Klangwolken-ABC 2012

Das Klangwolken-ABC wurde als Projekt gesellschaftlicher Partizipation ins Leben gerufen. Es fokussierte auf Schriftzeichen im Zeitalter der Netzwerke und war eines der Hauptprojekte bei der voestalpine Klangwolke 2012. Jeder gestaltete seinen eigenen Buchstaben, mit dem er bei der Veranstaltung mit den Radiofrquenzen in Interaktion trat – Scharen von Buchstaben, die sich am Ufer der Donau versammelten.

 

Buchstaben, die in den Workshops zur Klangwolke hergestellt wurden, zieren die runde, eingezäunte Ballustrade des Ars Electronica Centers.
Credit: Martin Hieslmair

 

In den Klangwolken-ABC-Workshops bastelten die TeilnehmerInnen ihre eigenen Buchstaben und bestückten sie mit Empfängern und LEDs, um sich mit der Klangwolke in Verbindung setzen zu können. Sie wählten einen Buchstaben aus, bauten ihn zusammen und gestalteten ihn individuell. In jedem einzelnen Buchstaben kommt ein bestimmter Charakter zum Ausdruck. Die Buchstaben wurden dann in einer Bilddatenbank gespeichert, aus der sich der so entstandene Font der Klangwolkenschrift speist. Darüber hinaus wirken die TeilnehmerInnen am CharakterBook mit, einem Onlinedienst, der wie ein Mini-Facebook funktioniert und die Suche nach den Buchstaben anderer TeilnehmerInnen ermöglicht, um Botschaften zu entwickeln und gesellschaftliche Aktionen zu initiieren. Kommunikation und Kooperation verbinden die einzelnen Buchstaben der TeilnehmerInnen zu Wörtern oder Botschaften. Im Klangwolken-ABC sammeln wir Botschaften, die Kombinationen unterschiedlicher Ausdrucksformen sind – die für Verbindungen von Menschen mit Menschen stehen.

 

Jugendliche beim Basteln ihrer Buchstaben in der Klangwerkstatt.
Credit: Barbara Heinzl

 

Am Tag der Klangwolke fanden in Linz Klangwolken-ABC-Paraden statt. Außerdem versammelte sich eine große Gruppe von Buchstaben bei Sonnenuntergang an der Donau. LEDs werden als Reaktion auf bestimmte Klänge bzw. auf Radiosignale für einzelne Buchstaben oder Botschaften aufleuchten. Im Klangwolken-ABC kommt  nicht nur die Persönlichkeit der Buchstabenkonstrukteure zum Ausdruck, es führt auch zu konkreten Aktionen der Beteiligten, die gemeinsam ihr Hier und Jetzt gestalten.

 

Zwei Kinder schauen sich eine Dokumentation der Klangwerkstatt im Foyer des Ars Electronica Centers an.
Credit: Emiko Ogawa

 

(Adaptiertes Exzerpt aus “Klangwolken ABC” by Hideaki Ogawa and Emiko Ogawa, in: “The Big Picture. Weltbilder für die Zukunft. Ars Electronica 2012,” S. 242-253.)

Link: http://www.aec.at/klangwolke/en/participate/soundcloud-abc/


Concept:

Gerfried Stocker, Horst Hörtner, Hideaki Ogawa, Emiko Ogawa

Project Management, Futurelab

Pascal Maresch, Hideaki Ogawa, Patrick Müller, Roland Reiter

Controlling:

Yvonne Hauser

Receiver Technology:

Ray Gardiner, Josh Gardiner

Design:

Werner Pötzelberger

Web Programming:

Gunther Schmidl

Content Management:

Michael Kaczorowski, Roland Reiter

Website Design:

Stefan Eibelwimmer, My Trinh Gardiner, Emiko Ogawa, Hideaki Ogawa

Character Design:

My Trinh Gardiner, Matthew Gardiner, Emiko Ogawa, Hideaki Ogawa

Website:

Christoph Hofbauer, Fadil Kujundžić

Video:

Vanessa Schauer, Tamer Aslan, Michael Mayr

Technical Support, AEC:

Florian Wanninger, Wolfgang König, Thomas Kollmann, Martin Kneidinger, Daniel Murina, Thomas Hillinger, Daniel Kern, Sebastian Zach, Benjamin Perndl

Redaktion, AEC:

Martin Hieslmair, Sarah Breibauer