Robopsychology

Robotern wird für das nächste Jahrzehnt ein regelrechter Boom prognostiziert. Weltweit setzen Unternehmen auf einen massiven Ausbau von Robotik- und Automations-Schwerpunkten. Neben den großen industriellen Einsatzgebieten geht es dabei immer öfter auch um soziale Maschinen, die in neuen Situationen des Alltags direkt mit uns Menschen in Kontakt treten sollen.

Parallel zum Fortschritt technologischer Machbarkeit sollten wir daher schon heute thematisieren, wie die neuen maschinellen Helfer und künstlichen Intelligenzen beschaffen sein müssen, damit wir Menschen uns mit ihnen wohlfühlen, sie akzeptieren und auf positive Weise mit ihnen kommunizieren können.

Design-relevante Fragen zur zukünftigen Interaktion mit autonomen Maschinen werden in diesem Forschungsbereich mit einem klaren Fokus auf Wahrnehmen und Erleben, Interesse und Bedürfnis der menschlichen Zielgruppe untersucht. Wie sollte ein Service-Roboter aussehen, damit sich die Großmutter als mündiger Mensch ernstgenommen fühlt? Warum signalisiert uns die Transport-Drohne besser proaktiv, in welche Richtung sie fliegen wird? Was ist zu bedenken, wenn nicht nur einer, sondern viele Roboter rund um uns agieren? Durch welche Kommunikations-Prinzipien lässt sich ein gefühlter Kontrollverlust des Menschen verhindern? Warum lösen Mensch-Maschine-Hybride manchmal Ängste in uns aus? Und wie kann die Akzeptanz eines maschinellen Helfers durch entsprechende Vorinformation der User erhöht werden?
Die Linse der Psychologie dient hier als Ausgangspunkt, auf den aufbauend wir im transdisziplinären Umfeld des Futurelabs etwa potenzielle Interaktionsszenarien oder Gestaltungs-Empfehlungen für visuelle und kommunikative Komponenten eines Roboters ableiten.


 

Dr. Martina Mara

Key Researcher

Der zunehmende Einsatz autonomer Maschinen ruft nicht zuletzt Ängste und Vorbehalte hervor. Die Roboterpsychologie nimmt diese ernst und hilft dabei, Roboter so zu gestalten, dass wir Menschen uns mit ihnen wohlfühlen.