Wifi – UnitM 2000

Das Projekt “Unit M” wurde als Auftragsarbeit vom Ars Electronica Center für das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) in Linz realisiert. Seine auffälligsten Elemente sind die farbigen Lichtsäulen, die einen integralen Bestandteil der Gebäudearchitektur darstellen, sowie mehrere computergesteuerte Laufschriften, die sich um den Eingangsbereich des neuen WIFI-Schulungszentrums gruppieren.

 

Terminal / Interface von Unit M.
Terminal / Interface Unit M. Credit: Ars Electronica Futurelab

 

“unit M” steht für ein interaktives, vernetztes Medienkunstprojekt zwischen Menschen, Medien und Maschinen. Ein kommunikatives Spiel aus Licht und Farbe, Sprache und Bewegung, das der Nutzung des Gebäudes als Ort der Vermittlung von Wissen und Zukunftskompetenz Rechnung trägt. Der ihm eigene, offene, sich selbst modifizierende Charakter lässt “unit M” seine Umgebung erfassen, auf sie reagieren und mit ihr in Kontakt treten.

Über ein Netzwerk analoger und digitaler Sensoren werden Ereignisse innerhalb des Gebäudes, die Aktivität seiner Benutzer, Daten seiner unmittelbaren Umwelt und Aktionen von Internetbesuchern erfasst. Ein zentrales Computernetz ordnet und bewertet die eintreffenden Daten. Seine logisch-abstrakte Struktur, aufgebaut aus Regeln und Verhaltensmustern, ermöglicht “unit M” die Daten zu interpretieren und sich einen Eindruck von seiner Umgebung zu bilden.

 

Das Foyer des WiFi-gebäudes in Linz mit Datendisplays auf dem Boden.
Foyer of the WiFi Building in Linz. Credit: Ars Electronica Futurelab

 

Mit der Realisation wurde der Versuch unternommen, die Idee vom “Intelligenten Environment” in konkrete Architektur umzusetzen: als Gebäude, das die Art und Weise seiner Nutzung reflektiert und als Information wieder an die Umwelt abgibt. Für den flüchtigen Beobachter sind die Aktionen von “unit M” nur schwer nachvollziehbar. Begibt sich ein Besucher jedoch an einen der User-Terminals, wird er schnell lernen, mit dem System zu kommunizieren und seine Umgebung individuell zu beeinflussen. Der Besucher nimmt sich als Teil seiner Umwelt, als Teil von “unit M”, wahr.


Concept:

Dietmar Offenhuber

Software Development:

Robert Abt

Programming:

Wolfgang Beer

Design:

Martin Bruner, Jürgen Hagler

Coordination:

Volker Christian

Web Programming:

Joris Gruber

Multimedia Design:

Helmut Höllerl

Development:

Martin Honzik

Java Coder:

Gerald Kogler

Content Management:

Pascal Maresch

Scripter:

Martin Pichlmaier

Web Programming:

Gunther Schmidl

Development:

Werner Stadler