GET INSPIRED

Get inspired
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Zukunftsprojekte zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft
DI 9.5.2017, 17:30–21:00, Ars Electronica Center
Eintritt frei!
Reservierungen unter 0732.7272.51 oder center@aec.at empfohlen

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Alle Welt forciert Innovation. Alle Welt will Innovation. Das Problem dabei: Innovation ist nicht planbar und noch weniger vorhersehbar. Innovation ist kein linearer Prozess. Bestes Beispiel: das iPhone. Als Steve Jobs vor ziemlich genau zehn Jahren antrat, um damit „Geschichte zu schreiben“, kostete das den ExpertInnen und Branchengrößen nur ein Lächeln – dieses iPhone würde ein Reinfall werden. Tja, weit gefehlt.

Wenngleich Zukunftsprognosen also schwierig bis unmöglich sind, bilden Forschung und Entwicklung klarerweise die Voraussetzung für jede Innovation. Doch selbst dann heißt das noch immer nicht, dass deren Innovationspotential auch wirklich in Wirtschaft und Industrie ankommen. Genau das gelingt in Oberösterreich und Linz aber gleich mit einer ganzen Reihe von Projekten. Unter dem Motto „GET INSPIRED – Zukunftsprojekte zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft“ rückt das Ars Electronica einige davon ins Rampenlicht.

Get-together im Ars Electronica Center

Gemeinsam mit der Jungen Wirtschaft Linz veranstaltet Ars Electronica am 9. Mai 2017 zwischen 17:30 und 21:00 ein Get-together, bei dem es neben inspirierenden Kurzpräsentationen und einem abschließenden Diskussionsforum die Möglichkeit gibt, sich zu vernetzen. Als Medienpartner sind die Oberösterreichischen Nachrichten mit dabei.

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Programmüberblick

Ab 17:30
Hands-on im Foyer

  • Fokusführung zur Ausstellung SPARKS: Künstlerische Visionen für Gesundheit und Medizin mit Maria Pfeifer (Ars Electronica Futurelab)
  • Außerdem: der Robot Cozmo, der tobii Eyetracker, Brain-Computer Interface von g.tec, die HoloLens von Microsoft, My Esel und der Pixelrunner
18:00-18:30
Session 1 / Deep Space 8K

  • Doris Lang-Mayerhofer (Stadträtin für Kultur, Tourismus und Kreativwirtschaft und Aufsichtsratsvorsitzende der Ars Electronica Linz GmbH)
  • Rainer Kargel (Pixelrunner)
  • Christoph Kremer (Ars Electronica Center)
  • Franz Fellner (Zentrales Radiologie Institut, Kepler Uniklinikum)
  • Ute Ploier (Fashion & Technology, Kunstuniversität Linz)
  • Jeremiah Diephuis (Research Group Playful Interactive Environments, FH Hagenberg)
  • Johannes Braumann (Roboterlabor, Kunstuniversität Linz)
19:00-19:30
Session 2 / Deep Space 8K

20:00-20:45 Session 3 / Deep Space 8K

Programmdetails

Session 1 / 18:00-18:30, Deep Space 8K

Rainer Kargel: Der Pixelrunner – oder die Landschaft ist zum Bedrucken da! Pixelrunner
Der Pixelrunner ist der erste selbststeuernde Large Area Landscape Printer – oder auf Deutsch: der erste Landschaftsdrucker der Welt. Betankt mit biologisch abbaubaren Farben, druckt der Pixelrunner riesige Bilder auf Straßen, Wiesen oder was auch immer. In einer noch nie dagewesenen Qualität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz.

Christoph Kremer: Die Zukunftswerkstatt oder neue Technologien und neue Berufsbilder Zukunftswerkstatt
Die Zukunftswerkstatt ist ein Pilotprojekt für junge Erwachsene, die eine Maßnahme des AMS absolvieren. Grundgedanke dabei ist, dass die Mädchen und Burschen neue Technologien und damit verbundene Berufsbilder kennen lernen sollen. Zeit dafür haben sie stets eine ganze Woche, die sie im Ars Electronica Center verbringen.

Franz Fellner: Cinematic Rendering im Anatomiesaal der Zukunft Cinematic Rendering
Reisen Sie in den menschlichen Körper – durch die Poren unserer Haut zu den Blutgefäßen, den Knochen und Organen. Ihr Reiseleiter ist Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Fellner, der das Zentrale Radiologie Institut am Kepler Universitätsklinikum Linz leitet und mit „Cinematic Rendering“ von Siemens Healthineers den Deep Space 8K im Ars Electronica Center in einen „Anatomiesaal der Zukunft“ verwandelt.

Ute Ploier: Fashion & Technology Fashion and Technology
Auch die Welt der Mode befindet sich im Umbruch und muss sich neuen – gesellschaftlichen und ökologischen – Fragen stellen. „Fashion & Technology“ begreift Technologie als Katalysator für innovative und nachhaltige Designlösungen und alternative ästhetische Konzepte im Zeichen der Toleranz.

Jeremiah Diephuis: Gamedesign Game Design
Zwei 16 mal 9 Meter große Projektionen auf Wand und Boden und ein ausgeklügeltes Laser-Tracking zur Personen-Ortung machen den begehbaren Deep Space 8K zu einem einzigartigen Erlebnisraum. Was man als Game Designer damit alles anstellen kann, zeigt Jeremiah Diephuis von der FH OÖ.

Johannes Braumann: Was Roboter abseits des Fließbands noch alles können Hack the Robot
Wenn wir an Roboter denken, fallen uns entweder Hollywood oder Fabrikshallen ein. Tatsächlich zählt die Robotik heute zu den innovativsten und dynamischsten Bereichen überhaupt. Johannes Braumann vom Roboterlabor der Kunstuniversität Linz befasst sich damit, was Roboter vor allem auch für KMUs und die Kreativindustrie leisten könn(t)en.

Session 2 / 19:00-19:30, Deep Space 8K

Horst Hörtner: Die SPAXELS – oder die Geschichte einer Idee Spaxels
Sie fliegen und begeistern überall auf der Welt. Die SPAXELS, die „Space Pixels“, aus Linz. Horst Hörtner leitet das Ars Electronica Futurelab und erzählt wie das alles begann, und wie es kam, dass eine Idee aus Linz dazu führte, dass in China 1000 Drohnen abhoben. Und er erzählt, warum es trotzdem die 100 Drohnen aus Linz sind, die im September dieses Jahres beim größten Rockfestival der Welt abheben werden…

Nina Fuchs: Zündende Ideen sind uns lieber als ZigarettenTabakfabrik
Einst wurde in der „Tschickbude“ die Zigarettensorte Smart produziert, heute ist hier eine Smart Factory der kreativen Industrien zuhause. Zündende Ideen von rund 100 Start-up-Unternehmen, Bildungs- oder Kultureinrichtungen und Medienagenturen befeuern hier die Produktion. Als kollaborativer Konzern erforscht die Tabakfabrik neue Arbeitswelten, die dem Paradigmenwechsel der digitalen Revolution gerecht werden.

Ruth Arrich-Deinhammer und Werner Arrich: „CAP.fabricc“ – die Innovationswerkstätte mitten in Linz CAP FutureIm Magazin 3 der Tabakfabrik Linz entsteht ab Frühjahr 2018 auf 1800 Quadratmetern eine Werkstätte mit modernster Ausstattung, die öffentlich zugänglich ist. Bei der Innovationswerkstätte der CAP.future handelt es sich um den  ersten Makerspace Oberösterreichs und den ersten interdisziplinären seiner Art in ganz Österreich.

startup300 AG: factory300 oder ein neuer Hub für Startups in der Tschickbude startup300
Die startup300 AG ist ein Business Angel Netzwerk mit über 110 Members und derzeit rund 30 Beteiligungen in Technologie-Startups. Mit der factory300 wird ab Juni ein Hub in der Tabakfabrik Linz eröffnen, der umfassenden Zugang zum Startup-Ecosystem eröffnet – Stichwort Events, Workshops, Network, Consulting, Working. Mit capital300 wird zudem ein privater Risikokapitalfonds seinen Sitz dort haben.

Jakob Schmied: Bernstein Innovation BernsteinBernstein Innovation ist ein in Europa führender Anbieter im Bereich des Selektiven Laser Sinterns (SLS). Das noch junge Unternehmen von Klaus und Jakob Schmied hat seinen Sitz in Linz und fertigt vollfunktionelle und -funktionale Bauteile für industrielle Anwendungen sowie die Entwicklung von 3D-gedruckten Consumer-Produkten. Schicht für Schicht zum Erfolg lautet das Motto.

Harald Moser: Brandlands & Exhibitions – Welcome to Space Raumschiff ErdeArs Electronica Solutions konzipiert und realisiert unter anderem medienbasierte Ausstellungen, interaktive Installationen und partizipative Formate für unterschiedliche Kommunikationszwecke und Einsatzszenarien. Harald Moser präsentiert ein nagelneues interaktives Brandland für einen österreichischen Leitbetrieb sowie eine Ausstellung zum Thema Erdbeobachtung für die European Space Agency.

Josephine Karner: Microsoft Österreich
microsoft.com

Marc Streit: Daten sehen – Krebs verstehen Next Generation JKU
Next Generation JKU“ ist eine von Alois Ferscha (Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät an der JKU) initiierte Vortragsserie mit herausragenden jungen WissenschaftlerInnen. Einer von ihnen ist Marc Streit, der mit seinem Team bahnbrechende Analyse- und Visualisierungsverfahren entwickelt hat, um große Datenmengen nach Mustern und Zusammenhängen zu durchforsten.

Session 3 / 20:00-20:45, Deep Space 8K

Christoph Guger: g.tec g.tec
g.tec medical engineering entwickelt und fertigt preisgekrönte Hard- und Software zur Biosignalverarbeitung. Die Entwicklungen von g.tec erlauben es schwer beeinträchtigte Menschen wieder zu kommunizieren und/oder kommen bei der Rehabilitation von Menschen nach Schlaganfällen oder bei der Diagnose von PatientInnen im Koma zum Einsatz.

Christoph Fraundorfer: Mein Esel ist ein Fahrrad aus Holz My Esel
Holz ist genial. Es dämpft Vibrationen, hat eine hohe Steifigkeit und ist ein nachwachsender Rohstoff. Alles in allem ist Holz bestens geeignet, um daraus Fahrräder herzustellen. Dachte sich Christoph Fraundorfer. Das Ergebnis ist ein „Holzesel nach Maß“, gefertigt in Österreich.

Christopher Lindinger: Ars Electronica Futurelab
aec.at/futurelab

Gerfried Stocker: Artificial Intelligence – das Ziel unserer Träume oder der Anfang vom Ende? AI
Gigantischer Jobkiller? Gar der nächste Schritt in der Evolution, durch den uns die Technologie endgültig den Rang abläuft? Oder doch heilbringende Systeme, die neue Medikamente für uns entwickeln und uns operieren, die unser Kapital anlegen und vermehren? Von Deep Learning und selbstlernenden neuronalen Netze über autonome mobile Roboter bis zu smarten digitalen Assistenten – Artificial Intelligence hat viele Gesichter, die allesamt an- und aufregen, Hoffnungen wecken und Ängste hervorrufen. 2017 widmet sich die Ars Electronica der „Artificial Intelligence“ und dabei vor allem ihren kulturellen, psychologischen, philosophischen und spirituellen Aspekten. Aus der Perspektive eines Festivals für Kunst, Technologie und Gesellschaft interessiert sich Ars Electronica für die Visionen, Erwartungen und Befürchtungen, die wir mit der Vorstellung einer künftigen, umfassenden Artificial Intelligence verbinden.

Panel: Wissenschaft, Technologie und Kunst – eine Zukunftsstrategie auch für OÖ? STARTS Prize
Innovation ist viel mehr als nur eine gute Idee. Innovation entsteht erst dann, wenn aus einer Idee ein neues Verfahren oder ein neues Produkt wird, das die Dinge verändert. Das kann etwas gänzlich Neues sein oder aber etwas Bestehendes, das plötzlich in einem völlig anderen Zusammenhang auftaucht und quasi zweckentfremdet zum Einsatz kommt. Der Erfolg einer Innovation hängt dabei nicht von ihrer technischen Brillanz oder Sinnhaftigkeit ab, sondern davon, ob sie unsere Emotionen und Bedürfnisse anspricht. Erst dann ist ihre ökonomische Verwertbarkeit gegeben.

Innovation kann zu einem Haupttreiber einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft werden. Um sie zu fördern, gewinnt zunehmend jene Kreativität an Bedeutung, wie sie vor allem der Kunst innewohnt. Letztere ist nämlich ein wichtiger Katalysator, der technisch-wissenschaftliche Errungenschaften einer breiten Öffentlichkeit sicht- bzw. begreifbar macht. Oft kommen dadurch erst jene Prozesse in Gang, aus denen innovative Produkte und Dienstleistungen hervorgehen. Um genau diese Dynamik im Schnittfeld von Wissenschaft, Technologie und Kunst zu verstärken, hat die Europäische Kommission etwa STARTS initiiert.

Wissenschaft, Technologie und Kunst – genau dieses Dreieck prägt Linz und Oberösterreich. Welches Innovationspotential messen die hier angesiedelten Player dem Zusammenspiel dieser drei Felder bei? Wie sehen sie generell die lokalen und regionalen Rahmenbedingungen für Innovation – was ist beispielhaft und wo muss nachgebessert werden? Von welchen Regionen sollten sich Linz und Oberösterreich in punkto Innovationsförderung was genau abschauen? Welche Allianzen und Kooperationen erachten sie als wünschenswert oder schlicht notwendig, um auch weiterhin Erfolg zu haben? Wie denken sie über Risikobereitschaft und eine Kultur des Scheiterns?

Auf dem Panel: Patrick Bartos (Geschäftsführer, CREATIVE REGION Linz & Upper Austria), Alois Ferscha (Dekan TN-Fakultät und Institutsvorstand Pervasive Computing, JKU), Joachim Haindl-Grutsch (Geschäftsführer, IV-Oberösterreich), Stephan Kubinger (Ratsvorsitzender, Rat für Forschung und Technologie Oberösterreich), Reinhard Nagler (Sales Manager, KUKA Roboter CEE GmbH), Gerfried Stocker (Künstlerischer Leiter, Ars Electronica) und Mario Zeppetzauer (Studiengangsleiter Industrial Design scionic®, Kunstuniversität Linz).