Face à Face 2000

Ein Versuch, virtuelle Persönlichkeiten im CAVE-Environment zu entwickeln. Realisiert im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms.

 

Figures interact on the basis of analogue and random behavior patterns.

 

Catherine Ikam und Louis Fléri entwickeln seit 1992 3D-Figuren mit realistischen menschlichen Gesichtern. Diese Figuren interagieren nach analogen und zufälligen Verhaltensmustern in Echtzeit mit BesucherInnen der Virtual-Reality-Installationen. Die Künstler wollen damit die Illusion einer emotionalen Begegnung mit einer Persönlichkeit erzeugen. Trotz oder vielleicht sogar wegen unseres Wissens, dass es sich um ein Artefakt handelt, fühlt man sich von diesen synthetischen Gesichtern emotional berührt. Es ging darum, Emotion und Interaktivität, An- und Abwesenheit zu erkunden, und um die Frage, welche Verhaltensmuster einer künstlichen Persönlichkeit mitgegeben werden müssen, um die Illusion zu erzeugen, sie verfüge über Autonomie, Intentionalität und Handlungsfähigkeit.

 

Besucherin vor der Projektion eines riesig großen Gesichts.
In what way do we react to certain facial expressions? Credit: Ars Electronica Futurelab

 

Basierend auf der Arbeit von Ikam und Fleri wurde im Ars Electronica Futurelab ein Virtual Environment für den CAVE entwickelt. Es galt, das Environment hinsichtlich seiner Tauglichkeit zur Simulation interpersoneller Kommunikation zu untersuchen und die Grenzen der aktuellen Möglichkeiten zur realistischen Darstellung von Gesichtern auszuloten. Zudem wurde eine Sprachsteuerung integriert, die den verbalen Dialog zwischen virtueller Person und Benutzer ermöglichte.


Artist in Residence:

Louis Fleri, Catherine Ikam

Artist and Sound Designer:

Sam Auinger

Software Engineering:

Volker Christian

Senior Executive Developer:

Horst Hörtner

Keyresearcher / Visualization:

Andreas Jalsovec

Keyresearcher / Virtual Environment:

Christopher Lindinger

Sound Design:

Joachim Schnaitter

Support

Iris Mayr

Programming:

Robert Praxmarer