Deep Space 8K 2015

Der DEEP SPACE 8K ist nicht nur ein Raum, in dem atemberaubende Bilder und Videos in 3-D und in bisher noch nicht bekannter Präzession gezeigt werden können, sondern auch ein Ort an dem man das Gezeigte in unterschiedlichster Art und Weise aufarbeiten kann.

 

Behind the scenes of building the Deep Space 8K.

Schon der Vorläufer des Deep Space, der 3 x 3 x 3 Meter großer CAVE war im Bereich dreidimensionaler Visualisierungen ein Novum. Die Installation gab den Besucherinnen und Besuchern das Gefühl, nicht nur eine Kunstinstallation zu betrachten, sondern in die Arbeit einzutauchen und mit ihr zu interagieren.

Als Weiterentwicklung wurde mit der Eröffnung des neuen Ars Electronica Centers im Jahr 2009 der CAVE zum Deep Space. Auf einer 16 x 9 Meter großen Projektionswand konnten dank acht 1080p HD- und aktiv-stereo-fähigen Projektoren gestochen scharfe Bilder auf Wand und Boden projiziert werden.

 

 

Seit dem Umbau des „Deep Space“ im August 2015  werden die gezeigten Inhalte mit einer bisher unvergleichlichen hohen Auflösung projiziert. Die 4096 x 2160 Bildpunkte, die jeweils 120 mal pro Sekunde errechnet und über vier getrennte Leitungen an einen der vier Projektoren geschickt werden, ergeben gemeinsam ein Bild. Über 4,2 Milliarden Mal pro Sekunde huscht ein Bildpunkt über diese Leitungen. Und das für nur eine Projektionsfläche – um beide Projektionsflächen, also Wand und Boden zu bespielen, gibt es diese Hochleistung im Deep Space doppelt! Beide Systeme sind miteinander synchronisiert. Schon allein die Transportleistung von etwas mehr als 23 GigaByte/Sekunde ist beeindruckend.

 

Roland Haring, technischer Leiter am Ars Electronica Futurelab, vor der Innenarchitektur eines menschlichen Ohres als Visualisierung im Deep Sapce 8K.
Universum Mensch. Credit: Martin Hieslmair

 

Der technische Fortschritt bringt auch eine schärfe, kontrastreichere und hellere Darstellung und macht den Deep Space 8K als Interaktions- Experimentier- und Forschungsenvironment noch reizvoller. Die vier 68kg schweren Projektoren für die bespielte Boden- und Wandfläche lassen  herkömmliche Büroprojektoren in Helligkeit und Farbsättigung weit hinter sich: Standen bislang 12.000 ANSI Lumen zur Verfügung, werfen die Boxer 4K30 von Christie je 30.000 ANSI Lumen „in die Waagschale“.

Das von Futurelab-MitarbeiterInnen entwickelte Lasertracking System „Pharus“, mitsamt den von StudentInnen eigens dafür programmierten Games, erlaubt eine Interaktion von bis zu 30 Personen. Auch Vorträge können durch die Möglichkeit der Gestensteuerung lebendiger gestaltet werden.

 

Eines der beeindruckendsten Gigapixelbilder, die im Deep Space 8K gezeigt wurden: Das Mont Blanc Massiv im Panorama
One of the impressive gigapixel pictures: the Mont Blanc massif under the title „in2white“. Credit: Martin Hieslmair

 

Da das Aufkommen an bewegten Bildern in einer solch hohen Auflösung eher Mangelware ist, haben sich Futurelab-ForscherInnen auf die Suche nach geeignetem Material gemacht und auch eigene Beiträge erarbeitet, um die neuen technischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. So wurde ein. Es wurde aber für den DS 8K ein neuer PointCloud Renderer entwicklet mit denen man ganze Städte der Antike wiederauferstehen lassen kann. Vor allem aber, gehört die hausintern entwickelte 3-D-Applikation „Universum Mensch“ zu den Highlights der ersten gezeigten Inhalte 2015.


Research & Development:

Roland Aigner, Andreas Bauer, Florian Berger, Maria Eschlböck, Martin Gössweiner, Roland Haring, Horst Hörtner, Gerold Hofstadler, Peter Holzkorn, Andreas Jalsovec, Thomas Kollmann, Christoph Kremer, Juliane Leitner, Benjamin Mayr, Michael Mayr, Patrick Müller, Otto Naderer, Clemens Francis Scharfen, Gerfried Stocker, Marianne Ternek, Florian Wanninger

Special thanks to:

Maria Pfeifer