Optische Täuschungen

optischetaeuschung_100

Trauen Sie Ihren Augen?

Auf gewisse Dinge können wir uns verlassen: Der Himmel ist blau, die Welt dreidimensional, ein Gegenstand umso kleiner, je weiter er weg ist. Glauben Sie das wirklich?

Im Laufe der Evolution haben sich unsere Augen und unser Gehirn erfolgreich an visuelle Alltagssituationen angepasst. Bei optischen Täuschungen versucht das Gehirn, bekannte Muster auf das Gesehene anzuwenden. Wenn uns aber notwendige Bezugspunkte fehlen (z. B. andere Gegenstände, Tasten, Hören etc.), sind unsere Augen und unser Gehirn auf sich gestellt und liefern oft falsche Interpretationen. Viele der optischen Täuschungen lassen sich bis heute nicht genau erklären. Sie machen jedoch in faszinierender Weise bewusst, wie sehr unser Bild von der Welt davon abhängt, wie unser Gehirn ankommende Informationen auslegt. In der Medizin werden optische Täuschungen zur Feststellung von Epilepsie und Migräne eingesetzt. Die Psychologie macht sich beim Rorschachtest zunutze, dass wir in zufälligen Mustern immer nach bekannten Strukturen suchen. Oder glauben sie wirklich, dass der Mond ein Gesicht hat?

Optische Täuschungen online

credits:
Prof. Dr. rer. nat. Michael Bach, Prof. Daniel Mojon, Prim. Priv. Doz. Dr. Siegfried Priglinger (AKh Linz)