AEC-Lift 1996

Basierend auf einer Idee von Roy Ascott wurden Computeranimationen für den Lift Ars Electronica Center realisiert. Auf den Boden des Liftes im Ars Electronica Center wurden von unten Computeranimationen projiziert, die zeitlich mit der tatsächlichen Bewegung des Fahrstuhls synchronisiert waren. So konnte sich der Besucher innerhalb einer Videosequenz bewegen. Das lineare Video wurde so zu einem transparenten und interaktiven Medium.

 

Die Liftkabine des Ars Electronica Center Lifts mit der Apollo 13 Applikation.
Display of the AEC Lift showing what visualisation they can expect with each floor. Credit: Ars Electronica Futurelab

 

Damit bei den Betrachtern die Illusion einer Bewegung entstand, mussten Liftbewegunge und Animation auch in der Beschleunigungs- und Abbremsphase möglichst genau synchronisiert werden. Da aber das Bewegungsverhalten des Lifts nicht auf die Zehntelsekunde vorhersagbar ist, konnte nicht mit vorgefertigten Animationssequenzen gearbeitet werden. Aus diesem Grund wurde die Animation mit einer vierfachen Frame-Rate gerendert, wodurch die Abspielgeschwindigkeit bis auf ein Viertel reduziert werden konnte.

 

 

Ein Script berechnete aus den aktuellen Daten der Liftsteuerung die benötigte Geschwindigkeit der Animation und gab die dazugehörigen Frames über das Perception-Board an den Projektor weiter. Bei normaler Geschwindigkeit wurde nur jeder vierte Frame angezeigt. Wenn der Lift in einem Stockwerk anhielt oder startete, wurde während des Brems- bzw. Beschleunigungsvorganges jeder dritte, jeder zweite und schließlich jeder Frame angezeigt. Dadurch wurden trotzdem immer 25 Frames pro Sekunde abgespielt und dem menschlichen Auge ein fließender Videoverlauf suggeriert.


Development:

Volker Christian, Hermann Wakolbinger

Keyresearcher / Interactive Spaces:

Dietmar Offenhuber