Aoife van Linden Tol (IE)

Aoife Van Linden Tol

Aoife van Linden Tol (IE) ist die Gewinnerin der ersten gemeinsamen Artist-Residency von Ars Electronica und der European Space Agency (ESA). Die irische Medienkünstlerin erhält damit die einmalige Chance, mit den WissenschaftlerInnen der ESA zusammenzuarbeiten und etwa die Landung der Rosetta-Sonde oder die ExoMars-Mission vor Ort im European Space Research and Technology Centre (ESTEC) in Noordwijk (Niederlande) live mit zu verfolgen. Im Anschluss an den Aufenthalt bei der ESA wird sie nach Linz reisen und hier einen ganzen Monat mit Teammitgliedern des Ars Electronica Futurelab an einem vom ESA-Besuch inspirierten Projekt arbeiten.

Aoife van Linden Tol entwickelt Installationen, inszeniert Performances, malt Bilder, schießt Fotos und dreht Filme. Und sie ist fasziniert von Explosionen – von deren ungeheurer Kraft und verheerenden Wirkung. Um die Residency bei der ESA und am Ars Electronica Futurelab bewarb sich Aoife van Linden Tol mit der Idee eines „Star Storm“. Im Mittelpunkt dabei stehen der Lebenszyklus und die physikalischen Eigenschaften von Sternen. Während ihres Aufenthalts bei der ESA möchte sie von den dort tätigen WissenschaftlerInnen mehr über Sterne erfahren und dies anschließend in eine „explosive Performance“ einfließen lassen. Der von ihr entfesselte „Star Storm“ soll geprägt sein vom steten Wechsel von Chaos und Ordnung, von meditativer Ruhe und energiegeladener Spannung, soll informativ sein und gleichzeitig starke Emotionen wecken.

Das Statement der Jury

„Aoife van Linden Tol ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die sich stets durch verschiedene wissenschaftliche Disziplinen wie zum Beispiel Chemie, Physik und Kosmologie inspirieren lässt. Durch das Medium von künstlerisch-gesteuerten Explosionen versucht Aoife van Linden Tol grundlegende Konzepte rund um Zeit und Materie sowie tiefgreifende menschliche Gefühle und Motivationen zu beschreiben und darzustellen. Ihre Arbeiten sind einerseits ruhig und poetisch, aber haben andererseits auch verherende Auswirkungen – sie sind energiegeladen. Für ZuschauerInnen und BesucherInnen schafft sie damit einzigartige Szenerien, die berühren und zum Nachdenken anregen. Indem die Künstlerin diese fundamentalen Fragen rund um Sterne, deren Entstehung und ihr Verhalten stellt, konnte sie die JurorInnen überzeugen. Sie ist genau die Richtige für diese erste einzigartige Möglichkeit einer Residency am Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrum. Ihre individuelle Herangehensweise zu diesen fundamentalen Fragen über die Entstehung unseres Universums und der künstlerische Einsatz von Explosionen in dieser ruhigen aber auch energievollen Art und Weise beeindruckte die Jury eindeutig.“

Ein erstes Statement von Aoife Van Linden Tol

„I am not sure what I am going to find at ESTEC, but stepping in to the unknown is something I love. Those working as ESTEC deal with the borders of human knowledge and I am fascinated by how we, as humans, are able to create precision instruments, in order to collect data, from simple but insanely accurate experiments, about the universe. How if we read the resulting data in the right way, natures patterns will revel themselves to us. It is incredibly exciting for me to think about researching and interacting with ESTEC community and am hoping to discover some beautiful insights to work with.  Futurelab will be time to knuckle down and do some experiments of my own with explosives and trigger systems and I am very much looking forward to doing with the support and expertise of the Ars Electronica team.“

Lesen Sie mehr dazu in einem Interview mit Aoife Van Linden Tol auf dem Ars Electronica Blog!