Wir sind hier - Opening Festival Ars Electronica 2013






Wie dem Ars Electronica Festival 2013 selbst geht auch seiner Eröffnung in Gestalt der Live-Performance Wir sind hier in der Tabakfabrik Linz ein ausgedehnter Entstehungsprozess voraus. Seit Mitte Juli ist die Website www.wir-sind-hier.org Dreh- und Angelpunkt des crossmedialen Kunstprojekts, das der Künstler, Universitätslehrer und Softwareunternehmer Salvatore Vanasco (IT/DE) in Gang gesetzt hat.

Gegen Überwachung

Nach und nach veröffentlichen Vanasco und seine zahlreichen MitstreiterInnen hier die Themen des Projekts, stellen sie zur Diskussion und berichten über laufende Aktionen. Wir sind hier richtet sich an all jene, die gegen Vorratsdatenspeicherung, PRISM und die vielen anderen Spielarten digitaler Überwachung und Zensur ihre Stimme erheben wollen – und die damit verbundene Hoffnungslosigkeit, aber auch Gleichgültigkeit nicht länger hinnehmen möchten.

Ein Gefühl des Unbehagens

Wohin Überwachung und Zensur führen können, daran erinnern die ProtagonistInnen bei der Festivaleröffnung: Wer teilnimmt, wird schnell von einem unbestimmten Gefühl des Unbehagens erfasst, und das ist Absicht. Überwachungskameras säumen den Platz, die einzelne BesucherInnen ins Visier nehmen. Auch andere Details deuten darauf hin, dass hier alles gründlich überwacht wird. Auf dem Platz steht eine Statue aus Datenträgern. Was wird mit ihr geschehen?

80 Jahre nach der Bücherverbrennung

Dann beginnen maskierte Gestalten, sich in die Menge zu drängen und sie in mehrere Gruppen aufzuteilen. Die Musik, zunächst bekannte Hits aus vergangenen Jahrzehnten, wird zu ohrenbetäubenden Lärm. Die Stimme eines kleinen Mädchens, dessen Gesicht groß auf der Leinwand erscheint, beginnt einen Text vorzutragen. Wir werden an die Bücherverbrennung erinnert, der am 10. Mai 1933 mitten in Berlin rund 20.000 Bände zum Opfer fielen – und im Lauf der Performance unter Mitwirkung der Quadrocopter-Flotte des Ars Electronica Futurelab auf gefährliche Tendenzen der in der gegenwärtigen Kontrollgesellschaft aufmerksam gemacht.

Laut werden

Neben dem Mitdiskutieren gibt es noch andere Formen, sich vorab in das Projekt einzubringen, wie etwa den Wir-sind-hier-Chor: jede und jeder ist eingeladen, einen kurzen Auszug aus Bertolt Brechts Gedicht Gegen Verführung (1925) einzulesen und in Form eines kurzen Videos auf die Projektwebsite zu stellen. Alle Stimmen zusammen bilden jenen Chor, der bei der Inszenierung in der Linzer Tabakfabrik erstmals erklingt.

Darüber hinaus suchen die ProjektmacherInnen nach den Klängen der Zerstörung von Kultur – vom Krachen einer Abrissbirne über das Knistern verbrennenden Papiers bis zum Piepen einer Error-Meldung. Aus all diesen Sounds erarbeitet der Komponist FM Einheit (DE) Teile des Soundtracks für die Live-Performance in Linz.

Mit Jovica Aleksis (DE), Gözen Atila (TR), Ulé Barcelos (PT), Dominik Berg (DE), Matti Casper Blunck (DE), Rica Blunck (DE), Yoko Gretel Blunck (DE), Claudius Brodmann (DE), Matthias David (DE), Elisa de Paolis (IT), Daniela Dibelius (DE), FM Einheit (DE), Stephanie Geiger (DE), Marcus Jäger (DE), Craig Johnson (NZ), Johannes Kirchner (DE), Francesca Kühlers (US), Traute Kühlers (DE), Jan Lachenmayer (DE), Sybille Luhmann (NL), Andy Müller-Maguhn (DE), Timo Maier (DE), Jürgen Mertens (DE), Steffen Neubauer (DE), Kien Nguyen (DE), Felix Ostrowski (DE), Bilgehan Öziş (TR), Laszlo Puskas (DE), Rafa Quinonero (ES), Ludwig Seyfarth (DE), Rolf Wolkenstein (DE), Cornelia Wunderlich (DE), Laura Zidda (IT).

Do 5. 9. 20:30
Tabakfabrik Linz

Das Opening findet am 5. September in der Tabakfabrik Linz statt, begonnen hat es jetzt schon. Werden Sie Teil des User-Generated-Choirs, der beim Opening auftritt, oder lassen Sie sich von Lärm inspirieren, nehmen Sie ihn auf und werden so Teil des Openings

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Prix Ars Electronica Gala

Koen van Mechelen (BE), Goldene Nica Hybrid Arts

Michel Décosterd (CH), André Décosterd (CH), Goldene Nica Interactive Art

Nicolas Bernier (CA), Goldene Nica Digital Musics & Sound Art

El Campo de Cebada (ES), Goldene Nica Digital Communities

Dominik Koller (AT), Goldene Nica u19 – CREATE YOUR WORLD

Ein Abend im Zeichen der weltbesten VertreterInnen der digitalen Künste: die große Gala der Ars Electronica 2013 mit der Verleihung der Goldenen Nicas an die PreisträgerInnen des Prix Ars Electronica.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der begrenzten Anzahl an Sitzplätzen eine separate Einladung oder eine Platzkarte für die Gala benötigt wird.

Fr 6. 9. 18:30
Brucknerhaus, Großer Saal

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voestalpine Klangwolke 2013 - Bruckner lebt!

Sa 7. 9. 20:00
Donaupark

Mit dramatischen Szenen, Ausschnitten aus seinem imposanten musikalischen Werk und der Stimme von Harald Serafin lässt die voestalpine Klangwolke 2013 Anton Bruckner wiederauferstehen.

Ein musikalisches Update zu Bruckner steuert Parov Stelar bei, und das Ars Electronica Futurelab beteiligt sich in Form einer Smartphone-App am Spektakel. Im Vorfeld der Klangwolke erlaubt sie, in Bruckners Tagebuch zu blättern. So lässt sich herausfinden, unter welchen Umständen und in welcher Verfassung Bruckner komponiert hat. Dabei greift die Applikation auf Originaleinträge des fleißigen Tagebuchschreibers zurück und setzt sie in einen zeitgeschichtlichen Kontext. So entsteht ein detailliertes Bild von Bruckners Welt und seines an Höhen und Tiefen reichen Lebens.

Das größte Smartphone-Orchester der Welt

Bei der Klangwolke selbst kommt der zweite Teil der App zum Zug. „Alle Menschen werden Bruckner“ verwandelt jedes mitgebrachte Smartphone oder Tablet in ein Instrument. Die BesucherInnen vereinen sich so zum größten Smartphone-Orchester der Welt. Gemeinsam mit dem Bruckner Orchester Linz stimmt es die Anfangstöne von Bruckners 4. Sinfonie an. Und all das erstmals per Stream live im Internet. Wer weiß – vielleicht hört Anton Bruckner sogar zu?

Sa 7. 9. 20:00
Donaupark

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Große Konzertnacht

Orchestermusik und digitale Klänge einerseits, Live-Elektronik und Visualisierungen andererseits: Seit 2002 sind das die programmatischen Pole der Großen Konzertnacht von Ars Electronica Festival, Brucknerhaus Linz und Bruckner Orchester Linz.
Zur Ouvertüre erklingt Acoustic Time Travel des Prix Ars Electronica Collide@CERN-Preisträgers Bill Fontana (US), gefolgt von Radiologic des Duos Carl Stone (US) und Gil Kuno (JP).
Anschließend führt das Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies (US/AT) nach dem kurzen Film Welcome Transients von Ernie Kovacs (US) die 10. Sinfonie von Philip Glass (US) und im Lauf des Abends Requies von Luciano Berio (IT) sowie mit dem Vibrafon-Solisten David Friedman (US) By the Reflecting Pool von Leah Muir (US) auf.

Zwischenspiel in der Austellung

In der TOTAL RECALL Exhibition sind anschließend Performances von Yuri Suzuki (JP), Keith Lam (HK) and Michelle Ngai (TW) zu erleben. Sie stellen ihre dort präsentierten Arbeiten persönlich vor und bespielen ihre Installationen The Sound of the Earth und Device Playing: Cassette Recorder (II).
Eine Österreich-Premiere ist die AV-Produktion Ye Shanghai Roberto Paci Dalo (IT) über das jüdische Ghetto in Shanghai während und nach dem 2. Weltkrieg.
Das elektronische Finale bestreiten re-lay (Tobias Ehrhardt, AT) & 19 hertz (Emanuel Jauk, AT) mit cut.repeat sowie Daito Manabe und Satoru Higa (JP).
Die Visualisierungen dazu kommen von Arístides García (ES) und Andreas Koller (AT/UK), die musikalische Gestaltung der Umbaupausen übernimmt das MFRedman Collective.

Lentos, Freiraum

19:00 Bill Fontana (US) – Acoustic Time Travel
Created under the auspices of the Prix Ars Electronica Collide@CERN Artist in Residence Program

Lentos, Auditorium

19:30 Carl Stone & Gil KunoRadiologic

Brucknerhaus, Großer Saal

20:00 Ernie Kovacs: Welcome Transients (Film)
20:10 Bruckner Orchester Linz (AT), Dennis Russell Davies (Dirigent US/AT): Philip Glass: 10. Sinfonie
20:50 Roberto Paci Dalo (IT): Ye Shanghai

Brucknerhaus, Foyer
21:20 TOTAL RECALL: Performance Intermezzo

Yuri Suzuki (JP): The Sound of the Earth

Keith Lam (HK) & Michelle Ngai (TW): Device Playing: Cassette Recorder (II)

Brucknerhaus, Großer Saal
22:00 Bruckner Orchester Linz (AT), Dennis Russell Davies (Dirigent US/AT): Luciano Berio: Requies
22:30 Bruckner Orchester Linz (AT), Dennis Russell Davies (Dirigent US/AT), David Friedman (US) (am Vibraphon): Leah Muir: By the Reflecting Pool
23:10 re-lay (Tobias Ehrhardt) & 19 hertz (Emanuel Jauk) (AT) mit cut.repeat
23:30 Daito Manabe (JP) & Satoru Higa (JP)

Die Visualisierungen zu den Orchesterstücken kommen von Aristides Garcia (ES) und Andreas Koller (AT/UK).

Musikalische Gestaltung der Umbaupausen:
MFRedman Collective

Lentos Kunstmuseum Linz, Freiraum, Auditorium
Brucknerhaus, Großer Saal, Foyer

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The Aural-Memory-Machine


Sa 7. 9. 12:00 – 17:00, 20:00-23:00, Live-Performance: 23:00 – 24:00
Mariendom



Wolfgang Dorningers (AT) Aural-Memory-Machine ist eine sechskanalige Soundinstallation für die (Festival)BesucherInnen des Linzer Mariendoms. Denn sie sind es, die ohne musikalische oder technische Vorkenntnisse darauf spielen. Dabei ist nichts weiter zu tun, als mittels Midi-Keyboard an einem von acht Terminals im Dom einen beliebigen Text einzugeben. In Echtzeit steuert der Text field recordings – Aufzeichnungen der akustischen Umwelt – an, die in einzelne Themenkreise abgegrenzt sind.

Text oder Klang – oder beides?

Bis zu acht KlanggestalterInnen können so miteinander das Potenzial der Aural-Memory-Machine ausloten. Unablässig müssen sie entscheiden, ob sie dabei Text bzw. Code produzieren oder an der Gestaltung eines momentanten akustischen Environments im Dom teilhaben wollen – oder beides.

Nächtliches Konzert

Abschließender Höhepunkt ist ein nächtliches Konzert von Wolfgang Dorninger mit Petra Anlanger (AT), Richard Eigner (AT), Georg Edlinger (AT), Volker Kagerer (AT) und Domorganist Wolfgang Kreuzhuber (AT). Sie benutzen dabei daselbe Instrumentarium wie das Publkium, spielen aber ein vorgegebenes Repertoire: ausgewählte Texte aus dem Ars-Electronica-Katalog.

Sa 7. 9. 12:00 – 17:00, 20:00-23:00, Live-Performance: 23:00 – 24:00
Mariendom

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Ars Electronica Quarter Night


Fr 6. 9.
Ars Electronica Quarter

Ein abwechslungsreiches und dichtes Programm macht am Freitag das Ars Electronica Center und das umgebende Ars Electronica Quarter zum Gravitationszentrum des Festivals.

Das FabLab bietet mit dem Candlescape– und dem Hyperform-Workshop die ersten von vielen kurzweilige Arbeitsstunden. Am Nachmittag eröffnet die luftige Kunst-Kuppel Sphæræ mit einer Talksession und der Performance 43.5 von Joost Rekveld (NL), die sich auf die Mustersuche von Computerpionier Alan Turing bezieht.

Im Studio des Ars Electronica Futurelab lockt eine Weltpremiere: die erste öffentliche Aufführung der crossmedialen Tanzperformance Resonate. Aakash Odedra (UK) und Lewis Major (AU) haben sie mit Unterstützung des Ars Electronica Futurelab entwickelt und einen Weg gefunden, die Sprachwahrnehmung von Menschen mit Legasthenie in Audiovisionen und Bewegung zu übersetzen.

Programm für junge Leute

Geballtes Programm bietet auch das u19 – CREATE YOUR WORLD Zukunftsfestival der nächsten Generation in der u19 – CREATE YOUR WORLD Festivalstadt an der Donau. Beispielsweise mit der Soundsticks Performance von Leo Bettinelli (AR) oder dem u19 – CREATE YOUR WORLD Prix Ars Electronica-Schwerpunkt am Freitag.

Die Akademie des Österreichischen Films (AT) lädt am Nachmittag zu einer hochkarätigen Gesprächsrunde über die Zugänge junger MediengestalterInnen zum alten Medium Film, die der Schauspieler und Regisseur Karl Markovics (AT) moderiert.

Für Erfrischungen dazwischen bieten sich das Espressomobil und die u19 – CREATE YOUR WORLD-Gastro an.

Highlights bei Deep Space Live

Hochmusikalisch und hochakrobatisch zugleich ist das Gastspiel von Dennis Russell Davies (US/AT) und Maki Namekawa (JP/AT), die mit der Aufführung von Strawinskys Le sacre du printemps in der Fassung für Klavier zu vier Händen für den ersten Höhepunkt im Deep Space sorgen.

Dort lockt der Campus Hagenberg der Fachhochschule OÖ (AT) unter dem Titel Mind Games in die virtuellen Welten zweier interaktiver Installationen.

Ein Kosmos für sich ist HR Giger’s World, der sich am Abend im Deep Space auftut. HR Giger (CH), Featured Artist der Ars Electronica 2013, führt persönlich mit Kurator Andreas Hirsch (AT) durch seine künstlerische Welt, die sich in noch nie dagewesener Weise in ultrahochaufgelösten Gigapixelbildern auftut.

Linz – Istanbul – Linz

Nach Einbruch der Dunkelheit schaltet die Connecting-Cities-Fassadenprojektion Connecting Monsters die Medienfassade des Ars Electronica Center mit einer digitalen Wall auf dem Beşiktaş-Platz in Istanbul (TR) synchron. Die bis in die Morgenstunden dauernde Ars Electronica Nightline 2013 bestreiten Camila Fuchs (UK) und Anna Leiser (AT).

Fr 6. 9.
Ars Electronica Quarter

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Deep Space Live

Ars Electronica Center, Deep Space

Der Deep Space ist der Projektionsraum des Ars Electronica Center. Er bietet Bilder, Filme, Animationen und 3-D-Applikationen in weltweit einmaliger Auflösung und Größe. Die Ausstattung mit insgesamt acht Projektoren erlaubt es, hier 16 mal 9 Meter große gestochen scharfe Bilder auf Wand und Boden zu projizieren.

HR Giger’s World

HR Giger (CH), Andreas Hirsch (AT)

Die Ars Electronica würdigt den legendären Schöpfer der „Biomechanik“ und des Alien: Eine Serie von Gigapixelbildern im Deep Space des Ars Electronica Centers führt in noch nie dagewesener Weise in den von Mutanten und Biomechanoiden bevölkerten Kosmos von HR Giger.

Gigapixelbilder

Do 5.9. 10:30, 13:30, 20:00
Sa 7.9. 10:30
So 8.9. 10:30, 13:30, 20:00
Mo 9.9. 10:30

HR Giger & Andreas Hirsch – HR Giger’s World – Featured Artist Talk

Fr 6.9. 22:00 – 23:00
Freie Platzkarten sind ab 1 Stunde vor Beginn am Ars Electronica Center Infodesk erhältlich.

Elysian Fields

Ina Conradi Chavez (U.S. / SG) Joshua Tan (SG), Davier Yoon (SG), Jeremy Goh (SG)

Halb Kriegsfilm, halb animiertes Gemälde, verschmilzt die Arbeit Fantastisches und Historisches zu einer surrealen Rekonfiguration der Gegenwart.

Angelegt als unendlicher Loop, läuft die Geschichte durch einen unausweichlich auf die Katastrophe zusteuernden Luftkampf auf Tod, Jenseits und Wiedergeburt zu, um am Ende im surrealen Raum einer Paralleldimension zu enden. Ina Conradi Chavez führt gemalte Erzählschnipsel in die Logik und Verlaufsform eines Traums und löst die konkrete, explizite Darstellung nach und nach in ein fragiles komplexes Geflecht auf.

Do 5.9.- So 8.9. 12:00
Do 5.9. und Sa 7.9. 16:00

Mind Games

FH OÖ Campus Hagenberg (AT)

Zwei interaktive Installationen von Studierenden, Lehrenden und Freunden der Fachhochschule Oberösterreich laden ein, mit Erlebnis und Erinnerung aktiv zu spielen.

Die Virtual-Reality-Installation Clockworld von Benedict Bleimschein (AT) und Martin Kienmeyer (AT) macht die BesucherInnen selbst zu AnimatorInnen: Sie gestalten die Gedankenwelt eines virtuellen Androiden mit. In der Spielinstallation re:collection ist das Publikum aufgerufen, gemeinsam alte Speichermedien wie Vinylschallplatten und Audiokassetten vor der Vernichtung zu retten. Es gilt Gefahren aus dem Weg zu räumen und Energiequellen zu verteidigen. Hinter der Installation stehen Jeremiah Diephuis, Wolfgang Hochleitner und Michael Lankes vom Campus Hagenberg (AT) sowie Thomas Heller, Thomas Raffatzeder, Gernot Raudner und Manuel Wieser von Radiated Pixel (AT).

Do 5.9. – So 8.9. 18:30
Mo 9.9. 14:00

Voices of Aliveness

Masaki Fujihata (JP)

Do 5.9. 12:30, 16:30
Fr 6.9. 12:30
Sa 7.9. 12:30, 16:30

Die auch bei CyberArts 2013 präsentierte Arbeit Voices of Aliveness ist eine Stimmenskulptur, ein aus einem kollektiven Gedächtnis erbautes „Metamonument“. Auf einem Fahrrad absolvieren die daran Mitwirkenden den „shouting circuit“ – eine Wegstrecke, auf der sie sich die Seele aus dem Leib schreien. Die Sammlung der aufgezeichneten Fahrwege und Schreie findet sich im Cyberspace in Form eines Rings wieder.

D 5.9.- So 8.9. 12:00
Do 5.9. und Sa 7.9. 16:30

3-D-Gehirn

Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig (DE)

Erst das Zusammenspiel der Milliarden Nervenzellen im Gehirn macht uns zu denkenden Wesen. HirnforscherInnen zeigen mit 3-D-Einblicken in das Gehirn, wie sie diesen Verbindungen und Zusammenhängen mit neuen Verfahren in der Magnetresonanztomografie auf die Spur kommen und Denkprozesse nachvollziehen können.

Do 5.9. 15:00
Fr 6.9. 15:00
Sa 7.9. 11:00, 15:00
So 8.9. 11:00, 15:00

Weitere Präsentationen


Mit Will Love Tear Us Apart präsentiert Gordon Calleja (MT) ein Spiel über die Schattenseiten der Liebe. Es basiert auf dem berühmten Song von Joy Division, dessen Strophen Ausgangspunkte für die verschiedenen Levels sind. Sa 7.9. 17:30, So 8.9. 17:30


Julia Gessl (ORF, AT) und Kurator Juha van Ingen (FI) präsentieren die für das Medium Teletext und das International Teletext Art Festival ITAF 2013 geschaffenen Arbeiten von 16 KünstlerInnen aus acht Nationen. Fr 06.09. 13:00, Sa 07.09. 13:30, So 8.9. 13:00


Martin Mészáros‘ (CH) und Alfred Vendls (AT) Film Terra Mater: YouPlanet 3D zeigt einen auch der Wissenschaft noch weitgehend unbekannten Lebensraum: das Ökosystem Mensch, das auf seinen durchschnittlich zwei Quadratmetern Haut mehr Mikrolebewesen beherbergt als Menschen auf der Erde leben – nämlich gute 100 Billionen. Do 05.09. 11:00


Forms von Quayola (IT) und Memo Akten (TR) ist eine mit einer Goldenen Nica ausgezeichnete Studie menschlicher Bewegungen und ihrer Resonanz in Raum und Zeit, geschaffen aus Bildmaterial von SportlerInnen bei den Commonwealth Games. Do 05.09. 17:30, Fr 06.09. 17:30


Bei The Memory of Le sacre du Printemps spielen Dennis Russell Davies (US/AT) und Maki Namekawa (JP/AT) aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der Uraufführung des bahnbrechenden Werks von Igor Strawinsky die Fassung für Klavier zu vier Händen an, hochakrobatisch und begleitet von einer Echtzeit-Visualisierung.


Mit technischer Unterstützung des Ars Electronica Center schoss Lois Lammerhuber (AT) für die Projektion From Austria to the World am Flughafen Wien atemberaubende Gigapixelbilder von New York City, die Manhattan aus dem 61. Stockwerk des Rockefeller Center zeigen. Do 5.9. 13:00, 19:30, Fr 6.9. 14:00, 19:30, Sa 7.9. 19:30, So 8.9. 19:30


Für seine Porträtserie people_scans hat der Fotograf Kurt Hörbst (AT) ein entschleunigtes Fotoverfahren erdacht, das trotz Digitalkamera die Produktionsbedingungen von anno dazumal mit minutenlangem Stillhalten wieder herstellt.

Ars Electronica Center, Deep Space

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Huang Yi & KUKA



Das lebenslange Interesse des Tänzers, Choreografen und Erfinders Huang Yi (TW) gilt der Beziehung, ja Partnerschaft von Mensch und Roboter. Seine Stücke, in denen er auch Fotografie, Video und Mechanik einsetzt, verschmelzen Tanz und eine vielfältige Bilderwelt mit Technologie und Maschinen zu Choreografien, die in Form und Inhalt weit über das in der darstellenden Kunst übliche Repertoire hinausgehen. Huang Yi versteht sich selbst als Tanzwerkzeug, die kontinuierlichen Bewegungen in seinen Stücken entsprechen dem Fluss von Daten.

Tanzen wie eine Maschine

In der prämiierten dreißigminütigen Performance Huang Yi & KUKA ist ein Roboter des deutschen Herstellers KUKA der Tanzpartner von Huang Yi: „Mit einem KUKA-Roboter von Angesicht zu Angesicht zu tanzen ist wie mein Gesicht im Spiegel zu betrachten. Ich lasse KUKA meine Bewegungen imitieren und lerne umgekehrt von ihm. Ich bringe mich dazu, selbst wie eine Maschine zu tanzen.“

Festival Opening
Do 5.9. 23:00-23:30
Tabakfabrik

Sa 7.9. 17:30-18:30
Tabakfabrik

So 8.9. 18:00-19:00
Tabakfabrik

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Digital Quarter Century_ShelTeR


Tabakfabrik
Do 5. 9. 12:00 – 24:00
Fr 6. – Mo 9. 9. 10:00 – 21:00

Station Rose (AT)


Station Rose, vor 25 Jahren von der bildenden Künstlerin Elisa Rose (AT) mit dem Musiker und Komponist Gary Danner (AT) als erste digitale öffentliche Adresse Wiens gegründet, hat 2013 das „Digital Quarter Century/DQC“ erreicht. DQC ist ihr aktuelles Projekt, um Kulturerbe aus dem künstlerischen Blickwinkel von Pionieren der digitalen Kultur zu speichern.

Ein Spielhaus

Mit DQC_ShelTeR schafft Station Rose eine bespielbare Installation, in der Elisa Rose und Gary Danner live in audiovisuellen Sessions performen – eine AV-Skulptur, ein digitales Archiv, ein Spielhaus für Erwachsene, um den Überblick über die Daten nicht zu verlieren.  Das „Einschleifen“ von DQC-Daten trifft auf neue und für die Ars Electronica geschaffene AV-Kompositionen.

Performances

5.9. 14:00
6.9. 16:30
7.9. 13:00, 22:00
8.9. 15:00, 22:00

Öffnungszeiten Installation

Do 5. 9. 12:00 – 24:00
Fr 6. – Mo 9. 9. 10:00 – 21:00
Tabakfabrik

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Ars Electronica Music Day

Der langen Tradition der elektronischen Musik im Festival verpflichtet, widmet die Ars Electronica dem für die Medienkunst so wichtigen Feld der Musik einmal mehr einen eigenen Programmschwerpunkt im und vor dem Brucknerhaus. Der Ars Electronica Music Day ist eine Plattform für Sound Art, Radiokunst, Klangskulpturen und Klanginstallationen. Die Konzertsäle und der Donaupark werden zu Klang- und Aktionsräumen für Listening Sessions, Performances, Vorträge und Gespräche.

Elektronisches Wunschkonzert

Bereits am Vormittag eröffnet Listening Post. Unter dem Motto Sie wünschen, wir spielen serviert dieses extravagante Wunschkonzert ein Potpourri aus den über 340 Prix-Ars- Electronica-Einreichungen im Archiv.

Prix Forum V – Digital Musics & Sound Art

In Sachen Live-Performances machen die diesjährigen Preisträger des Prix Ars Electronica in der Kategorie Digital Musics & Sound Art den Beginn. Das ist immer noch jene Kategorie, in die mit Abstand die meisten Einreichungen fallen. Zu hören sind Nicolas Bernier (CA), Chris Carlson (US) und SjQ++ (JP), die ihre Arbeiten präsentieren und gemeinsam mit Jurymitglied Electric Indigo (AT) aktuelle Trends und Entwicklungen diskutieren.

Danach gibt der profilierte Grazer Musiktheoretiker und -praktiker Werner Jauk (AT) unter dem Titel Music and Media Arts eine Special Lecture zur Mediatisierung von Musik und Klang.

TOTAL RECALL: Special Perfomances

Auch in der TOTAL RECALL Exhibition mit etlichen Exponaten musikalischer Natur regt sich am Ars Electronica Music Day akustisches Leben: KünstlerInnen wie Brian House (US), Yuri Suzuki (JP), Michelle Ngai (JP) und Ei Wada (JP) stellen ihre Arbeiten persönlich vor und bespielen Installationen wie The Sound of the Earth, Device Playing: Cassette Recorder II, Toki Ori Ori Nasu – Falling Records und Quotidian Record.

Das (Welt)Raumgedächtnis

Die leistungsstarke Soundanlage der Klangwolke stellt sich an diesem Tag ganz in den Dienst der Sound Art mit ihren feinen Geräusch- und Musikgeweben. Sound is the Memory of Space heißt die „sonic memory sculpture“, die das deutsch-österreichsichen Labels MF.Redman akustisch im Donaupark errichtet. Klang- und Musikcollagen mit Material aus internationalen historischen Tonarchiven sind der dafür verarbeitete Baustoff.

Hören und Spielen

Bei Listen and Play wird die feine Konzertraumakustik des Großen Saals zum speziellen Rahmen für Präsentationen, Performances und Demos von Künstlern wie Bill Fontana (US), Daito Manabe (JP), Roberto Paci Dalo (IT) und Wolfgang Dorninger (AT). Sie geben damit Höreindrücke ihrer Arbeit mit Musik und Klang.

Digital Musics in Concert

Am Abend gehört die Bühne nochmals den Prix-Preisträgern Nicolas Bernier (CA), Chris Carlson (US) und SjQ++ (JP), die das Programm von Digital Musics in Concert bestreiten. Ein Auftritt von Station Rose (AT) in der Tabafabrik beschließt den Abend – und das Festival.

Programm

Mo 9. 9. 10:30 – 21:00
Brucknerhaus, Mittlerer Saal, Großer Saal, Donaupark, Tabakfabrik

Brucknerhaus, Mittlerer Saal
10:30 – 17:00 Listening Post: Sie wünschen, wir spielen – Wunschkonzert aus dem Archiv des Prix Ars Electronica

Klangpark am Donauufer
10:30 – 19:00 “Sound is the Memory of Space” – a sonic memory sculpture von MFRedman (A/D)

Brucknerhaus, Großer Saal
11:30 – 13:00 Prix Forum Digital Musics & Sound Art
14:00 – 15:00 Special Lecture Werner JaukMusic and Media Arts
15:00 – 17:00 Listen and Play – Präsentationen, Performances, Demos von Wolfgang “Fadi” Dorninger, Roberto Paci Dalo, Daito Manabe, TOTAL RECALL: Performances
19:30 – 21:00 Digital Musics in Concert – Prix Ars Electronica PreisträgerInnen-Konzert

Tabakfabrik
21:30 Station Rose

Brucknerhaus, Mittlerer Saal, Großer Saal
Donaupark
Tabakfabrik Linz

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Animation Festival

Als Destillat aus den Einreichungen zum diesjährigen Prix Ars Electronica besticht das Ars Electronica Animation Festival einmal mehr mit Vielfalt im Inhaltlichen wie auch im Gestalterischen. Eindrücklich vermittelt es, wie expansiv das Genre selbst wächst und wie stark es unseren Alltag bereits durchdringt – in sichtbarer Form als digitale Animation oder getarnt als Simulation.

Ein breites Feld

Bewegtbilder aus dem Computer haben neben der Unterhaltungs- und Gamebranche längst auch Kunst, Industrie und Wissenschaft erobert. Dementsprechend breit gefächert ist das auf 10 Schienen aufgeteilte Programm des Ars Electronica Animation Festival. Von traditionell erzählten Filmen reicht es über abstrakte Experimentalarbeiten bis zu interaktiven Werken und von Installationen hin zu Fassadenprojektionen.

Eine der Programmschienen ist den vermehrt eingereichten Computeranimationen aus der Prix-Kategorie u19 – CREATE YOUR WORLD gewidmet, eine andere den besten Arbeiten des Japan Media Arts Festival.

Die Programmschienen

  • Das Programm Experimental versammelt gestalterische Experimente in unterschiedlichen Formen und Genres wie etwa im Blogformat als Kettenanimation von mehreren KünstlerInnen produzierte Arbeiten.
  • Music & Images zeigt die unterschiedlichsten Spielarten im Zusammenwirken von Musik und Bild: experimentelle Arbeiten mit Interaktion zwischen Bild und Sound ebenso wie gängige Musikvideos.
  • Dass der narrative Kurzfilm in der Computeranimation bzw. im Digital Filmmaking in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, unterstreicht das Narration-Programm.
  • Die für die Schiene Mental States ausgewählten Filme beschreiben sensibel und höchst persönlich mentale Zustände und erzählen von Menschen in Ausnahmezuständen.
  • Sex und Gewalt: Sexuelle Obsessionen, Gewaltvorstellungen, Blut, Tod und Verfolgung dominieren das Late Night-Programm. Geeignet nur für starke Nerven!
  • Mit den Arbeiten bei Advertisement & VFX unterstreicht das Festival, dass sich dem Open-Source-Gedanken folgend im Bereich der Film- und Gamewirtschaft zunehmend Alternativen zu den großen Studios auftun.
  • Dank leistungsstarker Projektionstechnologie und Softwarepaketen wandern 3-D-Visualisierungen zunehmend in den öffentlichen städtischen Raum, wie Expanded Digital Animation vermittelt.
  • Memories widmet sich schließlich einer Paradedisziplin der Animation: der Visualisierung von Gefühls- und Erinnerungswelten.

Für das Ars Electronica Animation Festival wird ein eigenes detailliertes Programmheft aufgelegt.

OK im OÖ Kulturquartier

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OK Night

An die Vorstellungen im Electronic Theater anschließend, reihen sich in der OK Night bis in die Morgenstunden Konzerte und Performances aneinander. Prix-Ars-Electronica-Preisträger Nicolas Bernier (CA) eröffnet den Abend im Mediendeck, gefolgt von Grischa Lichtenberger (DE) und Leeux (AT), bestehend aus Abby Lee Tee und Feux. Den Kehraus besorgt Maximilian Meindl (AT), während im Solaris parallel dazu Washer (AT/DE) und F!no (AT) ausgedehnte DJ-Sets bestreiten.

Markus Reindl (AT) ist der Programmgestalter der abwechslungsreichen Nacht, die visuelle Gestaltung liegt bei Das Gegenlicht (Backlab /AT).

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Nightline

Koenigleopold (AT)

Kompromissloser und provokanter Wahnsinn zeichnet Lukas König (der Bass und Schlagzeug gleichzeitig spielt) und den DJ-MC-Klarinettisten-Gitarristen-Sänger-Elektroniker Leo Riegler als Duo Koenigleopold seit 2011 aus. Als einer der kontroversiellsten Acts der gegenwärtigen Musikszene verstehen sie es, ihr Publikum innerhalb von Sekunden zum Lachen und gleich darauf zum Fremdschämen zu bringen.
Do 5. 9.

The Future Sound presents: Camila Fuchs (UK), Anna Leiser (AT)

Das Londoner Duo Camila Fuchs verbindet fein gesponnene elektronische Soundtüftelei mit ausgefallenem, aber eingehendem Gesang. Anna Leiser wiederum ist als Teil des umtriebigen Wiener Kollektivs Bebop Rodeo für einen eklektischen Future-Sound-Abend gut. Weitere Gäste: Abby Lee Tee (AT) und F!no (AT).
Fr 6. 9.

the empress club presents: Sick Girls (DE), That Fucking Sara (DK/DE), NoisyBoy (AT)

Die Sick Girls versorgen seit 2004 die Clubs der Welt mit ihrer Synthese von britischem Grime, Dubstep und Bass einerseits sowie Gangsta Rap, B-more und Digi-Dancehall andererseits.
That Fucking Sara steht seit Anfang der 1990er an den Turntables, kann auf viele Touren und Festivals zurückblicken und serviert über Hip-Hop hinaus manchmal auch Disco, Old School Electro, Soul und Funk.
Die Aufwärmrunde übernimmt NoisyBoy a.k.a. Selecta Ufuk mit einem seiner erfrischenden Sets, die sich als Crossover-Mixes durch Subgenres wie Moombahton und Trap & Tropical bewegen.
Sa 7. 9.

Pd~graz/linz meets Shu Lea Cheang (TW), Wanda & Nova deViator (SI)

Die Medienkünstlerin Shu Lea Cheang lädt die Pd~community in Graz und Linz ein, den Saal der Stadtwerkstatt visuell und akustisch in einer 70minütigen Nonstop-Hyper-Jamsession zu bespielen. Das Motto: LIVE CODE LIVE SPAM. Um Mitternacht läuft Cheangs Cyberpunk-Scifi-Porno I.K.U. – This is not love. This is sex.
Wanda & Nova deViator entziehen sich mit zeitgenössischer elektronischer Musik in voller klanglicher Vielfalt jeder Genrezuordnung, auch wenn ihre Wurzeln im britischen Sound unüberhörbar sind.
So 8. 9.

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Electronic Theater

Präsentation aller in der Kategorie Computer Animation/Film/VFX preisgekrönten Arbeiten des Prix Ars Electronica 2013.

Filmen und Fotografieren während der Vorführungen im Electronic Theater sind nicht erlaubt.

Sa 7. 9.
21:00: Hauptplatz
20:00, 21:00: OK Platz, Sommerkino

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Your-Cosmos


Daito Manabe (JP), Satoru Higa (JP)

In einer Special Performance präsentieren Daito Manabe (JP), Satoru Higa (JL) die Installation Your-Cosmos aus dem japanischen Nationalmuseum für Zukunftsforschung Miraikan, die zugleich auch ein Workshop ist. Dabei können die Teilnehmenden LED-Module miteinander verbinden und so ihre eigene Welt erschaffen. Dabei geht es nicht nur darum, den Standpunkt anderer zu verstehen – sondern auch darum, hautnah zu erleben, was es heißt, zusammen mit anderen eine Welt zu schaffen.

Credit: evala, Daito Manabe, Kaoru Sugano, Kouki Yamada, Satoru Higa, Satoshi Horii

Fr 6. 9. 14:00
Ars Electronica Center, Brainlab
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The Memory of Le Sacre du Printemps


Dennis Russell Davies (US/AT), Maki Namekawa (JP/AT)



Mit der Zerstörung der alten Welt kokettierend, sorgte die Uraufführung von IIgor Strawinskys Le sacre du printemps für einen handfesten Skandal. Aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums dieses bahnbrechenden Ereignisses nehmen sich Dennis Russell Davies und Maki Namekawa im Deep Space der Fassung für Klavier zu vier Händen an. Sie erfordert eine akrobatische Spitzenleistung des Duos und zeigt den rhythmischen Furor des Stücks viel deutlicher als die Orchesterfassung.

Rasende Finger

Die Dramatik dieses körperlichen Schauspiels ist eine fast unüberbietbare visuelle Attraktion. Sie ist das mit Actioncams eingefangene Leitmotiv der Echtzeit-Visualisierung des Konzerts, die darüber hinaus aus historischem Bildmaterial der Library of Congress und aus digitalen Grafiken besteht, die direkt aus einem Bösendorfer-Computerflügel gesteuert werden.

Fr 6.9., So 8.9., Mo 9.9. 16:30
Freie Platzkarten sind jeweils ab 1 Stunde vor Beginn am Ars Electronica Center Infodesk erhältlich.

Ars Electronica Center, Deep Space

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Resonate


Aakash Odedra (UK), Lewis Major (AU)


Mit einem spannenden künstlerischen Anliegen haben sich der Tänzer Aakash Odedra (UK) und der Choreograf Lewis Major (AU) an das Ars Electronica Futurelab gewandt und es für eine produktive Zusammenarbeit gewonnen. Sie wollten der Frage nachgehen, ob und wie sich das verzerrte und chaotische Sprach- und Literaturerleben von Menschen mit Legasthenie audiovisuell und kybernetisch darstellen lässt.

Legasthenie tanzen

Im Zuge des gemeinsamen Experiments haben Odedra und Major mit dem Futurelab-Team eine Fülle an Werkzeugen und Methoden – von Trackingtechnologien über Projektionen und Visualisierungen bis zu Windmaschinen – ausprobiert und ein ganz besonderes Stück Tanztheater geschaffen. Auf der Ars Electronica 2013 stellen sie Resonate erstmals der Öffentlichkeit vor.

Fr 6. 9. 23:00
Sa 7. 9. 14:00, 18:00
So 8. 9. 18:00
Mo 9.9. 14:00

Ars Electronia Futurelab, Studio

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Ars Electronica: Am Flohmarkt

Ohne großes Aufheben darum zu machen, mischt sich die Ars Electronica in das bunte Treiben auf dem traditionellen Linzer Flohmarkt am Samstagvormittag. Unscheinbar reiht sich das Festival in dieses Kabinett zeithistorischer Alltagskultur ein, wo Artefakte und Devotionalien von gestern und vorgestern zu haben sind. Das eigenwillige Sortiment, das die Ars-Electronica-VerkäuferInnen auf den Tischen ausbreiten, will als springlebendiger – und bissiger – Floh verstanden werden. Den gilt es am Festivalsamstag auf dem Hauptplatz aufzuspüren und unter dem Brenn- glas der geschärften Aufmerksamkeit näher in Augenschein zu nehmen.

Hauptplatz
Sa 7.9. 07:00 – 14:00