Drone 100: Spaxels über Linz 2016

Mit Intel ™ als Partner und dem gemeinsamen Projekt Drone 100 erreichte das Spaxels Team einen enormen Schub in technischer Hinsicht und medialer Aufmerksamkeit. Nach dieser außerordentlichen Leistung war der Zeitpunkt einer Demonstration des Projekts am Ars Electronica Festival 2016 der Moment, in dem sich der Kreis schloss, dessen Beginn auf 2012 zurückgeht- dem Jahr als 50 Drohnen nicht nur die Festivalbesucher, sondern die ganze Welt begeisterten.

 

Coming Home – Spaxels beim Landemanöver am Urfahranermarkt. Credit: Markus Scholl

 

Das  Einstellen des Weltrekords in der Rubrik „Most Unmanned Aerial Vehicles (UAVs) airborne simultaneously “ und der damit einhergehende Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde, war die Kulmination der bis dahin geleisteten Entwicklungsarbeit. Der Presselaunch zum choreografierten Drohnenflug bei Tornesch/Hamburg generierte ein enormes öffentliches Interesse, das sich in Anfragen für eine adaptierte Spaxels-Show aus aller Welt abzeichnete.

 

Ca. 100.000 BesucherInnen sahen dem Drohnenflug vom Donaupark aus zu. Credit: Robert Bauernhansel

 

Das Vivid Festival in Sydney sollte der passende Rahmen für die erste öffentliche Aufführung des Projekts Drone 100 werden. An fünf Abenden, vom 8. bis 12. Juni 2016, wurden die Besucher und Besucherinnen Zeuge eines dem Anlass angepassten Events, der vom Sydney Youth Orchestra musikalisch begleitet wurde. So erstrahlte die weltberühmte Architektur des Sydney Operahouses, Wahrzeichen am Bennelong Point, in seinen Umrissen am Himmel über dem Hafenbecken.

 

Eine spektakuläre Lichterflut – 100 Drohnen beim Landemanöver – Credit: Martin Hieslmair

 

Sollte dieser erste internationale öffentliche Auftritt ästhetisch und akustisch noch stark an den Weltrekord angelehnt sein, wurde die Folgeperformance in Linz eine Modifikation der ursprünglichen Aufführung. War die akustische Untermalung davor rein klassisch, lieferte Klangkünstler und Komponist Sam Auinger für die Linzer Performance eine moderne, sehr rhythmische und temporeiche elektronische Musik. Die Herausforderung für die visuellen Gestalter der Spaxels war nicht nur die Programmierung neuer Motive, wie ein dreidimensionales Schiff, das über die Wellen der Donau gleitet, auch das Matching des Uptempo-Beats mit ständig wechselnden Sujets galt es in ästhetischer Art und Weise zu meistern, bevor im zweiten Teil die Klänge und Motive aus dem Weltrekordflug die Choreografie begleiteten. Etwa 100.000 Besucherinnen und Besuchern des Donauparks erlebten ab 19.45 Uhr den rund 7-minütigen Drohnenflug über der Donau – auch ein Rekord was Zuschauerzahlen in punkto Klangwolke angeht, die im Anschluss stattfand.

 

Ars Electronica Futurelab’s Senior Director Horst Hörtner (links) und Ars Electronica’s künstlerischer Leiter Gerfried Stocker (rechts) genießen die Aufsicht. Credit: Florian Voggeneder

 

Die Linzer Performance war insofern eine Art Heimkommen, bildete die Klangwolke den Rahmen und den Beginn eines Siegeszuges der 2012 mit 50 Drohnen begann – schon damals ein Weltrekord, der allerdings nicht angemeldet war, da es die Rubrik damals nicht gab. Es war auch die Demonstration des bisher erreichten Entwicklungsstadiums im Bereich einer choreografierten Drohnenperformance.


Management:

Horst Hörtner, Harald Dirisamer, Chris Bruckmayr, Martin Mörth, Anna-Sofia Nikka, Andreas Jalsovec

Flight Crew:

Benjamin Olsen, Patrick Berger, Jonathan Rutherford, Simon Schmid, Samuel Eckl, Michael Platz

Airfield Crew:

Alois Wohlmuther, Brunon Drewniak, David Haider, Franz Peterseil, Josef Koll, Raphael Prinz zu Schaumburg-Lippe, Walter Rauchecker, Michael Gritzer, Oliver Lasch, Benjamin Gumpenberger, Bill Blair, Raffael Portugal