SAP Data Room 2016

Das Ars Electronica Futurelab half im Auftrag von SAP bei der Gestaltung einer Begegnungsstätte für innovative Start-Up Unternehmen. Der sogenannte Data Space, der in der Rosenthalerstraße 38 in Berlin Mitte entstand, verfügt über zwei Ebenen, wobei die untere einen Eventbereich (Data Hall), eine Kantine (Data Kitchen) und einen Bereich für kreatives Brainstormen (Data Room) unterbringt.

 

Peter Kolzkorn (rechts) und Clemens Francis Scharfen testen das Data Furniture des Data Rooms. Credit: Peter Holzkorn
Peter Kolzkorn (rechts) und Clemens Francis Scharfen testen das Data Furniture des Data Rooms. Credit: Peter Holzkorn

 

Insgesamt sollte damit eine Möglichkeit des Networkings in ansprechender Atmosphäre geschaffen werden, nicht nur, aber vor allem für junge Unternehmen, denen Platz für ihre Niederlassung in der zweiten Etage, dem so genannten Data Hub, geboten wird. Das Ars Electronica Futurelab war an zwei innovativen Ansätzen beteiligt, dem Data Room und dessen Datafurniture und der Foodwall, um mit einem zukunftsorientierten Gastrokonzept eine bis dahin neue Essensausgabe zu gestalten.

 

 

Herzstück des so genannten „Data Rooms“ ist ein Tisch, der dank eines eigens programmierten Algoritmus  Assoziationsketten generiert, die sich aus verschiedenen Datenbanken speisen. Die Datawall bildet alle gefundenen Ergebnisse für das sich im Raum befindliche Publikum ab. Der Tisch, der durch 12 geschichteten Platten die Bezirke Berlins symbolisiert, wird mittels einer Projektion in 4K bespielt. Die projizierten Objekte (Bilder Text, Videos, etc.) können wie auf einem Touchscreen per drag and drop bewegt werden.

 

 

Die Eingabe von Kernbegriffen, Bild- und Textinformationen, erfolgt ohne physische Schnittstelle durch einen QR-Code, der für die Zeit einer Session Gültigkeit besitzt. Session meint entweder den öffentlichen Zugang für ein interessiertes Publikum, das mit Begriffen spielen möchte, oder „privat“, für eine angemeldete Gruppe, die nach Visionen sucht.

 

Ein Blick vom Data Kitchen auf den Data Room (rechts) und die Außenterrasse.
Ein Blick vom Data Kitchen auf den Data Room (rechts) und die Außenterrasse. Credit: Peter Holzkorn.

 

Gemäß der Idee des „Art Thinkings“ erfolgt die Visionsfindungwie bereits erwähnt über das Generieren von Assoziationsketten, die so genannten Seed Cards entsprechen – ein Konzept, das von Futurelab-Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im analogen Bereich durch tatsächlich physische Karten bei Workshops zuvor angewendet wurde. In der digitalen Variante wird der Initialfunke zu einer Idee durch Ergebnisse aus Live-Search-APIs von Google, Microsoft, Flickr, Wordnik, Volltext- und Tag-Suche in kuratierten Blogs und Pinboards, getriggert. Der Unterschied zu einer Google-Suche ist ein vom Ars Electronica Futurelab programmierter Algoritmus, der nicht auf Häufigkeit oder genauen Repräsentationen von Begriffen beruht, sondern auf freien Zuordnungen von Begriffs- und Bildpaaren, wie man es auch vom Brainstormen her kennt.


Credits:

Peter Freudling, Roland Haring, Horst Hoertner, Peter Holzkorn, Christopher Lindinger, Stefan Mittlboeck-Jungwirth-Fohringer, Otto Naderer, Nicolas Naveau, Clemens Francis Scharfen

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