CyberArts 2016

Openen DO 8.9.2016, 17:00
DO 8.9.2016 - MO 12.9.2016, 10:00 - 20:30
Außer SA 10.9.2016 – OK Night: 10.00 - 22.00
Die Ausstellung ist auch nach dem Festival noch im OK zu sehen, bis 18.9.2016.
OK im OÖ Kulturquartier
Inferno Cyber Arts 2016Credit: Inferno / Louis-Philippe Demers, Bill Vorn Photo Credit: Magalie Fonteneau

Es ist ein Best-of der aktuellen Medienkunst: Die CyberArts-Ausstellung im OK zeigt die besten Arbeiten des Prix Ars Electronica 2016. Seit 1987 wird der weltweit wichtigste Preis für Kreativität und Pioniergeist im Bereich der Medienkunst alljährlich ausgeschrieben. Tausende KünstlerInnen aus aller Welt reichen ihre Projekte ein, die von einer internationalen Fachjury geprüft und die besten darunter prämiert werden. Nebst Preisgeldern dürfen sich die GewinnerInnen über eine Goldene Nica freuen, die sie im Rahmen einer Großen Gala (Freitag, 9.9.2016, Brucknerhaus) überreicht bekommen, ihre ausgezeichneten Projekte sind im Rahmen der CyberArts-Schau im OK zu sehen.

Auch dieses Jahr präsentiert sich die CyberArts-Ausstellung wieder als eine exquisite Zusammenstellung herausragender Medienkunstwerke aus aller Welt. Darunter etwa die interaktive Spionage-Installation von Christoph Wachter und Mathias Jud (beide DE) oder Ann-Katrin Krenzs (DE) Roboter-Fräsen, die wie Parasiten am Baumstämme entlangkriechen und Gedichte in codierter Form in die Rinde ritzen. Das Spektrum der CyberArts ist breit und abwechslungsreich: Ein von Frank Kolkman entwickeltes chirurgische System für den Hausgebrauch ist hier ebenso zu sehen wie die „Exhausting a Crowd“ von Kyle McDonald, die sich mit dem Thema Überwachung widmet. Und natürlich werden auch die Verdienste und Pionierleistungen einer Person ganz besonders gewürdigt: Die profilierte Kunstkritikerin und Ausstellungsmacherin Jasia Reichardt ging 1968 in die (Medienkunst-)Geschichte ein, als sie die Schau „Cybernetic Serendipity“ erstmals in Szene setzte. Jasia Reichardt ist deshalb die „Visionary Pioneer of Media Art 2016“.

Der Prix Ars Electronica gilt als die wichtigste internationale Leistungsschau für aktuelle digitale Medienkunst. Seine 29-jährige Geschichte dokumentiert eindrucksvoll den rasanten digitalen Wandel in dieser Zeitspanne. 1987 nach einer Idee von Hannes Leopoldseder als hoch dotierter, multidisziplinärer Wettbewerb für Computerkunst mit drei Wettbewerbskategorien begonnen, wird er mittlerweile in sieben Kategorien ausgelobt: Computer Animation/Film/VFX, Digital Musics & Sound Art, Interactive Art+, Digital Communities, Hybrid Art, u19 – CREATE YOUR WORLD und – seit 2014 – Visionary Pioneers of Media Art. Jedes Jahr werden abwechselnd vier dieser Kategorien ausgeschrieben.

Inferno Cyber Arts 2016

Inferno

In der Kulturgeschichte tauchen zahlreiche Darstellungen von Höllen, Dämonen und Bestrafungen auf. Ausgehend von diesen Höllenvorstellungen ist Inferno wie ein Ritual zu verstehen – quasi als Modell der unendlichen Automation und Unterwerfung unter die Maschine, das für unsere Angst vor dieser Singularität steht.

cyberartsopening

CyberArts 2016 Opening

Interaktiv, innovativ und technisch höchst anspruchsvoll – am DO 8. September 2016 eröffnet OK im OÖ Kulturquartier die Ausstellung “CyberArts 2016”.

Fairylights

Fairy Lights in Femtoseconds

Die spürbare Realisierung eines in den Raum projizierten dreidimensionalen Bildes (Hologramm) schafft einen Dialog zwischen dem Physischen und Immateriellen. Fairy Lights in Femtoseconds schafft eine geradezu magische Science-Fiction-Erzählung, die das Imaginäre innerhalb der Welt des Gewöhnlichen verortet.

Parasitic

Parasitic/Symbiotic

Das Verhältnis von Mensch und Natur scheint aus dem Gleichgewicht zu sein. Der Mensch als ein von Technologien bestimmtes Wesen zerstört die Umwelt, obwohl er von ihrer Existenz abhängt.

Pathfinder Generative

Pathfinder-Generative approach for conceptual choreography

Pathfinder [Wegbereiter] ist ein Instrument um die choreographische Entwicklung weiter zu treiben. Das Tool generiert und projiziert abstrakte Formen in den Raum, um in dieser digitalen Umgebung den TänzerInnen neue Perspektiven zu eröffnen

Rhizome

Rhizome

Die Arbeit Rhizome von Boris Labbé, einem Filmregisseur und visuellen Künstler aus Madrid, ist eine sehr vielschichtige Animation. Mehr als 2300 Tusche- und Wasserfarben-Zeichnungen bilden die Basis des Films.

Jller

Jller

Jller ist eine Maschine, die Kieselsteine aus einem Flussbett, jenem der deutschen „Jller“, nach ihrem geologischen Alter sortiert. Der Apparat analysiert die gefundenen Steine automatisch nach Typus und Alter.

Rare Earthenware

Rare Earthenware

Diese drei keramischen Gefäße im Stil der Ming-Dynastie wurden aus Lehm getöpfert, der aus der Nähe von Baotou in der Inneren Mongolei stammt – giftiger Lehm aus einem Becken, das mit Rückständen vom Abbau „seltener Erden“ gefüllt ist.

Marble Machine

Marble Machine

Die Marble Machine [Kugelmaschine] ist sowohl ein Instrument als auch der Song selbst.

Can you hear me?

Can you hear me?

In a society under constant surveillance, where governments abuse power and act against basic human rights, interventions such as Can you hear me? provide us with powerful tools to challenge these systems and make our voices heard.

Radnom Darknet Shopper

Random Darknet Shopper

Versteckte Online-Märkte sind Beispiele dafür, wie das Internet im Allgemeinen und Darknets [Schwarzmarkt] im Speziellen dazu beitragen, dass die Grenzen nationaler Gesetzgebungen zunehmend verschwimmen: Was in einem Land legal produziert und verkauft wird, ist woanders nicht unbedingt rechtens.

The Architecture of Radio

Architecture of Radio

Das Projekt verfolgt das Ziel, einen umfassenden Einblick in die sogenannte Infosphäre zu gewähren – in jenes vom Menschen geschaffene, uns ständig umgebende „Ökosystem“ aus drahtloser Infrastruktur.

Crowd

Exhausting a crowd

Exhausting a Crowd (Eine Menschenansammlung erfassen) wurde von Georges Perecs‘ Geschichte Versuch einen Platz in Paris zu erfassen (Tentative d’epuisement d’un Lieu parisien) inspiriert.

Serendipity

Jasia Reichardt

Was als technologische Revolution begonnen hat, ist längst Teil unserer Kultur und gesellschaftlichen Realität geworden. Visionäre PionierInnen haben mit ihrem künstlerischen Schaffen diese Veränderungen nicht nur vorausgedacht, sondern auch entscheidend mitgeprägt und die Grundsteine für die Medienkunst unserer Zeit gelegt.

SazaeBot

SAZAE bot

Ein Bot – Kurzform für „Robot“ – ist ein Computerprogramm, das bestimmte, sich stets wiederholende Aufgaben automatisch abarbeitet, ohne dabei auf einen menschlichen User angewiesen zu sein.

Refugee Phrasebook

Refugee Phrasebook

Refugee Phrasebook [Flüchtlings-Phrasenbuch] ist ein offenes kollaboratives Projekt. Es bietet eine Sammlung von hilfreichen Phrasen, Vokabeln und Links für Geflüchtete und HelferInnen/Helfende, um Ankommende bei der Orientierung nach der Einreise zu unterstützen.

P2PNetwork

P2P Foundation

Die 2005 von Michel Bauwens initiierte Digital Community widmet sich dem gesellschaftlichen Potenzial von Peer-to-Peer-Technologien.

Bodingbauer

Die Entscheidung

Die Entscheidung ist ein Computerspiel für zwei Spieler, die auf zwei Computern gegeneinander spielen. Dabei bekommen sie unterschiedliche Informationen und haben unterschiedliche Aufträge zu erfüllen.

Jennifer Lyn Morone Inc

Jennifer Lyn Morone TM Inc

Um auf unser Recht auf Besitz unserer persönlichen Daten aufmerksam zu machen, hat die Künstlerin Jennifer Lyn Morone im Jahr 2004 die Aktiengesellschaft Jennifer Lyn Morone™ Inc gegründet.