Digital Communities

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Sie können Ihre Arbeit in der Kategorie Digital Communities erst für den Prix Ars Electronica 2018 einreichen. Dieses Jahr (2017) können Sie Ihr Projekt in folgenden Kategorien einreichen: Computer Animation/Film/VFX, Digital Musics & Sound Art, Hybrid Art und u19 – CREATE YOUR WORLD. Wenn Ihre Arbeit in keiner dieser Kategorien passt, kommen Sie bitte nächstes Jahr wieder und reichen Sie dann Ihr Projekt ein.

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Die Kategorie „Digital Communities“ berücksichtigt die weit reichenden gesellschaftlichen Wirkungen des Internet ebenso wie die aktuellsten Entwicklungen im Bereich von Social Software, user-generiertem Inhalt, mobiler Kommunikation und ortsbezogenen Services. Bei „Digital Communities“ geht es um Innovation im menschlichen Zusammenleben, um die Überbrückung des geografisch, aber auch gender-bedingten „Digital Divide“; es geht um die Überwindung kultureller Konflikte, um Fragen kultureller Diversität und die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks. „Digital Communities“ würdigt das politische und künstlerische Potenzial digitaler und vernetzter Systeme und spricht damit ein breites Spektrum von Projekten, Kunstwerken, Programmen, Initiativen und Phänomenen an, in denen soziale und künstlerische Innovation gewissermaßen in Echtzeit stattfindet.

Worum geht es bei Digital Communities?

Digital Communities, egal ob sie einen eher sozialen oder künstlerischen Hintergrund haben, lassen Gemeinschaft, konstruktiven Kontext und soziales Kapital entstehen und treiben die gesellschaftliche Innovation und Nachhaltigkeit im kulturellen und Umweltbereich voran. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, die jeweils relevanten Technologien und Infrastrukturen zugänglich zu machen oder überhaupt erst zu entwickeln. Aber auch der Zugang zu Content und Information ist ein wesentliches Thema.
Digital Communities setzen sich für eine umfassende menschliche Entwicklung ein, zu der auch die Neugestaltung des Machtgefüges zwischen BürgerInnen und Politik, Staat, Verwaltung und Wirtschaft im Sinne von größerer Teilhabe, einer Stärkung der Rolle des zivilen Sektors und der Gestaltung lebendiger Demokratie gehören.

Einreichung

Die Kategorie „Digital Communities“ ist offen für politische, soziale, künstlerische und kulturelle Projekte, Initiativen, Gruppen und Szenen aus aller Welt, die mit dem angemessenen Einsatz digitaler Technologie gesellschaftliche Initiative ergreifen und soziale Verantwortung beweisen. Sie wendet sich an InitiatorInnen und BetreiberInnen von Communities ebenso wie an die EntwicklerInnen relevanter Technologien und würdigt Beiträge, die der Verbreitung und Etablierung sowie dem Verständnis und der Erforschung von Digital Communities dienen.
Sie richtet sich an die unterschiedlichsten EinreicherInnen: an private Initiativen genauso wie an öffentliche Einrichtungen. Relevante Projekte können von Grassroot-Initiativen bis zu professionellen Lösungen reichen und ein breites Spektrum von Zugängen und Schwerpunktsetzungen in „Community Innovation“ und „Social Software“ illustrieren. Besonders bewertet wird der Aspekt der „Community Innovation“ von Projekten, deren Nachhaltigkeit im kulturellen, wirtschaftlichen und Umweltbereich sowie die jeweils sinnvollste und am besten an den EndnutzerInnen orientierte technologische Umsetzung. Dies kann – je nach Situation – durchaus auch die schlichte intelligente Verknüpfung vorhandener Tools und die Nutzung gegebener Infrastrukturen bedeuten.
Ebenso speziell gewürdigt werden zukunftsweisende technologisch-soziale Lösungen, Social-Software-Tools, künstlerische und kulturelle Projekte sowie sozio-technologische Infrastrukturen und deren herausragende Umsetzung. Die Jury wird bei ihrer Bewertung die visionäre Weitsicht eines Projektes, den höchst möglichen gesellschaftlichen und technologischen Innovationsgehalt sowie dessen erfolgreiche Umsetzung und Etablierung würdigen. Dabei kommt jeweils der Angemessenheit und Offenheit der Lösungen besondere Bedeutung zu. Den Menschen soll durch solche Digital Communities-Projekte ein möglichst breiter Zugang zu Technologie, Netzwerken und Digital Commons ermöglicht werden. Die prämierten Projekte sollen Modellcharakter besitzen und durch ihre Zukunftsorientierung als Inspiration, Ermutigung und Enablement für andere dienen.

Darüber hinaus finden netzkünstlerische Arbeiten und net.art-Projekte mit gesellschaftspolitischer Relevanz besondere Beachtung seitens der Jury. Diese Projekte müssen sich künstlerisch mit den technischen und kulturellen Charakteristika des Internet auseinandersetzen und darüber hinausgehen, das WWW als Verbreitungsplattform zu nutzen. Die systemimmanenten Eigenschaften des Internet dienen diesen Arbeiten als Grundlage der künstlerischen Herangehensweise.

Die Kategorie „Digital Communities“ bezieht unter anderem Projekte, Phänomene, Kunstwerke und Tätigkeitsbereiche wie diese ein:

  • Soziale Software
  • künstlerische und technologische, kollaborative Projekte
  • User–generierter Content & Metadaten
  • Crowdsourcing & Co-Creation
  • Bürgerbeteiligung / Bürgerjournalismus
  • empowerment / ziviler Widerstand
  • Citizen-Countersurveillance
  • Advocacy-Projekte
  • Smart-Citizen-Projekte
  • Open-Data- / Open-Government-Projekte
  • E-Rights / E-Democracy / E-Governance / öffentliche Dienstleistungen

Die Jury hat das Recht, auf dem Internet basierende „Bewegungen” und Projekte mit hoher sozialer und politischer Bedeutung anzuerkennen, auch wenn diese (aus politischen oder anderen Gründen) keinen nachvollziehbaren »Autor« haben, sondern dezentral / verstreut organisiert sind und deshalb nicht in der bereits erwähnten Weise einreichen können.

Wer kann einreichen?

Teilnahmeberechtigt sind Einzelpersonen, Gruppen, Institutionen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen. Es muss sich zum Zeitpunkt der Jurierung um eine aktive und durch  Online-Repräsentanz bzw. Dokumentation nachvollziehbare Community handeln. Community-Projekte müssen durch eine/n ermächtigte/n VertreterIn eingereicht werden. Publizistische, wissenschaftliche oder künstlerische Arbeiten müssen von dem/der UrheberIn bzw. Werknutzungsberechtigten oder deren legitimiertem/r VertreterIn eingereicht werden. Bei Software muss es sich um im Echtbetrieb laufende und dokumentierte Software handeln, die durch die EntwicklerInnen unter Angabe der Lizenzform eingereicht wird. Alle EinreicherInnen müssen eine Person als StellvertreterIn für den Fall der Verhinderung bei der Präsentation der Gewinner nominieren. Ausschließlich kommerziell orientierte Projekte sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Checkliste

Die folgenden Materialien sind für die Einreichung erforderlich:

  • Detailbeschreibung des Projektes (Konzept und Inhalt)
  • Ergänzende Informationen und Ressourcen (bei Texten die komplette Langfassung des Textes, wissenschaftliche oder theoretische Texte über das Projekt, Medienberichte / Pressestimmen) (als .pdf) sowie Illustrationen
  • Bilder der Arbeit (JPG, TIF, BMP, PNG (in höchster Qualitätsstufe. Komprimierte Dateien (wie .zip .lzh Dateien) können nicht akzeptiert werden.)
  • Screenshot der eingereichten Website
  • Ein Portraitfoto und eine Biographie der Person, die das Projekt einreicht
  • optional: Zusatzmaterial (Texte (als .pdf)/Bilder/…)

Questions?