Prix Ars Electronica 2018: Die JurorInnen (1)

Noch bis 12. März 2018 sucht der Prix Ars Electronica die besten Medienkunstwerke des Jahres. Im April entscheiden dann vier internationale Jurys, wem die Goldenen Nicas 2018 verliehen werden. Wir stellen hier die JurorInnen der beiden Kategorien „Digital Communities“ und „Interactive Art +“ vor.

Prix Jury 2018

Schon seit 1987 zeichnet der Prix Ars Electronica jedes Jahr mit seinen Goldenen Nicas die besten Medienkunstwerke der Welt aus. Darüber hinaus winken den GewinnerInnen heuer Preisgelder von bis zu 10.000 Euro pro Kategorie und ein prominenter Auftritt beim Ars Electronica Festival 2018 in Linz. So trifft auch diesen April eine internationale Jury für mehrere Tage in Linz ein, um gemeinsam die PreisträgerInnen des Jahres 2018 auszuwählen. Aus welchen Personen die Jurys der KategorienDigital Communities“ und „Interactive Art +“ zusammengesetzt sind, das zeigen wir Ihnen in diesem ersten Teil. Im zweiten Teil stellen wir die JurorInnen der Kategorien „Computer Animation“ und „u19 – CREATE YOUR WORLD“ näher vor.

Digital Communities

Die alle zwei Jahre offen stehende Kategorie „Digital Communities“ begibt sich unter anderem auf die Suche nach Projekten, bei denen sich Menschen mittels Technologie vernetzen, um damit ihr Umfeld und ihr Leben zu verbessern oder die Gesellschaft auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Die diesjährige Jury setzt sich aus bekannten Gesichtern zusammen – viele davon waren bereits JurorInnen beim Prix Ars Electronica.

NachawatiSo auch die spanisch-syrische Bloggerin, Kommunikationsstrategin und Menschenrechtsaktivistin Leila Nachawati, die mittlerweile zum vierten Mal Jurorin in der Kategorie „Digital Communities“ ist. Neben ihren Tätigkeiten als Lehrbeauftragte für Kommunikation an der Carlos III Universität in Madrid, wirkt sie bei APC.org und SyriaUntold mit, und schreibt für verschiedene Medien wie Global Voices Online und Al-Jazeera.
KriescheDie österreichische Journalistin Sarah Kriesche arbeitet seit zwei Jahrzehnten im privaten und öffentlichen Rundfunk (für Ö1 und Radio Wien) und ist auch diesmal wieder mit dabei. In ihren Reportagen beschäftigt sie sich vor allem mit Themen rund um Informationstechnologie, Subkulturen und technischen Innovationen.
TanakaKazuko Tanaka ist zum zweiten Mal Jurorin in dieser Kategorie. Seit zwei Jahrzehnten ist sie Mitglied der japanischen Werbeagentur Hakuhodo Inc., wo sie im Jahr 2012 erfolgreich ein Netzwerk für in Japan arbeitende Mütter startete. Als Gründungsmitglied von Voice Vision Inc. liegt ihr Fokus stark auf Community-Projekten. Seit 2014 unterstützt sie den Future Innovators Summit beim Ars Electronica Festival, den sie im Rahmen der „Ars Electronica Tokyo Initiative“ heuer auch erstmals in Tokio begleiten wird.
EkponimoOscar Ekponimo ist Softwareentwickler und Entrepreneur. 2017 zählte ihn das TIME Magazine zu den „Next Generation Leaders“, vor allem auch wegen seiner App „Chowberry“, die Supermärkte mit NGOs und Wohltätigkeitsorganisationen verbindet, damit übrig gebliebene Lebensmittel nicht weggeworfen werden müssen sondern an bedürftige Menschen weiterverteilt werden können. Der an der University of Calabar diplomierte Computerwissenschaftler ist nicht zum ersten Mal in Linz – er war bereits zwei Mal Teilnehmer des Future Innovators Summit.
OffenhuberOb Computeranimationen, Hybrid Art oder wie dieses Jahr „Digital Communities“ – Dietmar Offenhuber war schon mehrmals Juror beim Prix Ars Electronica und zuvor auch Teammitglied des Ars Electronica Futurelab. Derzeit ist er Lehrbeauftragter an der Northeastern University in den Bereichen Kunst + Design und Public Policy, wo er das Graduiertenprogramm Informationsdesign und Visualisierung leitet. Er promovierte im Bereich Stadtplanung am MIT, wo auch kürzlich seine Arbeit „Waste Is Information“ publiziert wurde.

Interactive Art +

Interaktive Arbeiten verschiedenster Arten und Formaten können in der Kategorie “Interactive Art +” eingereicht werden. Das Pluszeichen ist ein Symbol dafür, dass die alle zwei Jahre ausgeschriebene Kategorie des Prix Ars Electronica offen für neue Experimente und Interpretationen steht.

VesnaSeit 2015 wechselt Victora Vesna als Jurorin sozusagen jedes Jahr zwischen den Kategorien „Hybrid Art“ und „Interactive Art +“. Sie ist Professorin am Department of Design|Media Arts an der UCLA sowie Leiterin des UCLA Art|Sci Center. Sie unterhielt im Rahmen ihrer interdisziplinären Projekte langfristige Kooperationen mit KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen und vermittelt die dabei gewonnenen Erfahrungen ihren StudentInnen. Mit ihrer interaktiven Installation „Bird Song Diamond“ war sie zuletzt als Künstlerin beim Ars Electronica Festival 2017 im Deep Space 8K des Ars Electronica Center zu Gast.
OhlenschlägerKarin Ohlenschläger ist die künstlerische Leiterin von LABoral „Centro de Arte y Creación Industrial“ in Gijon/Spanien, Historikerin, Wissenschaftlerin und Kuratorin mit einem Fokus auf Medienkunst, Wissenschaft und Gegenwartskunst seit 1985. Sie leitete zahlreiche internationale Initiativen, war Vorsitzende des „Banquet Foundation of Art, Science, Technology and Society“ und Mitbegründerin des MediaLab in Madrid. Es ist nun das dritte Mal, dass sie Teil einer Prix-Ars-Electronica-Jury ist.
ThomasLubi Thomas arbeitet in den Bereichen der digitalen und neuen Medienkünste und hat dabei eine breite Palette an Ausstellungen, Projekten, Symposien, Residencies und Mentoring-/Bildungsprogramen realisiert. In ihrer Dissertation „Curating in Uncharted Territories“ an der QUT beschäftigte sie sich mit dem Kuratieren abseits traditioneller Kunsträume. Sie ist zum ersten Mal Jurorin beim Prix Ars Electronica.
Ebenso zum ersten Mal an Bord ist die slowenische Künstlerin, Kuratorin und wissenschaftliche Forscherin Maša Jazbec. Sie promovierte im Forschungsfeld der Human Informatics an der Universität Tsukuba (Virtual Reality Lab) und erwarb einen MA in interaktiver Kunst an der Kunstuniversität Linz im Studiengang Interface Cultures. Als Visiting Researcher arbeitete sie im Ishiguro Lab der ATR.
HatanakaEin weiterer Neuzugang als Juror ist Minoru Hatanaka, Chefkurator des NTT InterCommunication Center. Er war wesentlich an dem Entstehen der Galerie für Medienkunst in Tokio beteiligt, die im Jahr 1997 eröffnete. Minoru Hatanaka absolvierte das Department of Art Science an der Tama Art University und kuratierte seitdem zahlreiche Ausstellungen.

Nutzen Sie die Chance und reichen Sie noch bis 12. März 2018 (verlängerte Einreichfrist!) zum Prix Ars Electronica ein! Details und Einreichformular finden Sie auf www.aec.at/prix. Haben Sie eine spannende Medienkunstarbeit entdeckt, die eine Goldene Nica verdient hat, dann nominieren Sie sie einfach hier.

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