Seitenbereiche:

The Alchemists of Art and Science

ghost_cell_2

Credit: Ghost Cell / Antoine Delacharlery

In unserer nicht nur geographisch und ökonomisch sondern auch intellektuell globalisierten Welt, steigt das Interesse an interdiziplinären Kooperationen stetig an. Der Austausch und die Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft, von Kreativität und Technologie inspiriert  immer mehr KünstlerInnen. Aus unterschiedlichen Motivlagen machen sie sich auf, um diese Territorien zu erkunden. Sie sind auf der Suche nach neuen Inspirationen und wollen ihre künstlerische Arbeit auch über den Kunstbereich hinaus zur Wirkung bringen. Oft folgen sie dabei Pfaden, die schon vor langer Zeit gelegt worden sind.

Die stark gestiegene Bereitschaft zur interdisziplinären Kooperation, wird nicht nur von WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen gelebt – sondern immer mehr auch von  Institutionen. So stehen im Rahmen des EU-geförderten Projekts EDASN (European Digital Art and Science Network) nach CERN und ESO nun auch Forschungseinrichtungen der ESA für Artists in Residence offen. Im Netzwerk mit vielen anderen europäischen aber auch internationalen Kultureinrichtungen werden nicht nur die Ergebnisse dieser Artist in Residence Programme gezeigt, sondern auch eine Ausstellungsreihe, die sich der Präsentation spannender, innovativer Projekte and der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft widmet. Neue Methoden der Fabrication und des 3D-Drucks, Konzepte des Rapid Prototyping, Arbeiten aus dem Bereich der 3D-Animation und künstlerische Strategien zur Visualisierung wissenschaftlicher Daten: die Ausstellungen decken ein breites Feld oft noch prototypischer Ansätze ab. The Alchemists of Art and Science ist die zweite Edition dieser Reihe, und zeigt spekulative Visionen der Zukunft, die aus der Verschmelzung künstlerisch-wissenschaftlicher Ansätze entstehen: neben Wearables, die die kosmische Strahlung in unserem Umfeld messen, aus Pilzen gewachsener Kleidung und einer 3D-gedruckten Lampe, die mit Hilfe einer App und einem Laserscanner im eigenen Wohnzimmer kreiert wird, sind auch tragbare Geräte zur Reduktion des eigenen CO2-Verbrauchs oder Konzepte interaktiver Windschutzscheiben zu sehen.

Merken

Merken

Merken

Exponate

RoBoHoN_tom mesic_590x350

RoBoHoN

Er ist nur 19,5 Zentimeter groß und wiegt gerade mal 390 Gramm: RoBoHoN, das erste mobile Roboterhandy der Welt. Der weltweit bekannte Roboterentwickler Tomotaka Takahashi, CEO der Firma Robot Garage und Professor an der Universität Tokio, kreierte ihn in Zusammenarbeit mit SHARP.

Weiterlesen RoBoHoN
Interface I_tom mesic

Interface I Doku

Interface I zeigt in Reinkultur, was so unterschiedliche Fachleute wie BiologInnen oder PolitikstrategInnen zu verstehen versuchen: wie sich komplexe Systeme gegenseitig beeinflussen und aufeinander einzustellen versuchen. Ralf Baecker veranschaulicht dies mit der Interaktion zweier Systeme aus Motoren, Draht und elastischem Band.

Weiterlesen Interface I Doku
Single Stroke Structures_Yasuaki Kakehi und Takahiro Hasegawa_590x350

Single Stroke Structures

Zum Zeitalter der Mobilität gehören auch Verkehrschaos und Übervölkerung. Dieses Projekt will die Lebensqualität in überfüllten Städten steigern. Ein portables Werkzeug, durch das man seinen eigenen Raum schaffen kann, soll dafür sorgen.

Weiterlesen Single Stroke Structures
Florence_Helene Steiner_350x590

Florence

Wir sind es gewohnt, uns „Natur“ und „Technik“ als Gegensätze vorzustellen. Helene Steiner und ihre KollegInnen im Forschungsprogramm Studio99 bahnen die Auflösung dieses Gegensatzes durch die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache von Menschen und Pflanzen an.

Weiterlesen Florence
floraform_590x350

Floraform

Floraform ist ein von der Biomechanik des Blätter- und Blütenwachstums inspiriertes Generatives Gestaltungssystem, das die Entwicklung von Oberflächen durch Differenzialwachstum erforscht. Die KünstlerInnen haben dafür eine Simulation einer differenziell wachsenden elastischen Oberfläche entwickelt, die als digitaler Garten fungiert.

Weiterlesen Floraform
MycoTEX_NEFFA_590x350

MycoTex – Neffa

Myzel heißen die fadenförmigen Zellen der Pilze. In der Natur können sie sich unterirdisch zu quadratkilometergroßen Geflechten von feinster Beschaffenheit und hoher Lebensdauer verbinden – Eigenschaften, die Textildesignerin Aniela Hoitink in ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit an neuartigen Geweben aus reinem Myzel nutzt.

Weiterlesen MycoTex – Neffa
beyond

Beyond Prototyping

Ein Lichtspiel unter Mitwirkung eines 3-D-Druckers (Highlight), ein codierter Ring (Ciphering) und eine Tischgravur, die einen Ort mit besonderer persönlicher Bedeutung in einem abstrakten Straßennetzwerk lokalisiert (Locatable) – das sind drei bespielhafte, ja prototypische Beispiele für Industriedesign 4.0.

Weiterlesen Beyond Prototyping
Can you hear me_590x350

„Can you hear me?“

Edward Snowdens Enthüllungen ließen Berlins Regierungsviertel als einen jener Spots in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten, die von Geheimdiensten lückenlos überwacht und ausspioniert werden. Genau hier wollten Christoph Wachter und Mathias Jud deshalb auch mit einer temporären Installation nach Macht und Machtlosigkeit im digitalen Zeitalter fragen.

Weiterlesen „Can you hear me?“
Anarchive˚6_Florian Voggeneder_590x350

Anarchive˚6

Anarchive ist eine Serie interaktiver Multimediaprojekte, mit deren Hilfe man die Werke einzelner KünstlerInnen erkunden kann. Masaki Fujihata ist der sechste Künstler in der Reihe, die 1999 mit Antoni Muntada begann. Anarchive˚6 ist ein Buch, das fast alle Werke von Masaki Fujihata enthält, die zwischen 1972 und 2016 entstanden sind.

Weiterlesen Anarchive˚6
Spiritum_590x350

CIID-Showcase

Ausgewählte Arbeiten des CIID Copenhagen Institute of Interaction Design.

Weiterlesen CIID-Showcase
Obscurity-Mugshot.com-N1-frontal

Obscurity

Für Obscurity hat Paolo Cirio die Daten von über 15 Millionen US-Häftlingen von verschiedenen mugshot-Websites geklont. Ein Algorithmus machte die Polizeifotos unkenntlich und brachte die Namen systematisch durcheinander. Andere Merkmale – wie Alter, Straftat und Haftdauer– blieben unverändert.

Weiterlesen Obscurity