JurorInnen 1987 – 2014

80s 1987 1988 1989
90s 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999
00s 1987 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
10s 2010 2011 2012 2013 2013

Jurorinnen 2012

2012 Prix Jury: Interactive Art

Fiona Raby (UK)

Fiona Raby ist Partnerin der 1994 gegründeten Design-Partnerschaft Dunne & Raby. Sie ist Professorin für Industrielles Design an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und Lektorin für Design Interactions am Royal College of Art in London. Dunne & Raby verwenden Design als Medium, um Designer, Industrie und Publikum zu Diskussionen und Debatten über die sozialen, kulturellen und ethischen Implikationen bestehender und sich entwickelnder Technologien anzuregen. Arbeiten des Duos wurden im Museum Of Modern Art New York, im Centre Pompidou Paris und im Science Museum London ausgestellt und finden sich in den Sammlungen des MOMA, im Victoria and Albert Museum, FRAC (Fond Régional d’Art Contemporain) Île-de-France , im FNAC (Fond National d’Art Contemporain). Sie haben zwei Bücher herausgebracht: “Design Noir. The Secret Life of Electronic Objects” (bei Princeton Architectural Press) und “Hertzian Tales” (M.I.T. Press).

Junji Watanabe (JP)

Junji Watanabe, Jahrgang 1976, ist Forschungsspezialist an den NTT Communication Science Laboratories in Japan, mit einem Forschungsschwerpunkt auf Wahrnehmungs- und Medientechnologie. Seine Studien wurden in den wichtigsten wissenschaftlichen Zeitschriften auf dem Gebiet der Neuro-Wissenschaften und Interface-Technologien veröffentlicht. Seine Arbeiten, die den Einfluss von Medientechnologien auf Warhnehmungserfahrungen zeigen, wurden in Technikausstellungen und wissenschaftlich/künstlerisch orientierten Museen gezeigt, etwa bei der SIGGRAPH und im Ars Electronica Center. Er hat auch eine Anerkennung des Prix Ars Electronica sowohl 2004 als auch 2011 gewonnen. 2005 graduierte er zum Ph.D. aus Informatik und Informationstechnik an der Universität Tokio. Mehr über seine Arbeiten unter www.junji.org.

Mariela Yeregui (AR)

Mariela Yeregui ist Elektronik-Künstlerin; ihre Arbeiten umfassen interaktive Installationen, Video-Installationen, Netzkunst, Interventionen im öffentlichen Raum, Video-Skulpturen und Roboter-Installationen. Ihre Arbeiten haben zahlreiche renommierte Preise gewonnen — etwa den Ersten Preis bei BEEP_Art (Barcelona 2003), den Ersten Preis beim National Salon of Visual Arts 2005 in der Kategorie „New Supports“, den Dritten Preis beim Transition MX Festival, den Ersten Preis beim Museum of Modern Art and Telefonica Prize 2004. Ihre Arbeiten waren bei zahlreichen Festivals und Ausstellungen auf der ganzen Welt zu sehen. Sie graduierte an der Universität Buenos Aires zum Bachelor of Arts und absolvierte die Schule des National Institute of Cinematography. Daneben hat sie den Master aus Literaturwissenschaften an der Université Nationale de Côte d’Ivoire mit einer Spezialisierung auf afrikanische Literatur erworben. Sie ist Autorin etlicher Artikel, welche unter anderem folgende Themen behandeln: die Geschichte und Ästhetik der elektronischen Kunst, Probleme der Roboterkunst, übergreifende Perspektiven in der Beziehung zwischen Kunst und Technologie, usw. Sie war Artist in Residence am Hypermedia Studio (University of California Los Angeles), am Banff Centre for the Arts (Kanada), am Media Centre d’Art i Disseny MECAD in Barcelona, und an der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (Deutschland). Außerdem ist sie Begründerin und Leiterin der Meisterklasse für Technologie und Ästhetik der Elektronischen Kunst an der Staatlichen Universität Tres de Febrero in Argentinien.

Ksenia Fedorova (RU)

Ksenia Fedorova, Medienkunstforscherin und Kuratorin, initiierte und kuratierte das „Art.Science.Technology“-Programm der Abteilung Ural des Nationalen Zentrums für Zeitgenössische Kunst in Jekaterinburg (Russland), wo sie auch diverse Internationale Ausstellungen und Events kuratiert hat. Sie hat Geschichte und Theorie der Medienkunst an der Staatlichen Universität des Ural und der Donau-Universität Krems unterrichtet, war Lektorin am ZKM Karlsruhe, an der University of Colorado in Boulder, und hat an zahlreichen nationalen und internationalen Konferenzen und Workshops teilgenommen, etwa in Toronto, Kopenhagen, Oxford, Moskau und Los Angeles. Sie ist Autorin etlicher Artikel und Essays in russischen und internationalen Editionen und ist Mitherausgeberin (mit Nina Sosna) einer Sammlung von Artikeln über Medientheorie (auf Russisch, mit Beiträgen von A. Galloway, W.J.T. Mitchell, J.L. Déotte, G. Lovink und anderen, vorrausichtliche Veröffentlichung 2012). 2011 war sie Mitglied des Auswahlkomitees für PRO&CONTRA, ein Moskauer Medienkunst-Symposium samt Wettbewerb. Ksenia Fedorova hat einen Master in Philosophie und Kunstgeschichte und promoviert derzeit in Philosophie an der Staatlichen Universität des Ural in Jekaterinburg (RU), daneben ist sie PhD Fellow in der Cultural Studies Graduate Group an der University of California in Davis (USA). Ihre Dissertation beschäftigt sich mit „technological sublime“ in der Medienkunst.

Christa Sommerer (AT)

2012 Prix Jury: Computer Animation / Film / VFX

J.P. Lewis (US)

J.P. Lewis ist leitender Forscher bei Weta Digital und nebenberuflich Senior Lecturer an der Victoria University in Wellington, Neuseeland. Lewis hat führend an der Software für zahlreiche Filme mitgearbeitet, darunter “Avatar”, die “Matrix-Serie” und “Forrest Gump”. Davor war er in akademischen und industriellen Forschungslabors tätig, etwa an der University of Southern California und der Stanford University, sowie in der Filmindustrie bei Firmen wie Industrial Light and Magic und Disney. Die von ihm veröffentlichten Algorithmen werden in kommerzieller Software ebenso eingesetzt wie in der Filmindustrie. Seine derzeitigen Arbeiten befassen sich mit der Anwendung von Computervision-  und Maschinenlern-Techniken auf Special Effects.

Lorie Loeb (US)

Lorie Loeb ist Professorin an der Abteilung für Informatik des Dartmouth College, Leiterin des Programms für Digitale Kunst sowie Mitbegründerin und Präsidentin eines Start-Ups (TellEmotion Inc.). Lorie liebt es, Werkzeuge zu bauen, die Kunst, Wissenschaft, Technologie und sozialen Aktivismus synthetisieren, um damit Verhaltensänderungen zu bewirken oder auch nur aus komplexen Daten eine Geschichte zu machen. Bevor sie nach Dartmouth kam, war Lorie Senior Research Scientist am Computer Graphics Lab der Stanford University, wo sie mit Chris Bregler als Gründungsmitglied des Movement Labs arbeitete. Filme, an denen Lorie mitgearbeitet hat, wurden unter anderem im Museum of Modern Art New York, beim Sundance Film Festival, beim NY Film Festival, beim London Film Fesitval und bei der Whitney Biennale gezeigt. Von ihr animierte Filme haben unter anderem zwei Emmys gewonnen (einen nationalen und einen lokalen) sowie den Cine Golden Eagle Award. Lorie war Mitglied der kunst- ebenso wie der naturwissenschaftlichen Fakultät. Sie arbeitete auch als Professorin für Film- und Animationsproduktion an der Tisch School of the Arts der New York University sowie an der Rhode Island School of Design. Lorie bringt ihre Fähigkeit, aus komplexen Daten eine Geschichte zu machen, auch beim GreenLite Dartmouth Project und bei TellEmotion ein. GreenLite Dartmouth wurde im April 2001 als Versuch gestartet, Studenten zu motivieren, ihr Verhalten zu ändern und Ressourcen zu sparen. Durch den Einsatz von Energie­verbrauchsdaten in Echtzeit, historischem Datenmaterial und Vorhersagen zum zukünftigen Verbrauch, verwandelt GreenLite den Energieverbrauch in Animationen zum „Stimmungs-Score“, in Comics und anderen Darstellungen, die die Emotionen von Leuten ansprechen und ihre Einstellung verändern sollen. Der Erfolg dieses Projekts führte zur Formierung von TellEmotion, das quer durch die USA und England implementiert wurde. Lories Arbeiten wurden von der National Science Foundation. Von Sony, Intel, Electronic Arts, Microsoft, der Neukom Foundation for Computational Science, der Morgan Family Foundation und der New York Foundation for the Arts unterstützt.

Paul Debevec (US)

Paul Debevec ist Professor und Forscher an der University of Southern California und stellvertretender Leiter des Bereichs Grafikforschung am Institut für Kreative Technologien derselben Universität. Seit seiner Dissertation 1996 an der University of California Berkeley liegt sein Arbeitsschwerpunkt auf bildbasierten Modellierungs- und Rendering-Techniken, mit besonderem Blickpunkt auf Architektur, Beleuchtung im hochdynamischen Bereich und auf dem Capturing menschlicher Gesichter. Er ist Vizepräsident des ACM der SIGGRAPH und hat kürzlich einen „Oscar“ für seine Arbeiten an einem Light Stage Gesichts-Capture-System erhalten. Das 1999 gegründete Institut für Creative Technologies ist der University of Southern California angeschlossen und verfolgt die nächste Generation virtueller Realität für Ausbildung, Erziehung und Unterhaltung.

Isaac Kerlow (US)

Isaac Kerlow blickt auf eine lange Karriere als Pionier der digitalen Kunst und als unabhängiger Filmemacher zurück, dessen Werke international gezeigt wurden. Derzeit ist er Artist in Residence am Earth Observatory in Singapur und ist 2005 auf die Tropeninsel als Gründungsdekan der ersten professionellen Kunst- und Filmschule des Landes gelangt. Isaak ist auch Autor zahlreicher Grundlagenwerke, darunter das bereits in der 4. Auflage vorliegende „The Art of 3D Computer Animation and Effects“. Sein jüngster Film „Mayon: The Volcano Process“ gewann den Preis für das beste Konzept beim United Nations Summit of Environmental Cinema 2010.

Boo Wong (US)

Boo Wong ist Senior Producer für Design und Inhalt bei “The Mill” mit ausgiebiger Erfahrung in Film, Funk, Spiel und Druck. Der Weg zur Animation war für die in Singapur geborene Boo nicht ganz geradlinig: Nach einem Studium der Elektrotechnik an der California State University und nach einer Welttournee als moderne Balletttänzerin betrat sie in der Frühzeit der digitalen Desktop-Revolution als Compositor bei Curious Pictures die Welt der Fernsehproduktion. Später wurde Boo Produktionsleiterin und Executive Producer bei Psyop, wo sie unter anderem die Produktion des mehrfach preisgekrönten Coca-Cola-Spots  „Happiness Factory“ leitete. Boo war führend in der Durchsetzung einer firmenweiten Produktionspipeline sowie eigener Software-Tools bei Psyop. Daneben hat sie auch Animationen, Effects und Grafik für das Langformat produziert, besonders für den mit dem Oscar preisgekrönten Dokumentarfilm „The Cove“, für den Gewinner des Sundance-Jury-Preises „And God Grew Tired of Us“ sowie den für den Oscar nominierten „Murderball“. Als prominentes Mitglied der Community der Animations- und Werbeproduzenten in den USA war Boo auch im Leitungsgremium der ACM Siggraph New York. Weiters war sie Jurymitglied beim Electronic Theater der Siggraph 2004 und beim Prix Ars Electronica 2005 und 2007.

2012 Prix Jury: Digital Communities

Thomas Schildhauer (DE)

Geschäftsführender Direktor des Zentralinstitutes für Weiterbildung der Universität der Künste Berlin; Direktor Institute of Electronic Business, An‐Institut der Universität der Künste

Prof. Schildhauer ist Inhaber der Universitätsprofessur Marketing mit Schwerpunkt Electronic Business an der Universität der Künste, Berlin und gründete 1999 und leitet seitdem als Direktor das größte An‐Institut der Universität der Künste, das Institute of Electronic Business (IEB) und hat außerdem die Verantwortung für das Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW), das die Weiterbildungsangebote der Universität der Künste, Berlin bündelt. In diesen Funktionen verantwortet Prof. Schildhauer mehrere Masterstudiengänge, u.a. “Master Leadership in Digitaler Kommunikation”, „Master Sound Studies”, “Master Kulturjournalismus”. Herr Prof. Schildhauer ist Mitglied des Erweiterten Präsidiums der Universität der Künste. Aktuell lehrt Prof. Schildhauer im Master Leadership in Digitaler Kommunikation an der UdK und als Dozent im Master Information and Managment Technology an der Universität St. Gallen. Als designierter Gründungsdirektor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft i.G. forscht Prof. Schildhauer transdisziplinär insbesondere über das Themenfeld „Internet enabled innovation“. Bis zu seiner Berufung auf eine Professur war Prof. Schildhauer lange Jahre in der Industrie in leitenden Funktionen tätig, zuletzt als Geschäftsführer bei Lufthansa Systems. Prof. Schildhauer hat inzwischen mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Erforschung und Entwicklung von internetbasierten Geschäftsmodellen und hat hunderte von Anwendungsorientierten Forschungsprojekten initiiert und geführt. Eine Vielzahl von Veröffentlichungen in diesem Bereich der Kreativwirtschaft dokumentieren die intensive Auseinandersetzung mit den Veränderungen der zwischenmenschlichen und der Unternehmenskommunikation durch die digitalen Medien. Als Veröffentlichung hat Prof. Schildhauer aktuell das vielbeachtete Handbuch Social Media herausgegeben. Prof. Schildhauer ist Mitglied in Aufsichtsräten verschiedener Unternehmen aus dem Bereich der Kreativwirtschaft und der Medienwirtschaft. Außerdem ist er Mitglied des Ausschusses Kreativwirtschaft der IHK Berlin und Mitglied der Jury des Innovationspreises Berlin‐Brandenburg sowie des Prix Ars Electronica in Linz. Als Coach und Business Angel fördert Prof. Schildhauer ausgewählte Start Ups.

Yan Liu (NL)

Liu Yan ist Verfechterin eines interkulturellen und Disziplinen übergreifenden Austausches, Unternehmerin im Sozialbereich und Organisatorin von Communities. In ihrer Haupttätigkeit als CEO und Mitbegründerin von „Xindanwei“, der größten Co-Working-Community Chinas mit 6000 Mitgliedern und eines der größten Kreativzentren Shanghais, das Offenheit, Kreativität, Gemeinschaft und Zusammenarbeit propagiert und unterstützt, ist Liu Yan Autorin des „Co-Working Manual“, der ersten Publikation samt Apps in chinesischer Sprache, das das Konzept des “Co-Working” präsentiert und Leute lehrt, ein Co-Working-Zentrum einzurichten. Liu Yan arbeitet mit Studenten, Unternehmern und Firmengründern als Beraterin, Lektorin und Mentorin zu Fragen von Strategie, sozialer Verantwortung, sozialer Innovation und sozialer Unternehmerschaft. Sie ist regelmäßig als Vortragende bei inter­nationalen Konferenzen zu hören, etwas bei Skoll World Forum, Co-Working Europe Conference, TEDx über soziale Unternehmerschaft, soziale Innovation und soziale Medien. Liu Yan ist auch Young Global Leader der BMW Stiftung und wurde von Girl 2.0 als „wichtigste weibliche Innovatorin“ ausgezeichnet. 2012 ist sie Jurymitglied des Prix Ars Electronica, des wichtigsten internationalen Preises für Digitale Kunst und Community-Projekte. Li Yans Ausbildungssschwerpunkte lagen vor allem im Bereich des Kunstmanagements und Marketings, mit einiger Bandbreite an kreativen unternehmerischen Studien und Praktika. Als unabhängige Konsulentin und Vortragende in den Niederlanden (2003—2007 vor ihrer Rückkehr nach China) war sie Mitglied im Beirat für kulturelle Unternehmerschaft der Stadt Utrecht und arbeitete als Beraterin für das China-Programm des Dutch Electronic Arts Festival, einer internationalen interdisziplinären Biennale, die sich auf Kunst, Technologie und Gesellschaft konzentriert. Daneben hat sie die Creative Cross China & Europe Conference für Picnic kuratiert und organisiert, das führende jährliche internationale Event zur Präsentation von Kreativität und Innovation in Amsterdam.

Leila Nachawati (ES)

Leila Nachawati ist eine spanisch-syrische Bloggerin, Kommunikations-Strategin und Menschenrechtsaktivistin. Sie ist Assistant Professor für Kommunikation an der Carlos III Universität in Madrid und schreibt für diverse Medien wie Periodismo Humano, Gloval Voices Online, Global Voices Advocacy und Al-Jazeera. Sie ist auch Vorstandsmitglied der AERCO, der Spanischen Vereinigung von Managern Sozialer Medien. Sie absolvierte ein Studium der Anglistik ebenso wie Arabistik und erwarb ihren Master in Internationaler Kooperation. Man kann sie auf Twitter verfolgen: @leila_na

Wolfgang Blau (DE)

Wolfgang Blau (DE) ist Chefredakteur der „Zeit Online“, der digitalen Schwesterpublikation der führenden deutschen Wochenzeitschrift „Die Zeit“. Wolfgang wurde 1967 in Stuttgart geboren. Er graduierte an der Universität Saarbrücken, nachdem er Schauspiel studiert hatte. Noch während des Studiums wurde er Nachrichtenredakteur beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Sprecher bei der ARD. Sein formelles Training als Journalist erhielt er beim BLR Radiodienst in München, Europas größtem Lieferanten von Live-Content für Lokalradios, wo er später auch zum Chefredakteur aufstieg. Von 1999 bis Ende 2007 arbeitete er im Silicon Valley, in San Francisco und in Washington D.C. als freiberuflicher Korrespondent für das ZDF und für „Die Welt“, für die er eine wöchentliche Silicon-Valley-Kolumne schrieb. 1999 entwickelte und produzierte er „AudioWELT“, das erste Online-Portal einer europäischen Zeitschrift mit einer täglichen Audio-Zusammenfassung der wichtigsten Leitartikel der „Welt“. 2003 entwickelte er das Konzept für die neue Online-Audio-Abteilung der „Zeit“ und initiierte die Gründung von Audible.de, das heute zu Amazon Inc. gehört. Wolfgangs Blog und Podcast aus Washington über die US-Präsidentschaftswahlen 2004 für ZDF und Deutsche Welle waren der erste Podcast für eine deutsche Mediengesellschaft und der erste Blog des ZDF, einer der größten staatlichen Rundfunkgesellschaften Europas. Sein Blog und Podcast für das ZDF über die Tsunami-Katastrophe in Südostasien wurde Anfang 2005 für den Grimme-Online-Preis nominiert, den renommiertesten deutschen Preis für Online-Journalismus. In den vier Jahren, seit Wolfgang als Chefredakteur bei „Zeit Online“ eintrat, wurde „Zeit Online“ neu positioniert, die Website von Grund auf neu gestaltet, und die Besucherfrequenz hat sich nahezu vervierfacht. „Zeit Online“ wird heute als eine der deutschen Online-Nachrichtenseiten allerhöchster Qualität angesehen. 2011 erhielt „Zeit Online“ die zwei wichtigsten deutschen Preise für Online-Journalismus, den Grimme-Online-Preis und zwei LeadAwards in Gold. „Zeit Online“ ist auch die erste und einzige deutsche Publikation, die je den begehrten Online Journalism Award der American Online News Assiociation ONA für ihre Daten-Journalismus-Projekte gewonnen hat. In einem Wettkampf zwischen Deutschlands Chefredakteuren in Print, Radio, Fernsehen und Online-Medien hat Wolfgang Blau von „Zeit Online“ den „Chefredakteur des Jahres 2001“ errungen als Erster in einem reinen Online-Newsroom. Darüber hinaus trat Wolfgang Blau als Redner und Podiumsvorsitzender zu Themen der Medienregulierung und Internetpolitik auf:

Berlin, 28. Oktober 2011, Konrad-Adenauer-Stiftung, Keynote-Vortrag zum Thema „Demokratie und Staat in der digitalen Welt”, (www.kas.de./wf/de/33.29241)

Berlin, 23. Februar 2011, Deutscher Bundestag, Öffentliches Expertengespräch des parlamentarischen Ausschusses für Kultur und Medien; Vortrag: „Die hinderlichsten Branchenmythen über Online-Journalismus und der ökonomische Effekt von Google“, (www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/33462205_kw08_pa_kultur_medien/)

Peking, 30. November 2010, Chinesisch-Deutscher Mediendialog, Institut für Auslandsbeziehungen und Böll-Stiftung: Vortrag: „Ein optimistischer Blick in die Zukunft des Online-Journalismus“

Peter Kuthan (AT)

Peter Kuthan wurde 1945 in Bludenz, Vorarlberg geboren und absolvierte ein Studium der Soziologie in Linz. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Nach zehn Jahren Berufstätigkeit im Sozialbereich bei Bewährungshilfe und Sozialprojekten wechselte P.K. in die Entwicklungshilfe und lebte von 1989 bis 1992 in Zimbabwe. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Konsulent für Monitoring und Evaluierung für die staatliche Entwicklungszusammenarbeit und NGO´s.  1993 gründete er die ARGE Zimbabwe Freundschaft und initiierte seither zahlreiche Aktivitäten im Kulturaustausch und interkulturellen Dialog mit Afrika. 2002 und 2004 war P.K. mit dem Projekt Tonga.Online Preisträger bei der Ars Electronica und ist seither Berater der Kategorie Digital Communities. P.K. hatte über mehrere Jahre einen Lehrauftrag für Konzepte und Methoden der Entwicklungszusammenarbeit am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien. Im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Linz09 konzipierte und leitete er das Projekt Parade einer multikulturellen, musikalischen  Stadtwanderung.

Advisory Board 2012

Christopher Adams (TW)

Heitor Alvelos (PT)

Tim Causer (UK)

Martijn de Waal (NL)

Peter Tomaž Dobrila (SI)

Michael Eisenriegler (AT)

Wolfgang Gumpelmaier (AT)

Insulares / Divergentes Research Team (PE)

Mike Jensen (ZA)

André Lemos (BR)

Ronaldo Lemos (BR)

Isaac Mao (CN)

An Xiao Mina (US)

Andrés Monroy-Hernández (US)

Marcus Neustetter (ZA)

Tiago Peixoto (BR)

Melinda Reckham (AU)

Ulrike Reinhard (DE)

Clément Renaud (FR)

Juliana Rotich (UG)

David Sasaki (US)

Michael Stadler (AT)

Moritz Stefaner (DE)

Lei Yang (CN)

 

2012 Prix Jury: [the next idea]

Michael Doser (AT)

Senior Research Physicist, Abteilung für Physik am CERN

1978—1983 Diplomstudium der Physik an der ETH Zürich
1983—1988 Doktoratsstudium Teilchenphysik an der Uni Zürich
1981—1991 Forschungsassistent bei KEK, Japan
1991—1993 Forscher am CERN
1993—jetzt    Mitglied der Forscherteams am CERN
1997—1998 Sabbatical am SLAC der Stanford University, Kalifornien
2006—2008 Vize-Abteilungsleiter der Abteilung Physik, CERN

Mitgliedschaften in internationalen Beratungskomitees und Redaktionen: Mitglied des SPSC (CERN); Mitglied des INTC (CERN); Herausgeber der Zeitschrift für Partikeleigenschaften (seit 1988); Herausgeber der Physics Letters B (seit 2003); Mitglied des Globalen Wissenschaftsforums für Nuklearphysik der OECD; Mitglied des Gremiums für Kulturpolitik, CERN 2011—2013

Gustav Pomberger (AT)

o.Univ.Prof Dipl.Ing. Dr. Gustav Pomberger ist seit 1987 Professor für Software Engineering und Vorstand des Instituts für Wirtschafts­informatik — Software Engineering an der Johannes-Kepler-Universität Linz. Seine Karriere begann mit einem Studium der Elektrotechnik, nach neunjähriger Tätigkeit in der Industrie verlegte er seine Laufbahn in den akademischen Bereich. Nach seiner Dissertation absolvierte er einen Postgraduate-Aufenthalt bei Professor Niklaus Wirth an der ETH Zürich. 1983 wird er zum Professor für Informatik an der Universität Zürich ernannt. 1987 werden ihm gleichzeitig Posten an der ETH Zürich, an der TU Wien und an der Kepler-Universtität Linz angeboten. Von 1992 bis 1999 leitete er das Christian-Doppler-Forschungslaboratorium für Software Engineering. Er ist Mitglied des Senats der Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft, des Senats der Johannes-Kepler-Universität Linz, des Beirats des Siemens Technology Accelerator, Aufsichtsrat der Ars Electronica Center GmbH und des Software Competence Centers in Hagenberg sowie Beiratsvorsitzender der Open-Commons-Initiative der Stadt Linz. Er ist Träger folgender Auszeichungen: Preis der Österreichischen Computergesellschaft für besondere wissenschaftliche Arbeiten (1985); Fellow der Christian-Doppler-Forschungs­gesellschaft (2002); ober­österreichischer Landes­kulturpreis in der Kategorie Wissenschaft (2006). Er ist Autor von über hundert wissen­schaft­lichen Publikationen. Seine Arbeiten im Bereich der Grundlagenforschung konzentrieren sich auf die Entwicklung hochqualitativer Software-Architekturen und auf die systematische Organisation von Software-Entwicklungsprozessen, seine angewandte Forschung konzentriert sich derzeit auf Softwarearchitekturen für erweiterter und virtueller Realitäten basierende Embedded Systems (wie Navigationssysteme, lokale und kontext-basierte Systeme) sowie auf dem Design und der Implementation von Echtzeitsystemen. Im weiteren Bereich der Wirtschaftsinformatik liegt der Schwerpunkt seiner gegenwärtigen Forschung auf Design und Implementation von Qualitätsmanagementsystemen, der Diagnose der Effizienz und Wirtschaftlichkeit von IT-Systemen und der Entwicklung von Methoden zur Bestimmung der E-Business-Bereitschaft von Wirtschaftsprozessen und für die gezielte systematische Auswahl von E-Lösungen zur Nutzung des Verbesserungspotentials in Wirtschaftsprozessen.

Manfred Pietschmann (DE)

Dr. rer. nat. Manfred Pietschmann studierte Biologie an der Universität Hannover.  Nach der Promotion 1983 Tätigkeit als freier Journalist. 1986 Robert-Bosch-Stipendium für Wissenschaftsjournalismus. Ab 1987 bei Gruner + Jahr Redakteur und Reporter von GEO-Wissen. Mitte 1992 Wechsel zum Greenpeace Umweltschutzverlag; Chefredakteur von Greenpeace-Magazin und Greenpeace-Nachrichten bis 1996. Nebenher Lehrauftrag für den Studiengang Journalistik an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Von 2001 bis 2008 leitete Manfred Pietschmann als Inhaber und Geschäftsführer die Corporate Media Agentur „team P Media Production GmbH“ in Hannover. Seit November 2008 arbeitet Manfred Pietschmann beim Heise Zeitschriften Verlag in Hannover als Chefredakteur des monatlich erscheinenden Innovationsmagazins „Technology Review“.

Horst Hörtner (AT)

Horst Hörtner ist Medienkünstler und Forscher. Er ist Experte für das Design von Human Computer Interaction und hält verschiedene Patente in diesem Bereich. Hörtner ist Gründungsmitglied des Ars Electronica Futurelab 1996 und leitet seitdem dieses Atelier/Labor. Seit den 1980er Jahren arbeitet er im Bereich der Medienkunst und war Mitbegründer der Medienkunstgruppe x-platz in Graz/Österreich 1990. Horst Hörtner arbeitet an der Schnittstelle von Kunst & Wissenschaft, er hält Vorträge und spricht bei zahlreichen internationalen Konferenzen und an Universitäten.

Michael Sterrer-Ebenführer (AT)

Sponsoring & Sonderprojekte, voestalpine AG

Ela Kagel (DE)

Ela Kagel ist freie Kuratorin und Produzentin. Von 2010-2011 war sie Programmkuratorin beim transmediale Festival für Kunst und digitale Kultur. Seit 2011 ist sie Gründerin & künstlerische Leiterin des SUPERMARKT, Berlins Zentrum für kreative Ressourcen. Ela Kagel ist Initiatorin des Free Culture Incubator, einer Forschungsreihe rund um den Wert & Preis freier kreativer Arbeit . Seit 2005 ist sie außerdem Kuratorin bei Public Art Lab, einer nomadischen Plattform für neue Medien im Stadtraum.

2012 Prix Jury: Hybrid Art

Ursula Damm (DE)

Ursula Damm wurde für ihre Installationen bekannt, die sich mit Geometrie und deren sozialen Einfluss auf den öffentlichen Raum beschäftigen. Seit 1995 sind diese Installationen interaktiv und behandeln Aspekte der Architektur mit Hilfe der Aufzeichnungs­techniken aus Überwachungskameras in öffentlichen Räumen. (www.inoutsite.de). Daneben entwickelte sie zahlreiche Installa­tionen, welche sich mit der Beziehung von Natur, Wissenschaft und Zivilisation auseinander setzen wie etwa „Venus IV“ (in der Sammlung des Ludwig-Museum Koblenz) oder „Double Helix Swing“. Ursula Damm hatte Einzelausstellungen am Goethe-Haus in New York, beim Neuen Aachener Kunstverein, der Kunstsammlung NRW Düsseldorf, K20 und anderen. Ihre Arbeiten wurden auch in Gruppenausstellungen gezeigt, etwa bei der Translife Triennale am NAMOC Peking, beim Laboral Centro de Creation Industria, Gijon (Spanien); bei BIOS4 am Centro Andaluz de Arte Contemporaneo, Sevilla; beim Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen; bei Conde Duque, Madrid und im Wallraf-Richartz-Museum in Köln. Sie hat auch an zahlreichen Internationalen Festivals teilgenommen, darunter Ars Electronica Linz 1999 und 2006; ISEA 2002 Nagoya, Japan; Festival New Film New Media Montreal, Kanada (mit einer Anerkennung in der Kategorie “Interaktive Kunst”) und bei „Paradoxien des Öffentlichen“ am Lembruck Museum Duisburg. Derzeit arbeitet sie an einer interaktiven Installation und Gestaltung für einen öffentlichen Ort in der U-Bahn-Station Schadowstraße in Düsseldorf. Seit 2008 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Medienumgebungen (Medienkunst und Design) an der Fakultät für Medien der Bauhaus-Universität Weimar.

Dietmar Offenhuber (AT)

Dietmar Offenhubers künstlerischer Hintergrund liegt in den Bereichen “Architektur, Urban Studies und digitale Medien”. Er arbeitet mit räumlichen Aspekten der Kognition, der Darstellung und des Verhaltens. Dietmar ist im Besitz akademischer Grade der TU Wien und des MIT Media Lab. Er war Key Researcher im Ars Electronica Futurelab und dem Ludwig Boltzmann Institut für Media.Art.Research und unterrichtete beim Interface Cultures Programm als Professor der Kunstuniversität Linz. Derzeit forscht er für seine PhD Dissertation im Senseable City Lab des Fachbereichs für Urban Studies and Planning, MIT. Seine Arbeit wurde unter anderem am ZKM Karlsruhe, bei der Ars Electronica, dem Sundance Film Festival, in der Secession in Wien, bei der Seoul International Media Art Biennale und der Arte Contemporaneo in Madrid gezeigt.

Jens Hauser (DE)

Jens Hauser lebt und arbeitet als Kurator, Autor und Kulturpublizist in Paris. Seit seinem Studium der Medienwissenschaften und der Wissenschaftspublizistik beschäftigt er sich mit Interaktionen zwischen Kunst und Technologie und genreübergreifender kontextueller Ästhetik. Er hat u. a. folgende Ausstellungen kuratiert: L’Art Biotech (Nantes, 2003), Still, Living (Perth, 2007), sk-interfaces (Liverpool, 2008/Luxemburg, 2009) sowie die Article Biennale (Stavanger, 2008), Transbiotics (Riga, 2010), Synth-ethic (Wien, 2011) und Fingerprints… (Berlin, 2011/München, 2012). Hauser organisiert interdisziplinäre Konferenzen und ist als Gastdozent an Universitäten und internationalen Kunstakademien tätig. Seine aktuelle Forschung an der Ruhr-Universität Bochum untersucht die Paradigmen Biomedialität und Wetware. Hauser ist Gründungsmitarbeiter des Kultursenders ARTE, und hat darüber hinaus zahlreiche Radio-Features produziert.

Benjamin Weil (FR)

Seit dem Sommer 2009 ist Benjamin Weil künstlerischer Leiter am Lavoral Centro de Arte y Creación Industrial in Gijón, Spanien, einer Einrichtung, die sich der Produktion und Präsentation neuer Kulturformen widmet, die aus den Veränderungen der vernetzten Kommunikation und Computerwelt erwachsen. Der in Paris geborene und aufgewachsene Weil hat den Großteil seines Berufslebens in den USA verbracht, wo er unter anderem in folgenden Positionen tätig war wie als Kurator für Medienkunst am San Francisco Museum of Modern Art (2000-06) und als Executive Director bei Artists Space (2006-2009). Stark von der frühen Konzeptkunst und von den daraus folgenden Veränderungen im Bereich der kuratorischen Praxis beeinflusst, hat Weil Ausstellungen außerhalb der institutionellen Mauern kuratiert, was ihn früh zur Erforschung des Webs als einem Ort der Kunst, und 1995 letztlich zur Mitgründung von [äda'web] geführt hat, dem ersten Web-Produktionsstudio samt einer der zeitgenössischen Kunst gewidmeten Site. Seither hat Weil seine kuratorischen Interessen auf neue Kunstformen konzentriert, wie sie aus dem Zusammenwirken  der Konzeptkunst mit Annahmen neuer technologischer Werkzeuge durch Künstler entstehen, Werkzeuge, die wiederum aus der Allgegenwart der Technologie in unserer zeitgenössischen Welt entspringen. So hat er “Zones of Confluence” kuratiert (Villette Numérique Fesitval, Paris 2004) und war 2003 bis 2005 Vorsitzender Kurator am Eyebeam Art & Technology Center in New York. Daneben arbeitete er als Gastprofessor an der Abteilung für Visuelle Kunst der Universität Venedig (IUAV) und war 2006 bis 2011 Künstlerischer Leiter von H BOX, einem Video-Auftragsprogramm der Fondation d’Entreprise Hermès.

Karin Ohlenschläger (DE)

Karin Ohlenschläger ist Kritikerin und Ausstellungskuratorin, die sich seit 1985 auf zeitgenössische Kunst und Neue Medien spezialisiert hat. Sie hat 2002-2006 das MediaLab Madrid mitbegründet und mitgeleitet und  war für zahlreiche internationale Initiativen verantwortlich, darunter das Internationale Festival für Kunst, Wissenschaft und Technologie Cibervisiòn am Centreo Cultural Conde Duque (CCCD, 2002) und an der König-Juan-Carlos-Universität Madrid (1999); das Internationale Festival für Infoarchitektur am Ministerium für Öffentliche Arbeiten in Madrid (1997); das Internationale Festival für Cybernetische Kunst „In Art“ in Teneriffa (1996) sowie das Internationale Video Forum am Museo Español de Arte Contemporáneo (MEAC) in Madrid 1986–1988. Zu ihren bedeutendsten Ausstellungsprojekten gehören Pedro Garhel. Retrospectiva am Centro Atlántico de Arte Moderno (CAAM) und am La-Regenta-Kulturzentrum in Las Palmas de Gran Canaria sowie am Tenerife Espacio de las Arte (TEA) in Santa Cruz de Tenerife (2010–2011); Ecomedia: Ecologial Strategies in Today’s Art am Edith-Russ-Haus für Medienkunst in Oldenburg (DE), bei [plug.in] in Basel (2007-2008) und der Sala Parpalló in Valencia (2009); Digital Transit am CCCD in Madrid (2006); sowie die Trilogie banquete_nodos y redes am LABoral Art Centre in Gijon (2008) und am ZKM in Karlsruhe (2009), banquete_comunicación in evolución am CCCD in Madrid (2005)und am Gran Canaria Espcio Digital in Las Palmas de Gran Canaria (2005), und banquete03_metabolismo y comunicación am Palau de la Virreina in Barcelona, am ZKM Karlsruhe und am CCCD in Madrid (2003–2004). Karin Ohlenschläger unterrichtet Kunst, Wissenschaft und Technologie an der Europäischen Universität Madrid und ist Vorsitzende des Instituts für Zeitgenössische Kunst (IAC).


 

2012 Prix Jury: u19 – CREATE YOUR WORLD

Martin Hollinetz (AT)

OTELO – Offenes Technologielabor
Sozial- und Berufspädagoge, Regionalentwickler und leidenschaftlicher Vertreter der  Digital Bohème.

Der Wunsch, die bürgerlichen Werte und Normen, die als einschränkend erlebt werden, zu überwinden und der Wunsch nach Identitätsfindung und kreativer Freiheit bildeten ab 1993 die Grundlage für die Gründung und Begleitung einer Reihe von Betriebsgründungen, Projekten und Vereinen rund um das Thema Arbeit, Jugendkultur,  IT und Medien. Eine vorrübergehend „Festanstellung“ im Bereich der Regionalentwicklung ermöglichte die Gründung der OTELOs in Gmunden,  Vöcklabruck und Kirchdorf mit dem Schwerpunkten Kreativwirtschaft, Medien, Textilkunst  und Robotik und Ausstellungsentwicklungen für Kinder bis 10 Jahren. 2012 ist OTELO erneut Partner vom u19 CREATE YOUR WORLD Festival der Ars Electronica.

Robert Glashüttner (AT)

Robert Glashüttner ist Journalist, Autor, Moderator und Forscher mit den Schwerpunktthemen Videospielkultur und digitales Leben. Abgeschlossene Studien zu Kommunikationswissenschaften (Universität Wien) und Audio Engineering (SAE Wien und Berlin/Middlesex University London). Seit 2002 hauptberufliche Tätigkeit beim Jugendkultursender Radio FM4 (Österreichischer Rundfunk), dort seit Anfang 2010 leitender Redakteur im Ressort für IT, Netzpolitik und Videospielkultur. Kolumnist und Gestalter von Artikeln und Aufsätzen für Games- und Popkulturmagazine sowie wissenschaftliche Reader.

Sirikit Amann (AT)

Sirikit Amann (geb. 1961) hat Politik-, Theater- und Wirtschaftswissenschaften in Wien, München und Boston studiert. Seit den 80er Jahren beschäftigt sie sich hauptsächlich mit kultureller Bildung im Spannungsfeld von Kultur, Bildung und neuen Medien auf nationaler und internationaler Ebene. Seit 2006 kuratiert Sirikit Amann die „Young Animations“ im Namen der Ars Electronica.

Martina Sochor (AT)

Martina Sochor war bis 2010 selbständig in der Werbebranche tätig – Jahre davor entdeckte sie aber schon als Jugendbetreurerin bei den Kinderfreunden Linz ihre Berufung zur Jugendarbeit. Im Rahmen ihres 2006 begonnenen Studiums der Lehrämter Bildnerische Erziehung und Mediengestaltung engagiert sie sich in der ÖH der Kunstuniversität Linz als Referentin für Bildung und Politik, dem Senat und der Curricula-Kommission. Im Sommer 2011 rief sie die Jugend-TV-Redaktion UMLAUT M. ins Leben – unter dem Leitsatz „Medien um laut zu sein“ sorgt sie seitdem für Gelegenheiten, bei denen die mittlerweile 15 JugendredakteurInnen mit beeindruckender Kompetenz ihre Meinungen verbreiten können. Martina Sochor beschreibt sich als Vermittlerin, die Erwachsene von dort abholen möchte, wo sie stehen um ihnen die Ansichten der Jugend verständlich zu machen.

Markus Sucher (AT)

(geb. 1985) arbeitet als Visual Artist im konvergierenden Umfeld von Film, Animation, Graphik und Kunst. Dieses umfangreiche Interessenspektrum spiegelt sich in einem Portfolio mit hunderten Einzel- und Gemeinschaftsprojekten in Österreich, Deutschland, Qatar, UAE, sowie Bahrain wider. 2005 konnte Sucher, damaliger Student der Universität für Angewandte Kunst Wien (Medienkunst; Fachbereich: Visuelle Mediengestaltung, Klasse Peter Weibel), mit dem Medienkunstprojekt „Rennacs Studies“ den U-19 Prix Ars Electronica für sich entscheiden, was zu einer Reihe von nationalen, wie internationalen Ausstellungen führte (White 8 Gallery, KIAF – Korean Int. Art Fair, Art Fair Cologne live Performance, Artbits Gallery, etc). Seit 2006 konzentriert er sich auf die Umsetzung von Werbespots und Musikvideos (MTV, Pro7,GoTv, Kino), zahlreiche Illustrationen, Designkonzepte, weitere Kunstprojekte und auch Spielfilme.

2012 Prix Jury: Digital Musics & Sound Art

Martin Supper (DE)

Professor für Elektroakustische Musik und Klangkunst an der Universität der Künste Berlin. Geboren in Stuttgart. Ausbildung als Radio- und Fernsehtechniker. Studium der Informatik, Linguistik und Musikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Ab 1980 zwei Jahre am Instituut voor Sonologie der Rijksuniversiteit Utrecht als DAAD-Stipendiat, wo er Computermusik und Elektroakustische Musik bei Gottfried Michael Koenig studierte. Diplom (Master) in Informatik, Promotion in Musikwissenschaft bei Helga de la Motte-Haber und Dieter Schnebel. Seit 1985 Leiter des UNI.K / Studio für Klangkunst und Klangforschung an der Universität der Künste Berlin, zusätzlich seit 2009 Studiengangsleiter des postgradualen Studiengangs Sound Studies am Zentralinstitut für Weiterbildung, ebenfalls an der Universität der Künste Berlin. Wissenschaftliche Publikationen, Kompositionen und Klanginstallationen seit 1981.

Phil Mossman (UK)

Phil Mossman ist Veteran einer in neue Gebiete aufbrechenden Musikproduktion. Er ist mit einigen der bedeutendsten Spitzenmusiker der letzten fünfzehn Jahre getourt und hat Scheiben eingespielt und gleichzeitig schrieb er preisgekrönte Partituren für Filme. Mitte der 90er-Jahre in der britischen Post-Rave-Ära wurde Philip schlagartig bekannt als Mitglied von Andrew Weatheralls finster-apokalyptischen Visionären „The Sabres of Paradise“ („Die Säbel des Paradieses“). Nach dem freiwilligen Exil der „Sabres“ wurde Philip vom Belfaster David Holmes eingeladen, an einer Fülle von Produktionen für Gruppen wie „U2“ „Manic Street Preachers“ und „Jon Spencer Blues Explosion“ mitzuwirken. Die kinematischen Einflüsse von Holmes wiederum stachen den Kapazundern Hollywoods ins Auge, und so schrieb das Team die Musik zu Stephen Soderburghs „Out of Sight“ und später „Oceans 11“. Im Zuge der Übersiedlung nach New York wurde Mossman Co-Komponist und Mitarbeiter bei zwei grundlegenden Aufnahmen, Primal Screams „Xtrmntr“ und David Holmes’ „Bow Down To The Exit Sign“ mit der damals unbekannten und sich selbst als „Studio-Nerd“ bezeichnenden Band „James Murphy“. 2001 lud James Murphy Philip ein, sich dem neu geschaffenen „LCD Soundsystem“ anzuschließen. Nach fünf Jahren mit der Band traf Philip die schwere Entscheidung, mit den Tourneen aufzuhören, wurde aber kürzlich wieder eingeladen, an den abschließenden Shows der Band bei Terminal 5 und vor allem beim legendären Finale im Madison Square Garden mitzuwirken. 2006 nahm Philip den Posten eines Executive Producers bei Amber New York an. Bei Amber traf Philip den Komponisten-Kollegen Will Bates. Die erste Zusammenarbeit von Mossman und Bates war für die „Damn Boots“-Kampagne von Nomis, wofür das Duo auch einen Goldenen Löwen in Cannes 2008 und einen Goldenen Clio Award 2009 gewannen. 2010 starteten Mossman und Bates „Fall on Your Sword“. Innerhalb von nur zwölf Monaten nach der Eröffnung hat „Fall on Your Sword“ die Musik zu vier abendfüllenden Filmen produziert, darunter Mike Cahills „Another Earth“, das bei Sundance 2011 viel Aufmerksamkeit erregte und an Fox Searchlight verkauft wurde.

Christina Kubisch (DE)

Christina Kubisch, geboren 1948 in Bremen. Studium der Malerei, Musik und Elektronik in Hamburg, Graz, Zürich und Mailand. Auf Performances und “Videokonzerten” in den siebziger Jahren folgen seit Beginn der achtziger Jahre raumbezogene Klanginstallationen, Lichträume und Arbeiten im öffentlichen Raum. Christina Kubisch benutzt  für ihre Installationen oft selbst entwickelte  technische Verfahren wie z. Bsp. die Übertragung von Klang durch elektromagnetische Induktion. Zahlreiche elektro-akustischen Kompositionen und Radioproduktionen. Seit 2003 erneut Live-Auftritte. Nationale und internationale Stipendien und Auszeichnungen, u.a. Preisträgerin des Kulturkreises im BDI 1988, Arbeitsstipendium Kunstfonds Bonn e.V. 1990, Arbeitsstipendium des Senats von Berlin 1995, Heidelberger Künstlerinnenpreis 1999, Carl Djerassi Honorary Fellowship, USA 2000, artist-in-residence IASPIS, Stockholm 2002, Ehrenpreis des Deutschen Klangkunstpreises 2008, DIVA residency Copenhagen 2009, SR Medienkunstpreis 2009. Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Galerien in Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika. Teilnahme an zahlreichen internationalen Festivals und Gruppenausstellungen, u.a. Resonanzen, ZKM, Karlsruhe 2005, Her Noise, London 2005, B!AS International Sound Art Exhibition, Taipei 2005, Stockholm New Music  2006, Invisible Geographies: Sound Art from Germany, New York 2006, Sharjah Biennale  2007, Huddersfield Contemporary Music Festival 2007, Soni(c)loud, Mexico City 2008 , The Marfa Sessions, Texas, USA 2008, ars electronica, Linz, 2010, RUHR2010, Kulturhauptstadtprojekt 2010, Triennale Douala, Kamerun 2010, gateways, Art and Networked Culture, Tallinn, 2011, Sound Art.Klang als Medium der Kunst, ZKM Karlsruhe 2012 Seit 1975 Veröffentlichungen bei verschiedenen Labels, u.a. Cramps Records, Edition RZ, ampersand, semishigure, Die Schachtel, Olof Bright, Important Records. Gastprofessuren in Maastricht, Paris und Berlin. Seit 1994 Professorin für Audiovisuelle Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken.  Seit 1997 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Lebt in Hoppegarten bei Berlin.

www.christinakubisch.de

AGF (DE)

Antye Greie, digitale Songwriterin, Klangkomponistin und Dichterin, geboren 1969 in Ostdeutschland, lebt und arbeitet in Hailuoto, Finnland, bekannt auch als AGF. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Beziehung zwischen Sprache und Klang, audiovisuellen Live-Perfomances, Klanginstallationen sowie Auftragswerken für Musik und Theater. Im Lauf ihrer Karriere hat Greie zwanzig eigene Alben herausgebracht sowie zahlreiche Gemeinschaftsarbeiten unter verschiedenen Alias-Namen, etwa AGF/Delay (mit Vladislav Delay), Greie Gut Fraktion (mit Gudrun Gut) oder The Lappetites (mit Kaffe Matthews und Eliane Radigue), dazu hat sie häufig mit dem preisgekrönten klassischen Komponisten  Craig Armstrong gearbeitet. Greie leitet ihre eigene Produktionsfirma AGF Producktion und hat Aufnahmen für andere Künstler produziert, beispielsweise für Ellen Allien (SOOL, 2009, BPitch).

Dajuin Yao (US)

Klangkünstler, Produzent, Kurator, Radio-Gastgeber, Kunst­historiker — Dajuin Yao erzeugt und propagiert seit langem Experimentelle Musik und Klangkunst in China durch Konzerte, Radio-Shows, Websites und seinen Unterricht. Als Kurator warer für die größten Veranstaltungen mit Neuen Medien in China verantwortlich, darunter “Sounding Beijing” 2003 und die Eröffnungskonzerte für das “eArts Festival 2008″ in Shanghai. 1997 gründete Dajuin die “China Sound Unit”, ein Pionierprojekt der Phonographie, das sich mit einer Reihe von Audio-Releases, Performances und Installationen beschäftigt und sich somit der Dokumentation und kontextuellen Neuverortung chinesischer urbaner Klangphänomene widmet. Bei seinen eigenen Werken spezialisiert er sich auf die Schaffung jenseitiger Klangräume, die durch die algorithmische Verarbeitung chinesischer Sprache und traditioneller Musik entstehen. Dajuin ist auch der Produzent des Klangkunstlabels “Post-Concrete”. Derzeit ist er Leiter des Open Media Lab der Chinesischen Akademie der Künste.