Quadrature (DE)

Quadrature

Jan Bernstein, Juliane Götz und Sebastian Neitsch (alle DE) bilden das KünstlerInnenkollektiv Quadrature und lernten sich an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale kennen. Nachdem sie ihre Ausbildungen abgeschlossen hatten, waren die KünstlerInnen unter anderem in Antwerpen, Linz, Valencia, Wien und Stuttgart tätig. Im Jahr 2009 arbeiteten sie erstmals zusammen und gründeten bei der Gelegenheit das Kollektiv Quadrature, in das jede/r spezifische Kompetenzen und Schwerpunkte einbringt. Im Fokus ihrer künstlerischen Projekte steht meist der Widerspruch zwischen Wissen und Begreifen.

Der Weltraum ist kein neues Thema für Quadrature, im Gegenteil: Eine ganze Reihe früherer Arbeiten widmete sich bereits den Methoden, mit denen wir Menschen den Weltraum erforschen. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Voyager“, bei dem die KünstlerInnen mittels eines sich langsam bewegenden Zeigers aus Metall sichtbar machten, auf welcher Flugbahn und wie schnell die Voyager-Sonden gerade unterwegs sind. Ein anderes Beispiel ist das Projekt „Satelliten“, für das Quadrature 2015 eine Anerkennung in der Interactive Art Kategorie des Prix Ars Electronica erhielt: „Satelliten“ ist eine Maschine, die Bewegungen und Positionen von Satelliten zeichnerisch dokumentiert. Als Zeichenunterlage dienen veraltete Landkarten der jeweiligen Region.

Satelliten

Das Statement der Jury

„Für Quadrature ist die Erforschung des Weltraumes nichts Neues, da sie sich bereits seit ihren früheren Arbeiten eingehend mit dieser Thematik beschäftigen. Die Arbeit „Voyager“ beispielsweise überträgt die Bewegungen der Voyager-Sonden in physische – kinetische Bewegungen zweier konstruierter Objekte auf der Erde. Ihr Ziel ist es, das Unsichtbares sichtbar zu machen. Dieser Ansatz ist für eine Residency bei der ESO besonders spannend. Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg dieser Residency, die am Schnittpunkt von Kunst und Wissenschaft angesiedelt ist, sind auch ihre bisherigen Erfahrungen und Praktiken als KünstlerInnenkollektiv. In ihrer Einreichung beschäftigen sie sich vor allem mit der Frage, wie einerseits das künstlerische Ergebnis der Residency in die Umgebung der Ars Electronica eingebettet und andererseits wie eine einzigartige Erfahrung für BesucherInnen geschaffen werden kann, wenn etwas sonst Unsichtbares (wie der Weltraum) wahrgenommen werden soll. Ihr bereits vorhandenes Wissen zu den technischen Möglichkeiten und den Technologien an den ESO-Standorten setzt den Rahmen für spannende Ergebnisse. Die MitgliederInnen der Jury sind deshalb überzeugt, dass die Residencies der drei KünstlerInnen bedeutendes künstlerisches Potenzial und Innovationskraft am Schnittpunkt von Kunst und Wissenschaft mit sich bringen.“

Weitere Impressionen und Interviews

Lesen Sie ein Interview mit den KünstlerInnen auf dem Ars Electronica Blog und begleiten Sie das KünstlerInnenkollektiv auf der Reise durch Chile in einem bilderreichen Feature!