Get Inspired

Unter dem Motto „GET INSPIRED – Zukunftsprojekte zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft“ rückte Ars Electronica am 9. Mai 2017 gemeinsam mit der Jungen Wirtschaft Linz eine ganze Reihe von innovativen Projekten aus Linz und Oberösterreich ins Rampenlicht. Blicken Sie mit uns zurück auf einen inspirierenden Abend.

Get Inspired

Der 9. Mai 2017 stand ganz im Zeichen inspirierender Zukunftsprojekte: Nachdem am Vormittag die GewinnerInnen des STARTS Prize 2017 der Europäischen Kommission bei einer Pressekonferenz im Deep Space 8K bekanntgegeben wurden, rückten am Abend spannende Projekte aus Linz und Oberösterreich bei „Get Inspired“ in den Mittelpunkt. Zum Einstieg in den Vortragsabend, bei dem jede und jeder 5 Minuten Zeit hatte, die eigenen Tätigkeiten und Interessen vorzustellen, bildeten die Statements der STARTS-Jury die passende Überleitung von der „globalen“ hin zur „regionalen“ Inspiration.

Beginnen wir zunächst mit Rainer Kargel, der seinen Pixelrunner vorstellte. Es ist der erste selbststeuernde Large Area Landscape Printer bzw. der erste Landschaftsdrucker der Welt. Betankt mit biologisch abbaubaren Farben, druckt der Pixelrunner riesige Bilder auf Straßen, Wiesen oder was auch immer. In einer noch nie dagewesenen Qualität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz.

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Christoph Kremer vom Ars Electronica Center gab einen Einblick in die Zukunftswerkstatt – ein Pilotprojekt für junge Erwachsene, die eine Maßnahme des AMS absolvieren. Grundgedanke dabei ist, dass die Mädchen und Burschen neue Technologien und damit verbundene Berufsbilder kennen lernen sollen. Zeit dafür haben sie stets eine ganze Woche, die sie im Ars Electronica Center verbringen.

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Dreidimensionale Reisen in den menschlichen Körper – durch die Poren unserer Haut zu den Blutgefäßen, den Knochen und Organen. Das machte Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Fellner vom Zentralen Radiologie Institut am Kepler Universitätsklinikum Linz möglich. „Cinematic Rendering“ von Siemens Healthineers verwandelte den Deep Space 8K im Ars Electronica Center auch an diesem Abend in einen „Anatomiesaal der Zukunft“.

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Auch die Welt der Mode befindet sich im Umbruch und muss sich neuen – gesellschaftlichen und ökologischen – Fragen stellen. Ute Ploier stellte das Studium „Fashion & Technology“ der Kunstuniversität Linz und den daran anknüpfenden Begriff näher vor. Technologie ist demzufolge Katalysator für innovative und nachhaltige Designlösungen und alternative ästhetische Konzepte.

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Zwei 16 mal 9 Meter große Projektionen auf Wand und Boden und ein ausgeklügeltes Laser-Tracking zur Personen-Ortung machen den begehbaren Deep Space 8K zu einem einzigartigen Erlebnisraum. Was man als Game Designer damit alles anstellen kann, zeigte Jeremiah Diephuis von der FH OÖ.

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Wenn wir an Roboter denken, fallen uns entweder Hollywood oder Fabrikshallen ein. Tatsächlich zählt die Robotik heute zu den innovativsten und dynamischsten Bereichen überhaupt. Johannes Braumann vom Roboterlabor der Kunstuniversität Linz zeigte an diesem Abend, was Roboter vor allem auch für KMUs und die Kreativindustrie leisten könn(t)en.

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Sie fliegen und begeistern überall auf der Welt. Die SPAXELS, die „Space Pixels“, aus Linz. Horst Hörtner leitet das Ars Electronica Futurelab und erzählte wie das alles begann, und wie es kam, dass eine Idee aus Linz dazu führte, dass in China 1000 Drohnen abhoben. Und er erzählte, warum es trotzdem die 100 Drohnen aus Linz sind, die im September dieses Jahres beim größten Rockfestival der Welt abheben werden.

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Einst wurde in der „Tschickbude“ die Zigarettensorte Smart produziert, heute ist hier eine Smart Factory der kreativen Industrien zuhause. Zündende Ideen von rund 100 Start-up-Unternehmen, Bildungs- oder Kultureinrichtungen und Medienagenturen befeuern hier die Produktion. Als kollaborativer Konzern erforscht die Tabakfabrik neue Arbeitswelten, die dem Paradigmenwechsel der digitalen Revolution gerecht werden. Nina Fuchs stellte den Ort in 5 Minuten vor.

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Im Magazin 3 der Tabakfabrik Linz entsteht ab Frühjahr 2018 auf 1800 Quadratmetern eine Werkstätte mit modernster Ausstattung, die öffentlich zugänglich ist. Bei der Innovationswerkstätte der CAP.future, die Ruth Arrich-Deinhammer vorstellte, handelt es sich um den ersten Makerspace Oberösterreichs und den ersten interdisziplinären seiner Art in ganz Österreich.

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Die startup300 AG ist ein Business Angel Netzwerk mit über 110 Members und derzeit rund 30 Beteiligungen in Technologie-Startups. Mit der factory300 wird ab Juni ein Hub in der Tabakfabrik Linz eröffnen, der umfassenden Zugang zum Startup-Ecosystem eröffnet – Stichwort Events, Workshops, Network, Consulting, Working. Mit capital300 wird zudem ein privater Risikokapitalfonds seinen Sitz dort haben. Co-Gründer und Vorstand Bernhard Lehner stellte die startup300 AG persönlich vor.

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Bernstein™ ist eine führende 3D-Druck-Agency mit Sitz in Linz. Mit der Erfahrung aus über 40 Jahren industrieller Fertigung von Highend-Produkten hat sich das innovative Unternehmen als erste Anlaufstelle für additive Fertigung positioniert. Der Fokus richtet sich dabei auf die Entwicklung und serielle Fertigung vollfunktionaler Bauteile für die industrielle Anwendung. Jakob Schmied, CEO von Bernstein™, präsentiert mit AIRSKIN®, einer Weltneuheit des Wiener Hightech-Start-ups Blue Danube Robotics, die Zukunft des 3D-Drucks.

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Ars Electronica Solutions konzipiert und realisiert unter anderem medienbasierte Ausstellungen, interaktive Installationen und partizipative Formate für unterschiedliche Kommunikationszwecke und Einsatzszenarien. Harald Moser präsentierte einen interaktiven Messestand eines österreichischen Leitbetriebes sowie eine Ausstellung zum Thema Erdbeobachtung für die European Space Agency.

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HoloLens ist ein komplett eigenständiger holographischer Computer, auf dem Windows Holographic läuft. Die Technologie ermöglicht eine revolutionäre Form des Arbeitens oder auch Spielens mit holographischen Simulationen. Mit ihrer Live-Demo gab Josephine Karner von Microsoft einen Einblick in diese holographische Welt.

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Next Generation JKU“ ist eine von Alois Ferscha (Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät an der JKU) initiierte Vortragsserie mit herausragenden jungen WissenschaftlerInnen. Einer von ihnen ist Marc Streit, der mit seinem Team bahnbrechende Analyse- und Visualisierungsverfahren entwickelt hat, um große Datenmengen nach Mustern und Zusammenhängen zu durchforsten.

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g.tec medical engineering entwickelt und fertigt preisgekrönte Hard- und Software zur Biosignalverarbeitung. Die Entwicklungen von g.tec erlauben es schwer beeinträchtigte Menschen wieder zu kommunizieren und/oder kommen bei der Rehabilitation von Menschen nach Schlaganfällen oder bei der Diagnose von PatientInnen im Koma zum Einsatz. Christoph Kapeller von g.tec stellte die Einsatzgebiete vor.

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Holz ist genial. Es dämpft Vibrationen, hat eine hohe Steifigkeit und ist ein nachwachsender Rohstoff. Alles in allem ist Holz bestens geeignet, um daraus Fahrräder herzustellen. Dachte sich Christoph Fraundorfer. Das Ergebnis ist ein „Holzesel nach Maß“, gefertigt in Österreich, mit dem er selbst in den Deep Space 8K angereist ist.

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Wenn Produkte der Zukunft und innovative Prototypen das Kerngeschäft sind, dann rücken Prozesse zur Ideengenerierung und zur Konzeptentwicklung in den Hauptfokus, so Christopher Lindinger. Das Ars Electronica Futurelab beschäftigt sich seit jeher mit genau diesen Abläufen und seit geraumer Zeit auch mit der Frage an welcher Stelle Daten, künstliche Intelligenz und Interaktionsmodelle Unterstützung leisten können.

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Abschließend führte Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter der Ars Electronica, durch das Panel „Wissenschaft, Technologie und Kunst – eine Zukunftsstrategie für OÖ?“. Wissenschaft, Technologie und Kunst – genau dieses Dreieck prägt Linz und Oberösterreich. Welches Innovationspotential messen die hier angesiedelten Player dem Zusammenspiel dieser drei Felder bei? Wie sehen sie generell die lokalen und regionalen Rahmenbedingungen für Innovation – was ist beispielhaft und wo muss nachgebessert werden? Von welchen Regionen sollten sich Linz und Oberösterreich in punkto Innovationsförderung was genau abschauen? Welche Allianzen und Kooperationen erachten sie als wünschenswert oder schlicht notwendig, um auch weiterhin Erfolg zu haben? Wie denken sie über Risikobereitschaft und eine Kultur des Scheiterns?

Es diskutierten Patrick Bartos (Geschäftsführer, CREATIVE REGION Linz & Upper Austria), Alois Ferscha (Dekan TN-Fakultät und Institutsvorstand Pervasive Computing, JKU), Joachim Haindl-Grutsch (Geschäftsführer, IV-Oberösterreich), Josephine Karner (Partner Business Evangelist, Microsoft Österreich), Stephan Kubinger (Ratsvorsitzender, Rat für Forschung und Technologie Oberösterreich), Ute Ploier (Professorin und Studiengangsleiterin Fashion & Technology, Kunstuniversität Linz), Christa Sommerer (Professorin und Studiengangsleiterin Interface Cultures, Kunstuniversität Linz) und Mario Zeppetzauer (Professor und Studiengangsleiter Industrial Design scionic®, Kunstuniversität Linz).

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Fotocredits: Robert Bauernhansl, Christopher Sonnleitner

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