Le Sacre du Printemps 2013

Nach den erfolgreichen virtuellen Inszenierungen von Richard Wagners Das Rheingold (2004) und Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 in c-moll (2006) wurde die Projektserie in Zusammenarbeit zwischen Ars Electronica Futurelab und Brucknerfest mit der Inszenierung von Le Sacre du Printemps fortgesetzt.

 

„Le Sacre du Printemps“ is the third encounter of Ars Electronica Futurelab with classical stage performances.

 

Mit der Bearbeitung von Strawinskys Le Sacre du Printemps wurde die ursprüngliche Idee vom Ars Electronica Futurelab wieder aufgegriffen, Musikstücke zu visualisieren, die von vornherein für die Bühne, d. h. mit bildhaften visuellen Komponenten, angelegt waren. Erneut schuf ein an musikalische Impulse gekoppelter 3D-Raum den Rahmen für eine Erzählstruktur, in diesem Fall in Kombination mit den Ausdrucksmitteln des Tanzes. Bei derartigen crossmedialen Projekten trafen nicht nur unterschiedliche Technologien und Kunstgattungen aufeinander, sondern auch Persönlichkeiten und Herangehensweisen, wodurch auch neue Methoden der Zusammenarbeit entstanden. Bei Le Sacre du Printemps war es der Medienkünstler, Regisseur und Komponist Klaus Obermaier, der gemeinsam mit dem Team des Ars Electronica Futurelab die entsprechenden Gestaltungsmittel identifizierte und ein Auffürungskonzept für das Stück entwickelte. Klaus Obermaier erarbeitete daraufhin mit der Tänzerin Julia Mach und dem Team des Ars Electronica Futurelab die unterschiedlichen Elemente und setzte sie zu der endgültigen Performance zusammen.

 

Ausschnitt von "Le Sacre du Printemps" von Klaus Obermaier und dem Ars Electronica Futurelab. Arme und Beine wie Stalagmiten vor einer schwarzen, rautierten Raumflucht.
„Le Sacre du Printemps“ with its explosive musical power has been visualized by Klaus Obermaier and the Ars Electronica Futurelab.“ Credit: Klaus Obermaier

 

Das Projekt bündelt die gesammelten Erfahrungen aus den vorhergegangenen Arbeiten, den interaktiven Visualisierungen und konkret der Tanzperformance Apparition von Klaus Obermaier, die ebenfalls mit dem Ars Electronica Futurelab verwirklicht wurde, und generierte so ein komplexes Netzwerk, das die Palette computertechnisch unterstützter Ausdruckmittel stetig erweiterte. Diese damals zukunftsweisenden Ansätze trafen im Fall von Le Sacre du Printemps auf einen sehr traditionellen klassischen Stoff, dessen musikalische Sprengkraft in dieser künstlerischen Auseinandersetzung nicht nur visualisiert, sondern um weitere Erfahrungsebenen ergänzt wurde.

 

 


Artist:

Klaus Obermaier

Dancer:

Julia Mach

Research & Development:

Matthias Bauer, Rainer Eilmsteiner, Horst Hörtner, Christopher Lindinger, Pascal Maresch, Christine Sugrue, Claus Zweythurm