Future Innovators Exhibit


DO 4.9. - MO 8.9.2014, 10:00 - 21:00
Akademisches Gymnasium, Neubau

Eine eigene Ausstellung im Akademischen Gymnasium widmet sich den Arbeiten und Projekten des Future Innovators Summit.

Lilytronica

Marinos Koutsomichalis (GR), Afroditi Psarra (GR), Maria Varela (GR)

Lilytronica kombiniert handgemachte elektronischer Stickereien mit experimentellen Sounds. Die Inspiration dazu speist sich aus griechischer Folkloretraditon, Popkultur und Do-it-yourself-Elektronik. Lilytronica beruht auf Liveimprovisation mit Synthesizern, Mikrokontrollern, Sensoren und Aktuatoren, die in ein Textilgewebe eingestickt sind. Die rohe Klangqualität und das empfindliche Wesen der elektronischen Zierkunst unterstreichen den Charakter des Handgemachten und Experimentellen zusätzlich. Ihren speziellen Reiz bezieht das Artefakt aus dem Widerspruch zwischen den sozusagen soften elektronischen Interfaces und den lauten, rauen Sounds, die sie erzeugen.

Oiko-nomic Threads

Afroditi Psarra (GR)

Oiko-nomic Threads ist ein interaktives System rund um eine umfunktionierte Strickmaschine, das einerseits den gängigen Arbeitsbegriff kommentiert und andererseits generatives textiles Werken ermöglicht. Die von der Maschine gestrickten Muster sind visualisierte Daten aus den Beständen des Leasingarbeitsunternehmens Manpower, die sich an alte griechische Motive anlehnen.

Credits: Daphne Dragona, Daphne Vitali, Tina Pandi (Curators), National Museum of Contemporary Art of Athens (EMST) and National Documentation Centre of Greece (EKT), Sandra Naumann (Curator), Transmediale 14, Goethe Institute, Katerina Gregos (Curator), Bozar Museum of Contemporary Art in Brussels

Divergence

Afroditi Psarra (GR)

Mit dem e-Textilprojekt Divergence hat sich Afroditi Psarra eine Antwort auf die Frage überlegt, wie wir die rund um uns unsichtbar wirkenden Kräfte leibhaftig erleben könnten. Die Antwort besteht in einem Detektor, der als Teil eines Kleidungsstücks elektromagnetische Felder aufspürt und sie durch Sound und Vibration anzeigt.

Credits: Divergence ist Teil des summer residency von Shulea Cheang kuratierten und von der Stadtwerkstatt organisierten Projekts The Soft, The Hard and The Wet.

Showreel

Harald Haraldsson (IS)

Harald Haraldsson ist ein in New York ansässiger visueller Künstler und Computerexperte, dessen Arbeiten von interaktiven Installationen über TV-Werbespots zu Musikvideos reichen. Der gebürtige Isländer hat ein Masterstudium am Tokyo Institute of Technology absolviert. Seine Projekte sind bei den isländischen Advertising Awards ausgezeichnet, für die isländischen Music Awards nominiert und in Galerien und Museen wie etwa dem CMoDA in Peking ausgestellt worden. Eine Auswahl seiner interessantesten Arbeiten ist in der Videokompilation Showreel zu sehen.

state of revolution

Agnes Aistleitner (AT)

Der 14minütige Videoclip state of revolution hält Agnes Aistleitners Suche nach den Spuren und Zeugnissen der beginnenden Revolution in Ägypten 2011 fest. Als Fremde versucht sie die laufende Entwicklung nachzuvollziehen und befragt Menschen auf der Straße und am Markt zu ihren Meinungen und Einschätzungen. Im Jänner 2012 organisierte die damals erst 19jährige junge Frau einen Runden Tisch im Österreichischen Kulturforum in Kairo, um mit einem Vertreter der österreichischen Botschaft, einem ägyptischen Politikwissenschafter und Studierenden der brennenden Frage nachzugehen: was kann der Westen für die Revolution tun?

Self Organizing Intelligent Network of UAVs (SINUS) Projects

Samira Hayat, Jürgen Scherer, Saeed Yahyanejad, Evsen Yanmaz

Ziel des Self Organizing Intelligent Network of UAVs (SINUS) Projects ist die Entwicklung eines robusten und zuverlässigen Kommunikationssystems mit unbemannten Luftfahrzeugen für den Katastrophenfall unter anderem für das rasche Orten von Opfern.

Touchy

Eric Siu (HK)

Eine tatsächlich menschliche Kamera, die ihren menschlichen Träger bzw. ihre Trägerin in eine funktionierenden Fotoapparat verwandelt: das ist Touchy. Sie verdunkelt den Blick ihrer AnwenderInnen solange, bis diese berührt werden. Erst dann öffnet sich die Blende. Bei mehr als 10 Sekunden körperlichem Kontakt macht die Kamera ein Foto, das auf dem LCD-Bildschirm des Geräts zu sehen ist.

The Mi.Mu Gloves

Kelly Snook (UK)

Ein leistungsfähiges Team von MusikerInnen, KünstlerInnen, WissenschafterInnen und TechnikerInnen steckt hinter Mi.Mu, einem Non-Profit-Start-Up-Unternehmen. Es entwickelt und produziert völlig neue Wearables zum Komponieren und Musizieren. Der musikalische Handschuh ist nichts weniger als die elegante Fusion von herkömmlicher Kleidung mit Motion-Tracking-Technologie und Algorithmen. In Verbindung mit Gestendetektion und Mapping Software bietet Mi.Mu einen neuen Weg, Musik und Bilder durch intuitive Bewegungen zu steuern.

UrbanArmor

Kathleen McDermott (US/HK)

Urban Armor ist eine bis dato aus drei Teilen bestehende Kollektion tragbarer Elektronik. Sie erlaubt es Frauen, Souveränität über ihren persönlichen und über den öffentlichen Raum zu erlangen. Wie das geht, vermitteln die Anleitungen auf der begleitenden Website.
The Personal Space Dress ist ein Kleidungsstück mit Warn- und Schutzfunktion für den Fall, dass jemand – oder etwas – der Trägerin zu nahe kommt. Bei Bedarf dehnt sich das Kleid dank eingebauter Servomotoren einfach aus und verteidigt das Anrecht auf Bewegungsfreiheit. The AutoFilter schützt hingegen vor Luftverschmutzung, indem der robotische Schal das Gesicht seiner Besitzerin bei Smog abdeckt. Miss-My-Face wiederum schützt in Gestalt eines Huts mit Schleier vor Überwachungskameras, die von der Applikation automatisch erkannt werden.

Broad Street Maps

Anna Clements (US), Hannah Judge (US)

Broad Street Maps erleichtert Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesen wichtige Entscheidungen, indem es dynamische Karten bereitstellt, die auf leicht verständliche Weise die wesentlichen soziogeografischen Faktoren und Rahmenbedingungen veranschaulichen. Dieses wertvolle Werkzeug ist jedoch nicht nur für die EntscheidungsträgerInnen in den Verwaltungsbüros gedacht, sondern auch für SozialarbeiterInnen im täglichen praktischen Einsatz.

Orthogonal/Diagonal

Nova Jiang (NZ)

Mit Orthogonal/Diagonal stellt Nova Jiang exemplarisch acht lediglich regional in Asien verbreitete Varianten des westlichen Schachspiels vor und lädt die BesucherInnen ein, sie auszuprobieren.
Dabei behandelt die Künstlerin die Spielversionen als skulpturales Ensemble verwandter Formen und interessiert sich sowohl für die Neugestaltung der Spieloberflächen wie auch der ihnen zu Grunde liegenden Spielsysteme.

Daily tous les jours

Melissa Mongiat (CA), Mouna Andraos (CA)

Daily tous les jours ist ein Studio für Interaktionsdesign mit einem Herz für Partizipation. Menschen zu ermutigen, einen Platz in den Geschichten zu finden, die rund um sie geschehen und geschrieben werden – das ist das Credo von Melissa Mongiat und Mouna Andraos. Dazu ersinnen sie große und ganz kleine Interventionen und Projekte, in denen das Publikum bzw. die Öffentlichkeit stets eingeladen ist, mitzuspielen und mitzugestalten.

Lapillus Bug

Kono Michinari (JP), Takayuki Hoshi (JP), Yasuaki Kakehi (JP)

Der winzige Lapillus Bug ist ein atomares Insekt, der sich über einen Frühstücksteller hermacht. Das Wesen aus Polystyrenpartikeln ähnelt einer Fruchtfliege, spielt gerne mit Menschen und reagiert sowohl auf Licht wie auch auf Objekte. Dank akustischer Levitation kann es sogar schweben. Dabei sind ultratiefe Frequenzen außerhalb des menschlichen Hörbereichs im Spiel. Sie erzeugen stehende Wellen, an deren Schnittpunkte der Lapillus Bug in der Luft gefangen ist. Michinari, Hoshi und Kakehi ist es mit dieser Arbeit darum gegangen, ein unbelebtes Objekt durch äußere Kräfte sozusagen zu beseelen und seine verborgen gewesenen spirituellen Eigenschaften sichtbar zu machen.

Braun Tube Jazz Band

Ei Wada (JP)

Am Anfang stand ein überaus produktiver Fehler. Als der japanische Künstler und Musiker Ei Wada versehentlich ein Soundkabel an einen Videoport anschloss, verwandelte sich Sound in ein Bild. Wada nutzte die Gunst des Augenblicks, zeichnete das Bild per Kamera auf und spielte es erneut als Audiosignal ab. Dieser Technik bedient sich Wadas Braun Tube Jazz Band, ein Ensemble angejahrter Röhrenfernseher Marke Braun, die der Maestro mit Videorekordern kombiniert, die ihrerseits an einen PC angeschlossen sind. Die Jazz Band legt los, wenn die Fernsehröhren perkussiv angeschlagen werden, und verblüfft mit einem kräftigen archaisch-elektronischen Sound, der an ein Theremin erinnert.

BlindMaps

Markus Schmeiduch (AT), Andrew Spitz (FR), Ruben van der Vleuten (NL)

Das Forschungsprojekt BlindMaps widmet sich der Frage, welche Navigationshilfen den Aufenthalt in fremden Städten für blinde Menschen maßgeblich leichter und sicherer machen könnten. Die Antwort: kein System mit Stimmführung, sondern eines mit Brailleschriftfähige Touchscreen, das sich auf gängige Onlinekarten und die Möglichkeiten des Smartphone stützt. Schmeiduch, Spitz und van der Vleuten ist für ihren vielversprechenden Ansatz der [the next idea] voestalpine Art and Technology Grant zugesprochen worden, der mit einem dreimonatigen Aufenthalt im Ars Electronica Futurelab verbunden ist.

Looks Like Music

Yuri Suzuki (JP)

Wie sich Musik visualisieren lässt, ist eine von Ars Electronica oft gestellte Frage. Eine weitere reizvolle Antwort gibt Yuri Suzuki mit der Installation Looks Like Music, die an seine akustische Arbeit Colour Chaser anschließt. Zu erleben ist ein kleiner Roboter, der entlang einer schwarzen Linie seinen Kurs auf einer Papierfläche fährt. ??Quert er dabei einen bunten Strich, übersetzt er diese visuelle Informationen in einen Klang. Um ihn zu beschäftigen und damit simultan ein großformatiges Bild sowie ein Soundstück zu schaffen, sind die BesucherInnen eingeladen, das bestehende Liniengeflecht mit bunten Stiften zu erweitern.

Production: Yuri Suzuki, Mark McKeague, Joseph Pleass
Programming: Mark McKeague
Design Assistance: Joseph Pleass
PCB Development: Stefan Dzisiewski-Smith

Skeletonics

Reyes Tatsuru Shiroku (JP), Tomohiro Aka (JP), Keiju Nakano (JP)

Eines Super- oder Spiderman würdig, verstärkt der Skeletonics-Anzug ohne jede externe Energiequelle die von Armen und Beinen ausgeführten Aktionen seines Trägers bzw. seiner Trägerin und ermöglicht Bewegungen in einer Dynamik, zu der die Extremitäten des menschlichen Körpers sonst nicht im Stand sind.

Nonfacial Mirror

Shinseungback Kimyonghun (Featured Artist/ KR)

The mirror avoids faces. One can look at his/her face in the mirror only when it’s a nonface.

iPhone Quick-Draw System

Shota Mori (JP)

Draw! The iPhone Quick-Draw System that the Japan Media Arts Festival is presenting in the Future Innovators Exhibit will add a whiff of the Wild West to the high-gloss world of modern media. Inspired by the ingenious pistol delivery contraption used by Robert De Niro’s unforgettable character in Taxi Driver, Mori’s system is a holster that instantaneously slides an iPhone out of your sleeve and into your hand. This is a spectacular gesture that’s made a big splash, thanks to the object itself as well as the accompanying video.

Landscape Abbreviated

Nova Jiang (NZ), Terrasse

Die dynamische Erfahrung eines Raums mit einfachen Mitteln wieder unvorhersehbar zu machen, ist eines der künstlerischen Interessen von Nova Jiang. Ein anderes gilt der Idee des Labyrinths. Die hat nicht nur in der Architektur ihre Spuren hinterlassen, sondern unter anderem auch LiteratInnen, SoftwareschreiberInnen, SpielegestalterInnen und LandschaftsgärtnerInnen beflügelt. Jiangs kinetisches Labyrinth Landscape Abbreviated versteht sich als verknappte Zusammenfassung der verschiedenen Ausformungen dieser Ideen. Sie vermittelt jedem und jeder Einzelnen eine potenziell einzigartige Erfahrung beim Durchschreiten der Installation. Die Anlage besteht aus Bauteilen, auf denen sich Blumenkübeln mit Moos drehen. Moos, das die Künstlerin auf Gehsteigen, feuchten Hausfassaden und U-Bahn-Schachtgittern in New York gesammelt hat. Von Software gesteuert, verändern die Kübel unablässig ihre Position. Dadurch öffnen und schließen sich immer wieder neue Wege durch das Labyrinth.

Tudlo App

Kathleen McDermott (US/HK)

Excalibur

Ivan Klimek (SK)

RootIO

Jude Mukundane (UG)

Gradberry

Syed Ahmed (PK)

Momentum

Angela Oguntala (US)

Youth Ki Awaaz

Anshul Tewari (IN)

Collective Music Experiment

Fermín Serrano Sanz (ES)

FoodRing

Oscar Ekponimo (NG)

IdeaLab@CERN

Tuuli Utriainen (FI)

LeNi

Ingenieure ohne Grenzen (AT)

Das Unterfangen LeNi – abgeleitet vom Namen der Stadt Leòn in Nicaragua – besteht im Bau menschenwürdiger Häuser für alleinerziehende Frauen und ihr Kinder in den Elendsvierteln der Stadt Leòn in Nicaragua. Deren Behausungen aus Baumstämmen und Plastikplanen bieten vor allem während der Regenzeit kaum Schutz. Kochstelle, WC und Dusche befinden sich meist unter einer notdürftigen Dachkonstruktion im Freien. Die Grazer Regionalgruppe von Ingenieure ohne Grenzen hat sich die Konstruktion von drei Prototpyen eines Hauses vorgenommen, das später in Leòn unter Verwendung landesüblicher Baumaterialien in den Serienbau gehen soll. 20.000 Menschen sollen so nach und nach ein richtiges Dach über dem Kopf bekommen und von einer nachhaltiger Energie- und Wasserversorgung profitieren.


Alle Informationen zum Future Innovators Summit, der von 4. bis 7.9.2014 in Linz stattfindet, finden Sie auf www.aec.at/c/future-innovators-summit!

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