E_Profil 2017

Das Ars Electronica Futurelab war mit weiteren Projekt- und Kooperationspartnern vom Fachbereich Stadt- und Regionalforschung und dem Department für Raumplanung der Stadt Linz eingeladen ein Tool zu entwickeln, das den Energieverbrauch zweier Stadtviertel abbildet und Schwachstellen in der ergonomischen und ökonomischen Bilanz aufzeigt.

Nicolas Naveau präsentiert das vom Ars Electronica Futurelab entwickelte Tool zur Überwachung des Energieverbrauchs und Bedarfs im Franckviertel und Kleinmünchen. Credit: Markus Scholl

 

Mit den Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen aus akademischen und privatwirtschaftlichen Bereichen, die mittels unterschiedlicher Kompetenzen zu dem Gelingen einer Agenda für das Franckviertel bzw. dem Viertel Kleinmünchen in Linz beitragen würden gab es regelmäßig Workshops und Tagungen. Die dort erarbeiteten Ergebnisse mündeten in der Gestaltung und Umsetzung  eines Online-Tools, das unterschiedliche Parameter, die den Energieverbrauch kontinuierlich messbar machen. Nur durch dieses Tool sollten effektive Maßnahmen einleitbar sein, die zu einer besseren Umwelt- und Vebraucher-Bilanz führen.

 

Trotz großer Fortschritte in der Bautechnik (v.a. im Neubau und thermischer Sanierung) sowie in der Implementierung von Fernwärmenetzen treten Defizite auf: Maßnahmen, die aus einer primär gebäudebezogenen Sicht gesetzt wurden, weisen im Kontext übergeordneter Zielsetzungen nicht immer die beste Effizienz auf und gewährleisten nur unzulänglich das erforderliche Niveau bezüglich Versorgungssicherheit.

 

Hannes Schaffer von Mecca Consulting notiert die Ergebnisse des Brainstroming Prozesses während des E-Profil Workshops Anfang Juli 2017. Credit: Markus Scholl

 

Inhalte und Zielsetzungen

Vor dem  Hintergrund sehr unterschiedlicher Potentiale, Chancen und Barrieren im Siedlungsgefüge einer Stadt sowie erkannter Defizite wurden folgende Ziele und Ergebnisse angestrebt:

  • Konzeption eines Orientierungsrahmens mit Kriterien für eine integrative und effektive Steuerung des energietechnischen Transformationsprozesses in Quartieren
  • Erarbeiten eines planerischen Ansatzes auf Basis einer Analyse und Modellierung konkreter und erwünschter Quartiersprofile – „quartiersspezifische Transformationsprozesse“ zur resilienten Energieversorgung

 

 

 

Konkret wurden dabei folgende Ergebnisse anvisiert:

  • Ein Konzept mit Kriterien für eine integrative und effektive Steuerung des energietechnischen Transformationsprozesses im Agglomerationsraum.
  • Ein prozessorientierter Steuerungsansatz zu Transformations­bestrebungen im Quartier samt Werkzeugkasten. Dieser Werkzeugkasten wurde in Form einer Webseite mitsamt implementierte Messinstrumente vom Ars Electronica Futurelab geleistet.
  • Die Weiterentwicklung des Werkzeugs SEMERGY, um auf Quartiersebene fundierte Bedarfswerte zu ermitteln.

 

Professor Verena Madner von der WU Wien berät als Expertin in Fragen Bau- und Umweltrecht. Credit: Markus Scholl

 


CREDITS:

Projektleitung: Univ. Prof. Dr. Rudolf Giffinger

Ars Electronica Futurelab: Nicolas Naveau (Senior Researcher & Artist, Susanne Teufelauer (Praktikantin)

Forschungsinstitut für Urban Management and Governance, Wirtschaftsuniversität Wien: Prof. Verena Madner

Abteilung Bauphysik und Bauökologie, Technische Universität Wien

Magistrat der Landeshauptstadt Linz, Direktion Stadtentwicklung: DI Gunter Annsberger – Director PTU Stadt Linz

Linz AG für Energie, Telekommunikation, Verkehr und kommunale Dienst: DI Gerfried Berger

mecca consulting – Ingenieurbüro für Raum- und Landschaftsplanung: Hannes Schaffer

Enoquent: Johannes Pointner (GF)

 

Das Projekt wird vom BMVIT über das Programm „Stadt der Zukunft“ gefördert.

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