SUN_D 2007

SUN_D nutzt Sonnenlicht und andere bestehende natürliche Lichtquellen, um Information darzustellen. Um dem allgemeinen Overload an Sinneseindrücken, der oft eine echte Belastung für UserInnen darstellt, zu konterkarieren, bedienen wir uns ganz bewusst einer Methode zur Darstellung von Grafiken, bei der das natürlich erzeugte Leuchten angenehm für das menschliche Auge ist.

 

The SUN_D Project promotional reel.

 

SUN_D geht von einem radikal neuen Ansatz aus: Tageslicht wird nicht als Problem gesehen, sondern als wertvolles Potenzial für Informationsgestaltung. Es eröffnet Möglichkeiten, die bislang gänzlich vernachlässigt wurden. SUN_D betrachtet Sonnenlicht und Umgebungslicht als eine natürliche Ressource, die frei und im Überfluss verfügbar ist, und baut „Sonnenmonitore“, die sich den natürlichen Lichtbedingungen anpassen. Als Ergebnis kristallisiert sich eine revolutionäre neue Ästhetik in der Informationsvermittlung heraus. Diese Ästhetik zeichnet sich vor allem dadurch aus, wie die natürlichen Kräfte sich auf die Komposition und das Erscheinen des Bildes auf dem Bildschirm auswirken. Einen Sonnen-Display ist nicht nur ein Bildschirm, auf dem der Betrachter ein Bild sehen kann: Es ist eine Symbiose aus Natur, Design und Information.

 

Ein Baum bei Sonnenuntergang wird durch das SUND Display nebenstehend wieder gegeben.
Sonnenuntergang. Credit: Jonas Burki

 

Jonas Burki erhielt 2007 für dieses Projekt den [the next idea] voestalpine Art and Technology Grant. Während einer dreimonatigen Residency im Ars Electronica Futurelab in Linz stellte Jonas den ersten Prototypen von SUN_D her. Damit entwickelte er einen vollkommen neuen Ansatz, mit Oberfläche und Lichtdesign umzugehen. Er gründete daraufhin ein Start-up in der Schweiz, mit dem Ziel, sein Produkt zu vermarkten. Heute ist er der Besitzer einer erfolgreichen Firma, die den Namen des ersten Prototypen trägt: SUN_D.

 


Artist in Residence

Jonas Burki

http://www.sun-d.ch/