Drone Lab 2016

Ausgehend von der wachsenden gesellschaftlichen Diskussion und der zunehmenden Bedeutung von Drohnen, bzw. der Vielfalt ihrer Einsatzmöglichkeiten, war das Ars Electronica Festival 2016 der ideale Anlass einer Demonstration, zu welchem Zweck diese Flugroboter aktuell benutzt werden.

 

Andreas Neubauer, Mitbegründer der European Rotorsports Association (Linz), die Regeln für Drohnenrennen.
Andreas Neubauer, Mitbegründer der European Rotorsports Association erklärt  die Regeln für Drohnenrennen. Credit: Markus Scholl

 

Mit den Spaxels an der Spitze der ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten bei Schwarmformationen und dem medial weit beachteten Weltrekordflug Drone 100, gab es einen idealen Aufhänger zur Initiierung des Drone Labs, zumal  Drone 100 – Spaxels über Linz ein Höhepunkt des Ars Electronica Festivals markierte. Als Ideengeber aus Drohnenflügen einen Rennsport zu machen, schrieb Andreas Neubauer, Mitbegründer der European Rotorsports Association, die Regeln für Drohnenrennen. So erklärte und demonstrierte er dem Festivalpublikum worauf es bei einem Drohnenrennen ankommt.

 

XBlade Allstars get radical begeisterten das Publikum der Gleishalle mit Drohnenrennen.
XBlade Allstars get radical begeisterten das Publikum der Gleishalle mit Drohnenrennen. Credit: Markus Scholl

 

Welche Anziehungskraft solche Rennen haben, erlebte man beim Besuch der Gleishalle in der Postcity. Dort zeigten die schnellsten Drone Razers der Welt – die XBlade Allstars get radical – den enormen Unterhaltungswert von Drohnen, die mit bis zu 140 km/h um die Wette fliegen. Natürlich wurde in diesem Zusammenhang dem Festivalpublikum auch ein Einblick in die Technologie gewährt. Aber auch der performative Aspekt dieser Renn-Drohnen sollte bei der großen Konzertnacht mit Trommelbegleitung sowie beim Opening in einem künstlerischen Setting zum Einsatz kommen, sozusagen als Drone Race-Performance.

 

Tornado XBlades Racing Team demonstrierten Nano Drones.
Tornado XBlades Racing demonstrierten Nano Drones. Credit: Markus Scholl

 

Vorträge gab es von Jesus Pestana zu den Thema Drohnen als Such- und Rettungsgerätschaft. Die pakistanische Forscherin Samira Hayat erklärte in diesem Zusammenhang eindrucksvoll wie ein Netzwerk von Drohnen auf Rettungsmission geht. Richard Koch nahm die Zuhörer und Zuhörerinnen mit auf einen Drohneneinsatz im Sicherheits- oder Überwachungsbereich. Bill Blair von „Eagleeyeaerial“, der beim Spaxelsflug zum Vivid Festival in Sydney  anwesend war, erklärte den Zuhörern und Zuhörerinnen wie und wo Kameradrohnen in Australien, aber auch Europa und den U.S.A. zum Einsatz kommen. Das gleiche Thema behandelte Raffael Portugal für den österreichischen Sektor. Als Spaxels-Initiator gab Horst Hörtner im Deep Space ein „Best Of“ des mittlerweile weltbekannten Quadcopterschwarms.

 

Horst Hörtner, Senior Director des Ars Electronica Futurelab und Ideengeber der Spaxels hält im Deep Space einen Vortrag zum Quadcopterschwarm.
Horst Hörtner, Senior Director des Ars Electronica Futurelab und Ideengeber der Spaxels hält im Deep Space einen Vortrag zum Quadcopterschwarm. Credit: Markus Scholl

 

Darüber hinaus war das Publikum im Zuge einer Drone Academy eingeladen, sich täglich selbst als Drohnenpilot/-in auszuprobieren, und mit einfach zu steuernden Flugrobotern im sicheren Umfeld (hinter einem Vorhang aus Netzen) fliegen zu lernen. Das Lernen im Umgang mit einer Technologie, die schon jetzt im Bewusstsein, wenn nicht schon im Gebrauch eine enorme gesellschaftliche Relevanz besitzt war gerade in der Nachbarschaft von u19 ein spielerischer Ansatz, der die positiven Aspekte in den Mittelpunkt stellte.


Idee und Konzept:

Chris Bruckmayr, Martin Honzik, Horst Hörtner, Gerfried Stocker

Management:

Chris Bruckmayr