SAP Data Kitchen 2016

Das Ars Electronica Futurelab half im Auftrag von SAP bei der Gestaltung einer Begegnungsstätte für innovative Start-Up Unternehmen. Der sogenannte Data Space, der in der Rosenthalerstraße 38 in Berlin Mitte entstand, verfügt über zwei Ebenen, wobei die untere einen Eventbereich (Data Hall), eine Kantine (Data Kitchen) und einen Bereich für kreatives Brainstormen (Data Room) unterbringt.

 

Otto Naderer, zuständig für die Implementierung der Sensorik, testest die Möglichkeiten vor Ort. Credit: Peter Holzkorn
Otto Naderer, zuständig für die Implementierung der Sensorik, testest die Möglichkeiten vor Ort. Credit: Peter Holzkorn

 

Insgesamt sollte damit eine Möglichkeit des Networkings in ansprechender Atmosphäre geschaffen werden, nicht nur, aber vor allem für junge Unternehmen, denen Platz für ihre Niederlassung in der zweiten Etage, dem so genannten Data Hub, geboten wird. Das Ars Electronica Futurelab war an zwei innovativen Ansätzen beteiligt, dem Data Room und dessen Datafurniture und der Foodwall, um mit einem zukunftsorientierten Gastrokonzept eine bis dahin neue Essensausgabe zu gestalten.

 

Blick auf die stylische, illuminierte Foodwall bei der Erföffnungsverantsaltung, direkt neben dem Barbereich auf der linken Seite der Wand. .
Die Foodwall integriert sich optimal in das Interierur der Data Kitchen. Credit: Peter Holzkorn

 

Basierend auf der Idee des Berliner Gastronomen „Cookie“ und dessen Mitarbeiterin Tina Steffan, realisierte das Ars Electronica Futurelab eine Foodwall, die den Begriff der Essensausgabe neu definiert. Mittels einer von Cosmocode entwickelten App kann man online sein Mittagsmenü oder Frühstück zu dem gewünschten Essenszeitpunkt bestellen, die Bezahlung erfolgt online über Paypal oder Kreditkarte. Der Novelty-Faktor ist die Wall selbst, die 20 Boxen bereit hält und vom Küchenpersonal auf der einen Seite bestückt wird, während man sie auf der anderen Seite per Bestellbestätigungs-Email öffnet.

 

Eine Datenstrom, der sich aus dem Spitznamen des bestellers oder Bestellerin ergibt generiert einen Avatar per abtsrakter Linien. Credit: peter Holzkorn
Eine Datenstrom, der sich aus dem Spitznamen des bestellers oder Bestellerin ergibt generiert einen Avatar per abtsrakter Linien. Credit: Peter Holzkorn

 

Der Mechanismus, der die Klappe nach oben hin öffnet wird pneumatisch gesteuert. Eine Herausforderung der Konstruktion war die quasi unsichtbare Sensorik, die nicht reinigungsintensiv sein sollte. Die Lösung war ein kapazitiver Sensor, der durch die Veränderung eines Feldes erkennen kann ob die Box bestückt ist. Der Nickname des Bestellers wird auf der transparenten Frontscheibe durch einen vom Ars Electronica Futurelab generierten Datenstrom als Avatar abstrakt visualisiert. Ein Design, das sich dem Interieur des Cafés hervorragend anpasst.


Credits:

Peter Freudling, Roland Haring, Horst Hoertner, Peter Holzkorn, Christopher Lindinger, Stefan Mittlboeck-Jungwirth-Fohringer, Otto Naderer, Nicolas Naveau, Clemens Francis Scharfen