Gullivers Welt 2005

Gulliver’s Welt thematisierte das Verhältnis von virtueller und materieller Realität und der Wirklichkeit, die sich aus diesen beiden Komponenten zusammensetzte.

 

Pärchen spielt mit der Installation Gulliver's Welt und erschafft mit kleinen Boxen auf dem Tisch seine eigene virtuelle Welt.
Credit: Robertba

 

Im Rahmen des Ars Electronica Festival 2002 wurde mit Hidden Worlds1 zum ersten Mal eine ständige Ausstellung basierend auf Mixed-Reality-Technologie realisiert. Im folgenden Jahr baute das Ars Electronica Futurelab gemeinsam mit Prof. Hirokazu Kato (Osaka University, Japan) den Forschungsschwerpunkt aus und entwickelte für die Ars Electronica Center Exhibition 2003 Gulliver’s Box2, ebenfalls ein Multi-User-Mixed-Reality-System, das sich seitdem täglich Besuchern mit unterschiedlichstem Background stellte.

Gulliver’s Box war von Anfang an als experimentelle Plattform konzipiert, auf der neue Interfaces und Interaktionsansätze in der Laborsituation wie auch im Publikumsbetrieb erprobt werden sollten. Ungeachtet des prototypischen Charakters der Installation entwickelte sich Gulliver’s Box zu einer der Attraktionen des Museums der Zukunft. Die im Ausstellungskontext gesammelten Erfahrungen führten zu Erkenntnissen, die einen wichtigen Beitrag für die Arbeit des Ars Electronica Futurelab leisten. Motiviert durch diesen Erfolg, wurde das Konzept aufgegriffen und in mehreren Richtungen ausgeweitet.

 

Die Mixed Reality Umgebung Gulliver's Welt als beliebter Spielort im Ars Electronica Center.
Credit: Pilo

 

Die wichtigste Neuerung bei Gulliver’s World lag wohl darin, dass die Besucher nun nicht mehr mit vorgegebenen Umgebungen und Charakteren agieren, sondern aufgefordert waren, die künstliche Welt und deren Bestandteile selbst zu gestalten. Dafür wurden intuitive Editoren entwickelt, mit denen das Environment individuell und immer wieder neu ausgebildet wurde. Im Umgang mit den einzelnen Interfaces wurden die Besucher an unterschiedliche Ebenen der Interaktion in Mixed-Reality-Umgebungen herangeführt.


Concept:

Christopher Lindinger, Roland Haring, Peter Freudling, Andreas Jalsovec, Horst Hörtner, Dietmar Offenhuber, Nina Wenhart, Hirokazu Kato

Development:

Roland Haring, Christian Naglhofer, Christopher Lindinger, Stefan Feldler, Thomas Grabner, Christine Gruber, Daniel Leithinger, Robert Priewasser, Rudolf Hanl, Martin Sturm

Modelling and Animation:

Andreas Jalsovec, Peter Freudling, Christine Pilsl, Martin Bruner

Exhibition Design:

Christopher Lindinger, Roland Haring

Project Management:

Christopher Lindinger, Roland Haring

Special Thanks:

Eric Sommerlade, UZR GmbH & Co KG