Kreative Robotik

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Die Idee der Industrie 4.0 – also die Vernetzung aller an Produktionsprozessen beteiligten Maschinen, Infrastrukturen und Menschen – prägt derzeit unsere Vorstellung von einem Leben mit Robotern. Die Automatisierung soll einerseits Fertigungsprozesse erleichtern und unseren Alltag einfacher gestalten, andererseits ruft der rasante Fortschritt Unbehagen und Unsicherheit angesichts des Überhandnehmens maschineller Einflüsse auf unsere Umwelt hervor.
Abseits ihrer industriellen Anwendung werden die Maschinen jedoch von einer Generation kreativer Köpfe aus Architektur, Kunst und Design für völlig andere Fragestellungen zweckentfremdet, die die Möglichkeiten von Kooperation und alternativer Verwendung betonen: Können mit Industrierobotern spannende Formen im Modedesign kreiert oder filigrane Objekte aus Ton produziert werden? Wie sieht eine Brücke aus, die aus robotergeformten Modulen besteht? Wird unser öffentlicher Raum in Zukunft von intelligenten robotisch-architektonischen Strukturen, die sich an unsere Bedürfnisse anpassen, durchzogen sein?

Die Ausstellung „Kreative Robotik“ verfolgt einmal mehr, wie Industrieroboter außerhalb ihrer ursprünglichen Verwendung in der Massenfertigung zum Medium des künstlerischen und kreativen Ausdrucks und zum Katalysator für die Umsetzung innovativer Ideen und die Gestaltung von Zukunftsvisionen werden. Gemeinsam mit renommierten Partnern erforschen wir Anwendungsfelder der industriellen Robotertechnologien jenseits großer Fabrikhallen.

In Kooperation mit KUKA, Labor für kreative Robotik, Studiengang Fashion und Technology der Kunstuniversität Linz, Institut für Robotik der JKU, Institute for Computational Design and Construction (ICD), University of Stuttgart, Centre for IT and Architecture (CITA) in Kopenhagen, Co-de-iT in Turin, Nico Rayf @ Tree of Motion in Kooperation mit Angewandte Robotics Lab und Holztechnologie der Universität für Angewandte Kunst in Wien.

Präsentationszeiten in der Ausstellung „Kreative Robotik“: DI–SO, 16:15-16:45

Exponate

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[proteus]

„[proteus]“ ist der erste Prototyp einer analogen interaktiven Anzeige. Bei diesem Experiment werden Ferrofluide – Flüssigkeiten, die auf magnetische Felder reagieren, ohne zu verfestigen, und die dabei oft interessante dreidimensionale Strukturen bilden – sowohl durch elektromagnetische Signale als auch durch eine Roboterschnittstelle gesteuert.

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BranchBoarding

2010 war die Idee entstanden, Skateboard- oder Longboardachsen mit Rädern auf einen Ast zu montieren, um auf ihm zu fahren. In den folgenden Jahren experimentierte Nico Rayf mit verschiedenen Baum- und Holztypen und unterschiedlichen Fahrweisen.

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A Bridge Too Far

„A Bridge Too Far“ ist eine Brücke, die mit genau diesem Verfahren hergestellt wurde. Die 3,5 m lange Brücke hat eine Materialstärke von lediglich 0,5 mm, kann dabei aber ein Gewicht von bis zu 100 kg tragen. Dies ist nur aufgrund der Verformungen in und zwischen den oberen und unteren Blechplatten möglich.

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Roboterzelle

Beim Projekt „Roboterzelle“ wird unter anderem die Feinmotorik von Roboterarmen erforscht. Durch eine Kombination von sensiblen Greifarmen und einer intelligenten Wahrnehmung lösen zwei Industrieroboter einen Zauberwürfel (Rubik’s Cube) innerhalb kürzester Zeit, und zwar mit der Mindestanzahl an Drehungen.

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FaR – Fashion and Robotics

Die Künstlerin Anna Piecek arbeitet in ihrem Projekt auf neue, innovative Weise mit Textilien, indem sie Volumen und Formen in Stoffe integriert, die im Stoffdesign durch herkömmliche Herstellungsprozesse bisher nicht umgesetzt werden konnten.

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Cyber Physical Macro Material

Das Projekt „Cyber Physical Macro Material“ beschäftigt sich mit einer Vision für eine dynamische und intelligente Architektur für den öffentlichen Raum. Konkret geht es um eine agile und rekonfigurierbare Überdachung, die aus einer Kombination verschiedener Roboterkonstruktionen mit einem programmierbaren digitalen Baumaterial besteht.

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inFORMed Clay Matter

Im Mittelpunkt steht die Erforschung von additiven Herstellungsprozessen. Es geht um die Frage, wie sich das Material während der Fertigung verhält. Die ausgestellten Keramikobjekte entstehen mithilfe eines Roboterarms mit einem maßgeschneiderten Werkzeug für die Abscheidung von Ton und anderen pastösen Materialien.

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