ein Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft, das die sich anbahnende digitale Revolution in den Mittelpunkt rückte. „In der Ars Electronica ist [Anm. der Musik] eine neue Klangfarbe zugewachsen, in der die moderne Technik sich mit dem Gedankenspiel des Menschen aufs innigste verbindet und ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. [...] Ich bin sicher, daß auch diese neue Sprachmelodie letztlich von allen Menschen verstanden wird, läßt sich doch mit Hilfe der Elektronik Musik sogar sichtbar machen, umsetzen in Farbe, Umriß, Strich und Rhythmus, die auf dem Bildschirm mitverfolgt werden können“, schrieb Bürgermeister Franz Hillinger damals zum Geleit. Er sollte Recht behalten.

Mehr als 450 Artists & Speakers

Binnen weniger Jahre entwickelte sich die Ars Electronica zu einem der wichtigsten internationalen Medienkunstfestivals. Und mit dem Erfolg wuchs das alljährliche Programmangebot. Hatte das Festival 1979 stolze 20 KünstlerInnen und WissenschafterInnen aufzubieten, waren im Jahr 2008 sage und schreibe 484 Artists & Speakers aus 25 verschiedenen Ländern mit dabei.

Die Ars Electronica wird 31

In Seit über drei Jahrzehnten lädt das weltweit renommierte Event nunmehr jedes Jahr zur künstlerischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung um die gesellschaftlichen und kulturellen Phänomene, die aus dem technologischen Wandel hervorgehen. In Form von Symposien, Ausstellungen, Performances und Interventionen wird diese Recherche über klassische Konferenz- und Kulturräume hinaus in die ganze Stadt und den öffentlichen Raum getragen.

Im öffentlichen Raum

Stichwort „öffentlicher Raum“ – auch was die Schauplätze des Festivals anlangt, zeigt sich die Ars Electronica seit jeher einfallsreich: Vom Linzer Hafen über Bergstollen, von Industriehallen zu Klöstern in der nahen Umgebung wurden und werden immer wieder ungewöhnliche Orte bespielt und in Performances und Interventionen eingebunden oder dadurch umgedeutet.

Der Festival-Spirit

Doch es sind nicht nur die renommierten KünstlerInnen und WissenschafterInnen aus aller Welt, die den Reiz der Ars Electronica ausmachen. Oder die ungewöhnlichen Schauplätze. Es ist vor allem auch das internationale Publikum, das maßgeblich zum Festival-Spirit beiträgt – ein bunter Mix aus „alten Bekannten“ und immer „neuen Gesichtern“, der jeden September wieder einen friedvollen Ausnahmezustand in die Stadt Linz zaubert.

Eindrücke

DIE ARCHIVE

Ars Electronica verfügt über eines der weltweit umfangreichsten Archive zur digitalen Medienkunst der letzten 25 Jahre. Es umfasst das Katalog-Archiv und die Dokumentationen zum Festival Ars Electronica (ab 1979), das Archiv des Prix Ars Electronica (ab 1987), Materialien zu Ars-Electronica-Projekten sowie Biografien der daran beteiligten KünstlerInnen und TheoretikerInnen.
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