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Die Praxis von Kunst und WissenschaftProgramm

Ad Infinitum: a parasite that lives off human energy

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Credit: Arthur Silber

Patrick Baudisch (DE), Alexandra Ion (AT), Robert Kovacs (RS/HU), David Lindlbauer (AT), Pedro Lopes (PT)

Ad Infinitum: a parasite that lives off human energy ist eine parasitäres Wesen, das von menschlicher Energie lebt. Dieser Parasit kehrt die Dominanz des Menschen über Technologie um: Er drängt den Menschen von der Rolle der NutzerInnen in die Rolle der Benutzten.

Ad Infinitum heftet sich an neugierige BesucherInnen wie ein Parasit, sobald diese das Handstück der Kurbel greifen. Der Parasit hält deren Arm fest, indem es Manschetten aus Plexiglas absenkt, die gleichzeitig Elektroden am Arm anbringen. Die Armmuskeln werden mit kleinen elektrischen Impulsen stimuliert. Diese Impulse verursachen eine unfreiwillige Kontraktion der Muskeln und dadurch eine automatische Bewegung der Kurbel, welche kinetische Energie erzeugt. Der Parasit saugt diese Energie auf, um die Interagierenden weiterhin elektrisch zu stimulieren und Kurbelbewegungen zu erzeugen. Der einzig verbleibende Ausweg für die TeilnehmerInnen ist es, jemand Anderen dazu zu verleiten auf der gegenüberliegenden Seite der Maschine Platz zu nehmen.

Der Versuchsaufbau erinnert daran, dass am Scheitelpunkt von künstlich denkenden Maschinen nicht mehr allein die NutzerInnen stehen. Der Schock, den wir in unseren Muskeln spüren, verursacht eine unfreiwillige Geste, die unsere komplexe Beziehung zu ungeheuren uns umgebenden Technologien, anerkennt.

Credits

http://www.a-parasite.org

Vielen Dank an Astrid Thomschke

Unterstützt von Hasso Plattner Institute & VIDA16 Incentive Award