Building Bridges 2015

“Die Brücke” ist einer der Hauptpassagen, die zwei Gebäudekomplexe auf dem Walldorf Campus verbinden. Sie ist gleichzeitig der Ort, wo das mit dem Wiener Komponisten Rupert Huber arrangierte interaktive Musikstück Building Bridges zu hören ist. Indem sie die Bewegungen der Fußgänger mittels eines kompositorischen Algorithmus übersetzt, fungiert die Brücke gleichzeitig als Bühne und als Instrument.

 

Komponist Rupert Huber bei der Eröffnung des Ars Electronica Festivals 2015 in der Post City.
Composer Rupert Huber at the opening of the Post City Festival. Credit: Tom Mesic

 

Jede Person wird durch das vom Ars Electronica Futurelab entwickelte Pharus Laser Tracking-System verfolgt. Dieses System kann die Bewegungen der Passanten lesen, um anschließend die Töne zu triggern. Jeder der 48 individuellen Töne ist einem der Lautsprecher zugeordnet, die gleichmäßig über die Decke des 60 Meter langen Durchgangsweges verteilt sind und die 96 Töne für beide Gehrichtungen zusammenfassen. Dieses lineare Arrangement von im Raum einheitlich angeordneten Klangquellen gibt eine immer einzigartige Komposition, die von einer sich bewegenden Menschenmenge erzeugt wird, wieder. Wenn Menschen aneinander vorbeilaufen verstärken 48 Begegnungsklänge den Eindruck erhöhter Aktivität auf der Brücke. Die Klänge basieren auf der Aufnahme klassischer Instrumente wie Piano, Horn, Flöte, Violine und Kontrabass, die von Angestellten, den Mitgliedern des inoffiziellen SAP Orchesters gespielt wurden. Um die optimale architektonische Sonifikation zu erreichen, benutzt Rupert Huber Klänge der Obertonreihe und sortiert diese gemäß ihrer Frequenzintervalle um harmonische, proportionale Musik erklingen zu lassen.

 

Pictogramm das erklärt, wie durch die Bewegung der Passanten Klänge erzeugt werden.
Credit: Ars Electronica Futurelab

 


Research & Development:

Peter Freudling, Horst Hörtner, Rupert Huber, Karsten Koch (SAP), Stefan Mittlböck-Jungwirth-Fohringer,

Composition:

Rupert Huber

Project Management:

Peter Freudling, Stefan Mittlböck-Jungwirth-Fohringer

Tracking:

Otto Naderer

Technical Assistance:

Patrick Müller

Visualisation:

Marcus Dittebrand (Garamantis), Peter Freudling, Christian Fuchs (Garamantis)