Geminoid Total Recall 2009

Wie können die einzigartigen persönlichen Merkmale und grundlegenden Charakterzüge einer Person eingefangen, simuliert und einem Roboter vermittelt werden?

 

Beim Future Artist Talk während des Ars Electronica Festivals 2009: Moderator Horst Hörtner und Hiroshi Ishiguro vor Publikum.
ARS ELECTRONICA 2009 Ð HUMAN NATURE: Hiroshi Ishiguro, Feature Artist Talk moderated by Horst Höšrtner. Credit: rubra

 

Hiroshi Ishiguro, Professor an der Universität Osaka und Guest Group Leader an den ATR Intelligent Robotics and Communication Laboratories, stand Modell für HI-1, den ersten Geminoid. Ein Geminoid ist ein Roboter-Klon eines Menschen. Das menschlich-mechanische Duo ist durch innovative Netzwerk und Sensortechnologie miteinander verbunden, was bedeutet, dass der Geminoid dem menschlichen Modell nicht nur ähnlich sieht, sondern sich auch so verhält. Seit 2009 haben das Ars Electronica Futurelab und Prof. Ishiguro an einzigartigen Projekten zusammengearbeitet, wie z. B. beim Geminoid-Experiment im Café Cubus. Durch diese Projekte werden neue Formen interaktiver Installationen und die Suche nach einem soziokontextuellen Roboter realisiert.

 

 

Mit 46 Stellmotoren und verschiedenen Sensoren ist er bis heute einer der komplexesten unter den bisher gebauten Robotern und entsprechend wenig transporttauglich. Eine mobilere Version hat Ishiguro mit dem Geminoid HI-4 geschaffen. Diese Lightversion des HI-1 kann mit BesucherInnen sprechen und verfügt über 12 Stellmotoren für Mimik, Augen- und Kopfbewegungen.

Fur gewöhnlich befinden sich Ishiguro und Geminoid HI-4 nicht zur selben Zeit am selben Ort: Während einer der beiden irgendwo einen Vortrag hält, arbeitet der andere in Japan oder anderswo – und umgekehrt.


Research & Development:

ATR Intelligent Robotics and Communication Laboratories & Ars Electronica Futurelab