Projekt Genesis


Ars Electronica Center, Level 1 + 2

Vor einigen Jahren kostete es Millionen, ein Genom zu sequenzieren. Inzwischen ist der Preis auf wenige Tausend Euro gesunken und wird sich bald auf einen Bagatellbetrag reduziert haben.

Längst können wir Erbinformationen nicht nur lesen, sondern auch schreiben. Das Leben auf der Erde selbst zu formen, ist das Reich der Möglichkeiten der synthetischen Biologie. Ihr ist es unter anderem möglich, ausgestorbene Tierarten wieder zum Leben zu erwecken und Organismen mit neuen Eigenschaften auszustatten. Und das nicht nur in großen Labors, sondern auch in Garagen und Heimwerkstätten. So gibt es auch in der synthetischen Biologie eine dem Open-Source-Prinzip verpflichtete Do-it-yourself-Szene.

Die Möglichkeit, Lebewesen auf dem Reißbrett zu entwerfen, führt zu ungemein komplexen ethischen, sozialen und ökologischen Fragen.

Projekt Genesis – der englische Ausstellungstitel lautet Yours Synthetically – ist die erste Schau, die künstlerische Arbeiten als Beiträge zu dieser Diskussion versammelt. Sie vermittelt, wie KünstlerInnen technologische Errungenschaften nutzen, um die Natur zu  untersuchen und zu verstehen – und um dabei häufig eine kritische Perspektive einzunehmen.

Mit Arbeiten von Sonja Bäumel (AT) & Manuel Selg (AT), David Benqué (UK), Oron Catts (AU) & Hideo Iwasaki (JP), Ben Fry (US), Shiho Fukuhara (JP) & Georg Tremmel (AT/JP), Matthew Gardiner (AU/AT), Alexandra Daisy Ginsberg (UK), Andy Gracie (UK/ES), Hackteria.org (CH), Denisa Kera (CZ/SG), Le Laboratoire (FR), Emiko Ogawa (JP/AT) & Hideaki Ogawa (JP/AT) & Naohiro Hayaishi (JP) & Takeshi Kanno (JP), Patricia Piccinini (AU), Tobias Revell (UK), RIXC (LV), Theresa Schubert (DE), Johanna Schmeer (DE), Science Gallery (IE), Superflux Studio (UK), Rüdiger Trojok (DK), Teresa Dillion (IE) & Naomi Griffin-Murtagh (IE) & Claire Dempsey (IE) & Aisling McCrudden (IE) & Pierre Cordelle (FR) & Maëlle Chassard (FR) & Guilhem Aulotte (FR) & Sandra Rey (FR).

Kurator: Matthew Gardiner (AU/AT)

Die Ausstellung ist im Ars Electronica Center, Level 1 + 2 zu sehen, detaillierte Informationen finden Sie unter www.aec.at/projektgenesis.


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