Livingroom 2003

„Livingroom“ war eine Multi Media Installation, die von den Beiträgen ihrer Benutzer lebte. Die offene Infrastruktur bot Raum für ganz persönliche Erfahrungen mit dem Medium bis zur Projektarbeit im Unterricht.

 

 

Zeichnung der Schulräumlichkeiten.
Overview. Credit: Ars Electronica Futurelab

 

“LivingRoom” war Dokumentation, Spiel, Theater, Episodenfilm, Animation, Reality Soap, Comicstrip … Schule. Auf vier über die Räumlichkeiten der Schule verteilten Bühnen konnten die Schüler kurze Geschichten inszenieren. Diese wurden in die Aula übertragen, wo sich die verschiedenen Episoden auf vier Screens zu einer gemeinsamen Geschichte fügten und den physischen Schulraum in einen narrativen überführten. Es vermischten sich Realaufnahmen, Legetrickanimationen, Live-Bilder und über das Web bearbeitetes Material zu teils zufälligen, teils geplanten Erzählungen.

Nicht nur die Screens, auf denen die kurzen Geschichten gezeigt wurden, machten das Projekt zu einem “LivingRoom”. “LivingRoom” zeigte auf, dass die Schule ein Ort ist, der erst durch Handeln entsteht, kein passiver, der hingenommen wird. Einflüsse kamen ebenso von außen, in dieser Applikation über das Web. Mit einem eigens entworfenen Videobearbeitungs-Interface konnte man die vorgefundenen Episoden neu reihen und verändern und dadurch einen neuen Blick auf das Geschehen werfen und alternative Geschichten erzählen.

 

 

Geschichten konnten ganz spontan aufgenommen werden, sie konnten aber auch im Voraus geplant sein und alleine oder in Zusammenarbeit realisiert werden. Virtuelle Bühnenelemente konnten in den verschiedenen Unterrichtsgegenständen entworfen und dann live als Werkzeug eingesetzt werden. Ebenso gut eignete sich “LivingRoom” für Schultheateraufführungen oder bei Projektarbeiten als Ausstellungsfläche dienen …
Da das Projekt Generationen von Schülern durch ihre Schulzeit begleiten sollte, war es bewusst offen konzipiert: Sämtliche Komponenten sind ergänz- und austauschbar. Bei der Hardware wurde auf handelsübliche Ware gesetzt, die Software kann nach den Wünschen und Erkenntnissen der Benutzer erweitert und ersetzt werden.


Research and Development:

Dietmar Offenhuber, Nina Wenhart, Helmut Höllerl, Christopher Lindinger, Carlos Andreas Rocha, Horst Hörtner, Stefan Mittlböck-Jungwirth, Christian Naglhofer, Peter Brandl, Robert Abt, Robert Praxmarer, Peter Freudling, Erwin Reitböck, Martin Honzik, Christoph Scholz, Martin Bruner, Walter Steinacher, Ewald Elmecker, Florian Landerl