Tag 5: Bis bald und auf Wiedersehen am Ars Electronica Festival!

Kaum zu glauben, dass nun auch der fünfte und somit letzte Tag des Ars Electronica Festival 2017 schon wieder vorbei ist. Durch die große Menge an vielfältigen Programmpunkten verging die Zeit wie im Fluge. Wir hoffen, Sie konnten sich alles ansehen, was Sie sich vorgenommen haben! Einen kleinen Einblick in den fünften Tag des Festivals erhalten Sie hier.

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Credit: tom mesic

Unglaubliche 100.000 Festivalbesuche zählten wir in den letzten Tagen in der POSTCITY und den 11 weiteren Locations des Ars Electronica Festivals 2017. Somit konnte heuer erstmals die bisherige Bestmarke aus dem Kulturhauptstadtjahr 09 übertroffen werden. Am letzten Tag des Festivals – dem Music Monday – blicken wir entspannt auf ein großartiges Festival 2017 zurück und lassen den letzten Tag gemütlich und mit vielen musikalischen Highlights ausklingen.

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Credit: Martin Hielsmair

Der fünfte Festivaltag stand traditionell ganz im Zeichen der Musik. Wie jedes Jahr trafen sich Kenner und Interessierte der Digital Musics & Sound Art beim letzten Tag des Festivals zum Music Monday Parcours. Gestartet wurde um 10:30 an der Anton Bruckner Privatuniversität mit Einblicken in die künstlerische Praxis der Studierenden.

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Credit: Florian Voggeneder

Danach ging es weiter ins OK im OÖ Kulturquartier und die POSTCITY, wo der Musiker und Musikwissenschaftler Werner Jauk nach einem Impulsreferat auch die KünstlerInnen im Festivalzentrum zu ihren Arbeiten befragte.

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Credit: tom mesic

In der POSTCITY startete heute Vormittag die Veranstaltungsserie „Future in a Nutshell„. Hier drehte sich heute alles darum, wie die Welt in Zukunft aussehen wird. Dieses neue Programm der Ars Electronica bietet die einzigartige Gelegenheit, sich einen Überblick über diese wegweisenden neuen Technologien zu verschaffen – verständlich präsentiert von ausgewiesenen Experten aus den jeweiligen Gebieten.

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Credit: Florian Voggeneder

Wie die Welt in Zukunft aussehen wird oder besser gesagt, wie Körperschmuck in Zukunft aussehen könnte, fragen sich auch Katia Vega und Xin Liu in ihrem Projekt The Dermal Abyss. Dieses Projekt verbindet hochmoderne Biotechnologie mit den traditionellen Methoden der Tattoo-Kunst: Anstatt digitale Messgeräte zu verwenden, die die Stoffwechselprozesse nur visuell darstellen, könnten Biotechnologien in Zukunft mit dem Körper verschmelzen. Ein Tattookünstler zeigte zu bestimmten Präsentationszeiten während des Festivals live die Durchführung von biosensorischen Tattoos und ihre farblichen Veränderungen auf Schweinehaut.

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Credit: Florian Voggeneder

Wesentlich akrobatischer ging es bei SynapSense zu. Diese performative Installation soll unser Körperbewusstsein verstärken. Sensorisches Verstehen durch Enactment wird mittels drei Methoden vermittelt: erkunden, kalibrieren und schöpferisch gestalten. Interaktion schafft die Klanglandschaft, Berührung ermöglicht Hinterfragen, und Klang steht für Erkundung.

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Credit: Florian Voggeneder

Ebenso kreativ ging heute die letzte Präsentation von Bird Song Diamond im Deep Space 8K des Ars Electronica Centers zu ende. In dieser interaktiven Installation ist es die Aufgabe der besucherInnen Vogelstimmen zu imitieren. Je genauer sie die Töne treffen, desto mehr verändert sich die Visualisierung auf der 16×9 Meter großen Bildschirmprojektion.

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Credit: Florian Voggeneder

Nachdem heute nicht nur der letzte Tag des Ars Electronica Festival 2017 war, sondern auch wieder der erste Schultag nach den Sommerferien, bekamen heute alle Schülerinnen und Schüler unter 19 Jahren freien Eintritt zum Festival. Gemeinsam entdeckten wir bei einer Kids Tour durch die POSTCITY u19 – CREATE YOUR WORLD, das Zukunftsfestival der nächsten Generation, und viele andere spannende Orte.

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Credit: Florian Voggeneder

Ebenfalls etwas zum kreativen Ausprobieren, jedoch eher für Erwachsene, ist die Fuzzy_Logic Machine – ein Instrument zur Steuerung eines Klanggerätes durch analoge Manipulation. Durch Lichtparameter werden Sensoren ausgelöst, die in einem Gitter auf Koordinatenachsen angeordnet sind. Jeder Wert kann manuell aufgerufen werden; er verbindet Bild und Ton über eine räumliche Variable. Somit reproduziert der Mechanismus die innere Struktur des hörbaren Ergebnisses, während seine Veränderungen eine Rückkopplung zwischen den beiden Medien auslöst.

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Credit: Florian Voggeneder

Auch, wenn die POSTCITY heute seine Tore schloss, haben einige der anderen Festivallocations noch einige Zeit nach dem Ars Electronica Festival geöffnet. So beispielsweise die Docklands von Turnton 2047 der Featured Artists: Time’s Up im LENTOS Kunstmuseum, die noch bis 22. Oktober 2017 besucht werden können. Für Ars Electronica verwandelten Time‘s Up das Untergeschoss des Kunstmuseums in ein „Physical Narrative“, in eine begehbare Situation, die das Leben im Hafenviertel der Küstenstadt Turton im Jahr 2047 darstellt, wo eine Katastrophe unabwendbar scheint. Gemeinsam mit dem Publikum entwarfen die KünstlerInnen gesellschaftspolitische utopische Veränderungen für Turnton Docklands und darüber hinaus.

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Credit: Florian Voggeneder

Auch im OK im OÖ Kulturquartier haben Sie noch bis 17.9.2017 die Möglichkeit die CyberArts Ausstellung 2017 zu sehen. Hier werden die prämierten Einreichungen des Prix Ars Electronica 2017, des internationalen Wettbewerbs für Computerkunst gezeigt.

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Credit: Florian Voggeneder

Und natürlich können Sie auch jederzeit während der Museumsöffnungszeiten das neue VRLab im Ars Electronica Center besuchen und sich die neuesten Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality Technologien ansehen und selbst ausprobieren.

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Credit: Florian Voggeneder

Der Music Monday und somit der letzte Tag des Ars Electronica Festival 2017 endete mit der österreichischen Erstaufführung der 20 Etudes for Piano von Philip Glass, interpretiert von Maki Namekawa und mit Echtzeitvisualisierungen des Österreichischen Künstlers Cori Olan.

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Credit: Robert Bauernhansl

Und so endet ein weiteres aufregendes Festival. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge flanierten wir am Abend noch ein letztes Mal durch die immer leerer werdende POSTCITY – einem weinenden, weil das Ars Electronica Festival 2017 schon wieder vorbei ist und einem lachenden, weil wir uns schon jetzt auf neue Herausforderungen beim nächsten Ars Electronica Festival freuen! Bis bald und auf Wiedersehen am Ars Electronica Festival 2018!

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Credit: Martin Hielsmair

Mehr Infos und Fotos zum Ars Electronica Festival 2017, Stories und Berichte aus den verschiedenen Locations gibt es übrigens auf unserem Instagram-Kanal: https://www.instagram.com/arselectronica/

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